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Lüneburg und seine Sehenswürdigkeiten: Spazieren in der Altstadt und an der Ilmenau

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Von: Steffen Maas

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Lüneburg hat für Touristen einiges zu bieten: Sehenswürdigkeiten in der Hansestadt findet man reichlich im historischen Stadtkern oder in der Natur.

Lüneburg – Die Kreisstadt Lüneburg in Norddeutschland bietet in der schönen Altstadt mit den verwinkelten Gassen und historischen Gebäuden viele Sehenswürdigkeiten. Unter den 75.330 Einwohnern tummeln sich auch fast 10.000 Studierende, weshalb die Hansestadt nicht nur für den Tourismus interessant ist. Und wer trotz schöner Architektur und plätschernder Ilmenau doch wegwill, der ist für einen Tagesausflug schnell in der Metropole Hamburg oder in der Lüneburger Heide.

Name:Hansestadt Lüneburg
Bundesland:Niedersachsen
Einwohner:75.330
Fläche:70,5 Quadratkilometer
Postleitzahl:21335, 21337, 21339, 21391
Vorwahl:04131
Kfz-Kennzeichen:LG

Bekannt ist Lüneburg vor allem durch den historischen Stadtkern mit dem fast 800 Jahre alten Rathaus und zahlreichen anderen beeindruckenden Bauten.

Lüneburg: Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

Die Lüneburger Altstadt ist eine der wenigen in Deutschland, die im Zweiten Weltkrieg kaum durch Bombenangriffe zerstört wurde. Daher bieten die verwinkelten Gassen und weiten Plätze einige Sehenswürdigkeiten für Touristen mit dem Blick fürs Historische.

Im Zentrum steht dabei das im Jahr 1230 errichtete Rathaus mit der im 18. Jahrhundert errichteten Fassade in Norddeutscher Backsteingotik. Doch über die ganze Hansestadt verteilt finden sich denkmalgeschützte Gebäude mit beeindruckender Optik, seien es alte Wohnhäuser und Villen, industrielle Schauplätze wie der Stintmarkt am Lüneburger Hafen oder die religiösen Zentren, die Stadtkirchen St. Johannis, St. Michaelis und St. Nikolai.

Doch nicht nur Touristen und Besuchern schwärmen für die Stadt – so mancher Einwohner ließ sich von der Optik seiner Stadt zu kreativen Liebesbekundungen in Bauklotz-Form hinreißen.

Fernsehfans erkennen Drehorte aus „Rote Rosen“ wieder

Auch einigen eigentlich Ortsfremden dürfte so manche Fassade oder Kulisse in Lüneburg bekannt vorkommen: Seit 2006 dienen einige Plätze der romantischen Hansestadt als Drehorte für die Telenovela „Rote Rosen“. So treffen sich die Rote-Rosen-Darsteller häufig auf dem Marktplatz vor dem historischen Rathaus, im malerischen Wasserviertel oder in den verwinkelten Gassen der Altstadt.

Zumindest von außen kommt den „Rote Rosen“-Fans dann auch das Hotel Bergström bekannt vor, dessen Fassade oft von den Kameras eingefangen wird. Innen sieht es dann aber doch ganz anders aus: Die Szenen, die vermeintlich im Hotel spielen, werden im eigenen Filmstudio aufgezeichnet.

Die Ilmenau schlängelt sich im Osten des Lüneburger Stadtkerns entlang

Das mittelalterliche Flair, den Lüneburg durch die alten, sympathisch ungeraden Gebäude ausstrahlt, wird noch verstärkt durch die Ilmenau, die sich direkt neben der Altstadt aus dem Süden kommend durch die Hansestadt schlängelt – und etwas weiter nördlich dann in die Elbe mündet.

Historische Gebäude der Stadt Lüneburg vor dem Fluss Ilmenau.
In Lüneburg liegen historische Baukunst und ruhige Natur ganz nah beieinander. © Philipp Schulze/dpa

Gut 109 Kilometer Reise macht der Fluss – nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Stadt in Thüringen – dabei durch Niedersachsen, nachdem er in Uelzen durch den Zusammenfluss der Gerdau und Stederau seinen Anfang hat. Die Ilmenau ist Bundeswasserstraße und bietet ab Lüneburg bis hoch zur Elbe rund 29 Kilometer schiffbares Wasser.

Leuphana Universität Luneburg verschreibt sich Bildung, Kultur, Nachhaltigkeit und Management

Wahrscheinlich eher auf dem Landweg sind die rund 10.000 Studierenden nach Lüneburg gereist, die an der Leuphana Universität ihrem Studium nachgehen. In den fünf Fakultäten Bildung, Kulturwissenschaften, Nachhaltigkeit, Staatswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften studieren die Mitglieder eine Vielzahl von Fächern, darunter Biologie, Informatik, Psychologie, Sportwissenschaften oder Soziale Arbeit.

Gegründet wurde die Universität bereits 1946 als Pädagogische Hochschule Lüneburg, ehe sie heute eine Universität in Trägerschaft einer Stiftung öffentlichen Rechts ist, die Universität und Fachhochschule vereint und Bachelor- und Masterabschlüsse anbietet sowie Promotionsstudien und berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Leuphana Universität Lüneburg zählt laut der Bewertungsplattform Studycheck zu den drei beliebtesten mittelgroßen Universitäten Deutschlands (5000 bis 15.000 Studierende; Stand: 2022).

Die Familie erholt sich in den Parks oder der Salztherme

Wenn sich Studierende oder Touristen an den historischen Sehenswürdigkeiten sattgesehen haben, gibt es in der Hansestadt noch andere Dinge zu tun. Die können der weiteren historischen Bildung dienen, zum Beispiel durch einen Besuch in einem der zahlreichen Museen wie dem Deutschen Salzmuseum.

Etwas mehr Entspannung erlebt man jedoch in einem der wunderschönen Parks der Stadt: Erwachsene und Kinder kommen etwa im großen Kurpark auf ihre Kosten oder in den von der Ilmenau eingerahmten Bastei- oder Wandrahmpark. Ebenfalls für die ganze Familie geeignet ist das Erlebnisbad „SaLü“, die Salztherme Lüneburg. Hier können die Großen Wellness machen, während die Kleinen im „Lütter Stint“, der Vergnügungsmeile des Bades, auf ihre Kosten kommen.

Angeleuchtete Giebel zum Weihnachtsmarkt

Wer es etwas weniger feucht mag und gerne den historischen Altstadt-Charme mit Festtagsstimmung kombinieren will, der muss bis Dezember warten. Auf dem Platz vor dem Rathaus baut sich dann jedes Jahr der Weihnachtsmarkt auf und taucht die umliegenden Gebäude in ein gemütliches Licht.

Der Weihnachtsmarkt in Lüneburg vor dem Rathaus.
In herrlicher Umgebung kommt man auf dem Weihnachtsmarkt in Lüneburg vor dem Rathaus schnell in Festtagsstimmung. © Philipp Schulze/dpa

Zahlreiche Buden und Stände geben die Möglichkeit, gemütlich zu schlendern, zu stöbern und Geschenke für die Familie zu kaufen. Stärkung gibt es natürlich reichlich: Snacks, ganze Mahlzeiten und eine Reihe von kalten und heißen Getränken laden zum Verweilen ein. Und wenn die historische Umgebung den Kindern sonst nicht imponiert: Zum Weihnachtsmarkt verteilen sich in der Regel zwölf Häuschen samt Figuren in der Innenstadt, die den Kleinsten auf Knopfdruck kurze Märchen erzählen.

Für Weihnachtsmuffel oder jene, die von den Parks in Lüneburg noch nicht genug Grün bekommen haben, bietet sich zudem immer ein Ausflug zur Lüneburger Heide an. Das Naturgebiet, das seinen Namen eher dem ehemaligen Fürstentum Lüneburg zu verdanken hat als der unmittelbaren Nähe zur Stadt Lüneburg, ist je nach Startpunkt ungefähr eine halbe Autostunde oder anderthalb Stunden mit dem Bus entfernt.

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