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Klatsche für Veganer-Mutter: Gericht ordnet Fleisch für Kind an

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Von: Bona Hyun

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Eine Veganerin wird von ihrem Exmann verklagt, weil sie das gemeinsame Kind vegan ernährt. Schlappe für die Mutter: Gericht ordnet dreimal Fleisch pro Woche an.

Bergamo – Eine Veganerin ernährt sich seit Jahren fleischlos und tischt ihrem Kind auch ausschließlich vegane Kost auf. Das findet ihr Exmann und Vater des gemeinsamen Kindes besorglich und zieht vor Gericht. Auch aus der Sicht vom Richter und Ernährungsmediziner sei eine vegane Ernährung für ein Kleinkind nicht ausgewogen genug. Das Urteil: mindestens drei Fleischgerichte pro Woche für das Kind. Die Veganerin-Mutter ist stinksauer.

Stadt Bergamo Höhe:249 Meter
Fläche40,16 Quadratkilometer
Bevölkerung120.287 (2017)

Veganerin von Gericht zu Fleischmalzeiten für Kind verdonnert: dreimal die Woche ist Pflicht

Die beiden Eltern des Kindes hatten sich vor acht Jahren getrennt. Bisher gab es wenig Streitanlässe, bis die Mutter den Speiseplan für das Kind komplett auf vegane Ernährung umstellte. Die Mutter des Jungen ist langjährige Veganerin und tischte auch ihrem Sohn nur fleischlose Kost auf, sodass ihr Kind fortan auch auf jegliche tierische Produkte verzichten musste. Die ausschließlich vegane Ernährung für ein junges Kind fand der Vater bedenklich und verklagte die vegan lebende Mutter.

Frau füttert Kind am Gartentisch.
Vegane Ernährung ist vor allem bei kleinen Kindern häufig umstritten. © Ute Grabowsky/imago

Ganz fleischlos wuchs das Kind allerdings auch bislang nicht auf. Der Exmann der Veganerin hat das Kind praktisch jedes Wochenende bei sich und kocht ihm immer einen saftigen Braten, ein Schnitzel oder Gulasch. Auch wenn der Vater bei jeder Gelegenheit Fleischgerichte anbietet, war er um die gesundheitliche und körperliche Entwicklung des gemeinsamen Kindes besorgt.

Gericht hält vegane Kinder-Ernährung für „nicht ausgewogen genug“: Veganerin kassiert Anordnung

Die Meinung von dem Exmann der Veganerin teilte auch der Zivilrichter von Bergamo, Ezio Siniscalchi. Er wurde als Ernährungsmediziner zu Rate gezogen und befand die vegane Ernährungsweise für ein Kind nicht ausgewogen genug, da es zum Mangel von wichtigen Nährstoffen und Vitaminen kommen könnte. Diese seien gerade für das Wachstum der Kinder essentiell. Dann folgt das Urteil: Der Vater darf seinem Sohn höchstens zwei Fleisch-Mahlzeiten servieren und die Mutter wurde zu einem Fleischgericht pro Woche verdonnert.

Das gemeinsame Kind der Veganerin und ihrem Exmann wird somit mindestens drei Fleischgerichte pro Woche zu sich nehmen. Dieses Urteil ist das erste dieser Art in Italien. Auch diese Anklage hatte es in sich: Eine Veganerin verklagte ihre Nachbarn, weil er Fleisch grillte. Zu rechtlichen Schritten gezwungen sah sich auch diese Veganerin, die Anzeige gegen ihre Freunde erhob, nachdem sie ihr Chicken Nuggets zu essen gaben. Für sie hagelte es Spott und Hass – genauso wie für diese Veganerin, die von ihrem Freund verlangte seine geliebte Katze wegzugeben, weil sie Fleisch frisst.

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Veganerin stinksauer über Fleisch-Urteil: „Urteil ist absurd! Das Kind ist super in Form.“

Die Mutter ist ziemlich verärgert und bezeichnet das Urteil als „absurd“. Die Veganerin ist stinksauer darüber, dass der Staat ihr vorschreibt, wie sie ihr Kind zu ernähren habe. „Wenigstens hätte der Richter verfügen können, dass der Vater auch einmal einen Fisch brät.“, wetterte die langjährige Veganerin. Sie alleine ist scheinbar überzeugt von der veganen Ernährungsweise. Das Kind würde mit der veganen Ernährung gut zurecht kommen. „Er ist ein gesunder und schöner Junge und wiegt 39 Kilo. Er ist super in Form.“

Dank der neuen Art sich zu ernähren, gehe es ihr und dem Sohn viel besser. Dahingegen seien die Fleisch-Wochenenden für das Kind schädlicher. „Er kommt dann immer ganz bleich zurück, hat Magenschmerzen und eine überlastete Leber“, erzählte sie gegenüber der Lokalzeitung „Echo von Bergamo“. Doch das Urteil wurde ausgesprochen und ist nun eben rechtskräftig. Erst neulich zogen Vegetarier-Eltern bei der Durchsetzung von fleischloser Kost den Kürzeren: Die Vegetarier müssen für fleischloses Essen in der Kita einen Attest für ihre Kinder besorgen. Diese Veganerin lud sogar ihre eigene Familie von ihrer Hochzeit aus, weil sie ihren besonderen Tag nicht mit Mördern verbringen wollte. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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