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Kunde will 4.800 Rollen Klopapier umtauschen – Verkäufer reagiert genial

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Von: Annabel Schütt

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Nicht lange ist es her, dass Klopapier im Supermarkt Mangelware war. Ein für dieses Defizit verantwortlicher Kunde bereut seinen Hamsterkauf – und blitzt gnadenlos ab.

Adelaide in Australien – Wohl jeder kann sich noch an die erbitterten Kämpfe um die letzte Packung Klopapier während der Corona-Pandemie im Supermarkt erinnern. Und wie groß die Enttäuschung war, wenn dann doch die Zewa-Rolle beim Besuch auf dem stillen Örtchen herhalten musste.

Doch was passiert eigentlich, wenn jene Hamsterer, die es vielleicht zu verschulden haben, dass zahlreiche Menschen einen wunden Allerwertesten hatten, merken, dass sie ihre zu Corona-Zeiten besonders begehrte Waren gar nicht mehr benötigen? Kann man einfach zum Supermarkt seines Vertrauens gehen und versuchen, die Produkte umzutauschen, wenn man sie schon nicht im Internet weiterverkaufen konnte?

Land in Ozeanien:Australien
Hauptstadt:Canberra
Fläche:7.692.000 km²
Bevölkerung:25,69 Millionen (2020)
Währung:Australischer Dollar

Hamster-Käufe während Corona-Pandemie: Kunde will 150 Packungen Klopapier und 150 Flaschen Desinfektionsmittel umtauschen

Diese Frage hat sich wohl auch ein Kunde in Australien gestellt, nachdem seine Ideen, in der Krise ordentlich Geld auf Ebay zu verdienen, in die Hose gegangen war – ganz anders als der Ebay-Verkauf von Capri-Sonne mit Plastik-Strohhalm – die sind plötzlich richtig viel Geld wert. Kurzerhand schnappte sich der Hamster-Käufer seine 150 Packungen Klopapier (also 4.800 Rollen!!!!) und 150 Flaschen Desinfektionsmittel und versuchte sein Glück beim Marktleiter der Supermarktkette „Drakes“. Ohne mit der Wimper zu zucken, forderte der Kunde für seinen Panikkauf den vollen Betrag zurück.

Supermarktleiter John-Paul Drake hält seinen Mittelfinger in die Kamera (gepixelt). Ein Mann trägt gekauftes Toilettenpapier und Küchenrollen (24hamburg.de-Montage).
Ein Mann versuchte 4.800 Rollen Klopapier und 150 Flaschen Desinfektionsmittel umzutauschen – ohne Erfolg (24hamburg.de-Montage)! © Screenshot jp drake/Youtube & Rene Traut/picture alliance/dpa

Auch in Deutschland waren die weißen Rollen heiß begehrt, während die Italiener und Franzosen Wein hamsterten* und die Niederländer Marihuana horteten. Andere Länder, andere Hamstersitten.

Kunde will Hamster-Käufe zurückgeben: Supermarkt-Chef zeigt ihm den Mittelfinger

Im Supermarkt erfuhr der Klopapier-Hamsterer allerdings eine ordentliche Abfuhr auf seinen Umtauschwunsch: „Ich habe ihm den hier gezeigt“, erzählt John-Paul Drake, Leiter der australischen Supermarktkette „Drakes“, und hält seinen Mittelfinger in die Kamera.

„Ich habe ihm gesagt, dass er die Art von Person ist, die Probleme im ganzen Land verursacht. Wenn jeder nur die Dinge kaufen würde, die er kurzfristig braucht, wäre alles in Ordnung. Aber in Realität gibt es zu viele Leute, die Produkte horten und kaufen, die sie niemals brauchen werden. Diese Limits sind dafür da, um die Artikel zu teilen. Damit jeder etwas abbekommt, der in unseren Supermarkt kommt“, wettert er in einem YouTube-Video weiter. Demzufolge dürfte der Kunde wohl ohne Erstattung, aber dafür mit seinen 4.800 Rollen Klopapier und 150 Flaschen Desinfektionsmittel wieder von Dannen gezogen sein.

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Ähnlich auf den Schlips getreten hat sich wohl auch ein Mann in Perth gefühlt haben. Kaum dass er seinen heimischen Grill anschmiss, um sich ein paar leckere Steaks zuzubereiten, wurde er kurzerhand von seiner veganen Nachbarin verklagt – wegen Fleischgeruchs. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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