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Patienten aus der Ukraine: Kliniken im Norden bereiten sich vor

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Von: Johannes Nuß

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Ein Krankenwagen fährt vom Gelände des Klinikums Oldenburg los.
Das Klinikum Oldenburg ist vorbereitet für Patientinnen und Patienten aus der Ukraine. (Archivbild) © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Kliniken in Niedersachsen und Bremen bereiten im Zuge des Ukraine-Konflikts auf die Aufnahme von Patienten vor. Einige Fälle sind bereits angekommen.

Oldenburg/Hannover/Bremen – Große Kliniken und Krankenhäuser in Niedersachsen und Bremen machen sich bereit, um im Zuge des Ukraine-Konflikts und dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine Patientinnen und Patienten aus dem Land aufzunehmen. Noch handelt es sich um Einzelfälle, die im Nordwesten über Fachgesellschaften an deutsche Kliniken vermittelt werden, aber einige betroffene Menschen sind bereits da.

Ukraine-Konflikt: Kliniken in Niedersachsen und Bremen bereiten sich auf Patienten vor

Im Klinikum Oldenburg steht man parat und ist auf Patientinnen und Patienten aus der Ukraine bestens vorbereitet, wie Pressesprecherin Sigrid Jürgensmann gegenüber kreiszeitung.de bestätigte. Mit 832 Betten handelt es sich um das größte Akut-Krankenhaus im niedersächsischen Weser-Ems-Gebiet. „Grundsätzlich sind die Kliniken für alle offen und somit auch für Geflüchtete aus der Ukraine“, unterstrich Jürgensmann.

Der Bremer Klinikverband Gesundheit Nord (Geno) ist grundsätzlich darauf vorbereitet, Patienten aus der Ukraine aufzunehmen, wie eine Geno-Sprecherin mitteilte. Zwar seien die Kapazitäten knapp, „wenn Hilfe benötigt wird, werden wir dies aber organisieren können“, sagte die Sprecherin.

Um innerhalb kurzer Zeit eine schnell steigende Zahl von Patienten versorgen zu können, würden die Krisenstäbe weiterhin aktiv bleiben. Die Strukturen wurden laut Geno ursprünglich für die Bewältigung der Corona-Pandemie eingerichtet. In den Bremer Krankenhäusern werden aktuell noch keine ukrainischen Patienten behandelt. Anfragen lägen noch nicht vor.

Ukraine-Konflikt: Medizinische Hochschule Hannover betreut zwei ukrainische Kinder auf Onkologie

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) betreut in ihrer Einrichtung derzeit zwei Kinder aus der Ukraine in der auf Krebserkrankungen spezialisierten Onkologie. „Wir stehen als MHH für die Behandlung von Patientinnen und Patienten aus der Ukraine bereit, insbesondere für die Fachrichtungen Kinderonkologie, Kinderchirurgie und Neurochirurgie“, sagte ein Sprecher der Klinik.

Der Kontakt zu den Patienten werde direkt zwischen Krankenhäusern untereinander, über Netzwerke und Fachgesellschaften sowie über individuelle Kontakte des Ärzte- und Pflegepersonals hergestellt. Eine spezielle Vorbereitung ist demnach nicht notwendig.

Universitätsmedizin Göttingen bietet an, Verletzte des Ukraine-Konflikts aufzunehmen

Auch die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat laut eigenen Angaben angeboten, verletzte oder erkrankte Personen aus der Ukraine aufzunehmen. Der Kontakt läuft demnach auch hier über spezielle Fachgesellschaften oder über die niedersächsische Landesregierung.

„Entschieden wird nach den jeweiligen Bettenkapazitäten, die bestehen oder frei gemacht werden können“, sagte ein UMG-Sprecher. Bisher wurden bereits Patienten mit Tumorerkrankungen aufgenommen, bei denen bestehende Behandlungen fortgesetzt werden. Dabei handelt es sich den Angaben nach sowohl um Erwachsene als auch um Kinder. Bisher seien dies Einzelfälle. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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