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Kampfhund greift Mädchen an – und sie kämpft, dass er nicht sterben muss

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Von: Jan Knötzsch

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In der linken Bildhälfte ist ein American Staffordshire Terrier zu sehen. Auf der rechten Seite des Bildes ein Mädchen auf einer Blumenwiese.
Ein Kampfhund greift ein Mädchen im Urlaub auf einer Blumenweise an – die Siebenjährige hat dennoch ein Herz für den Hund. (24hamburg.de-Montage, Symbilbilder) © Panthermedia/imago & cavan images/imago

Ein Kampfhund attackiert das Kind einer urlaubenden Familie. Die Siebenjährige wird verletzt, der Hund soll eingeschläfert werden. Das will das Mädchen aber nicht.

Bad Hindelang – Die Schwarzberghütte in Bad Hindelang. Eine Wiese, auf der Blumen wachsen. Blauer Himmel. Klingt richtig schön: nach Ruhe und Idylle. Genau der richtige Ort für einen Urlaub. Gerade, wenn auch noch Kinder mit von der Partie sind. Inmitten so einer Umgebung spielt es sich doch richtig toll. Doch im Oberallgäu wird genau diese herrliche Szenerie ganz plötzlich ziemlich hart und unsanft gestört, wie die Ausgburger Allgemeine berichtet.

Die kleine Ilvy macht mit ihren Eltern im Oberallgäu Urlaub – dort wird sie von einem Kampfhund attackiert und böse verletzt. Doch mit ihrer Reaktion auf die schlimme Kampfhund-Attacke sorgt die Siebenjährige dann für eine Überraschung. Und jede Menge Rührung.

Hunderasse:American Staffordshire Terrier
Lebenserwartung:12 bis 16 Jahre
Ursprung:Vereinigte Staaten
Gewicht:18 bis 32 Kilogramm

Kampfhund-Attacke im Urlaub: Mädchen pflückt gerade Blumen – dann passiert das Unglück

Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, pflückt Ilvy nahe der Schwarzenberghütte gerade Blumen auf einer Wiese. Was sie in dem hohen Gras nicht sieht, ist der Kampfhund, der urplötzlich aufspringt und auf sie zu stürzt. Der Hund, ein American Staffordshire Terrier, attackiert, das kleine Mädchen heftig. Das belegen Fotos, die die kleine Ilvy nach der Attacke im Krankenhaus im benachbarten Ort Immenstadt zeigen: In der Schulter des Mädchens finden sich blutige Riss- und Beißwunden.

Nicht auszudenken, was noch alles Schlimmeres hätte passieren können. Doch zum Glück für die kleine Urlauberin sieht ihr Vater den Angriff des Kampfhundes auf seine Tochter. Er geht sofort dazwischen und verhindert mit seinem beherzten und mutigen Eingreifen, dass seinem Kind noch mehr passiert. Laut der Augsburger Allgemeinen sei der Vater – er und seine Tochter stammen aus Hürth in Nordrhein-Westfalen – blitzschnell zwischen den Kampfhund und das Kind gesprungen und habe den Hund zur Seite getreten. Der Hund soll ohne Maulkorb herumgelaufen sein.

Mädchen von Kampfhund attackiert: Bisswunden in der Schulter – Vater springt zwischen Kind und American Staffordshire Terrier

„Ich will mir gar nicht vorstellen, was alles passieren hätte können, wenn meine Tochter alleine gewesen wäre“, zitiert die „Augsburger Allgemeine“ den Vater. Auch der Besitzer des Kampfhundes habe, so berichtet die Zeitung, versucht, den aufgebrachten Hund zu beruhigen. Seiner Darstellung zufolge habe sich der American Staffordshire Terrier von seinem Hundegeschirr losgerissen, nachdem er das Mädchen in seiner Nähe bemerkt hatte. Die Debatte um Kampfhunde und ihre Gefährlichkeit* ist nicht neu. Auch in Niedersachsen gab es schon Angriffe von Kampfhunden – sogar mit tödlichem Ende*.

Wir hatten wirklich Glück im Unglück

Der Vater der von einem Kampfhund verletzten Ilvy (7)

Nach der brutalen Kampfhund-Attacke kümmern sich viele Helfer, die herbeigeeilt sind um das Mädchen, an dessen linker Schulter mehrere Bisswunden klaffen. „Wir hatten wirklich Glück im Unglück“, sagt der Vater der kleinen Ilvy nach der heftigen Kampfhund-Attacke und bedankt sich herzlich „bei bei allen, die Ilvy so toll unterstützt haben“ – von der Bergwacht über den Rettungsdienst bis hin zu den Ärzten im Krankenhaus in Immenstadt.

Nach der Kampfhund-Attacke: Kleines Mädchen kämpft, damit Hund nicht eingeschläfert wird

Die tapfere Ilvy, die nach dem Angriff des Kampfhundes in der Klinik einen Verband um ihren linken Arm bekommen hat, ist dem Hund allerdings so rein gar nicht böse. Viel mehr reagiert sie so, wie es zu dem Sprichwort passt, dass Hunde des Menschen bester Freund sind: Dem American Staffordshire Terrier droht, so berichtet zumindest die Augsburger Allgemeine, die Einschläferung. Aber das will die Siebenjährige nicht.

Sie zeigt, wie auch die hundefreundliche Hamburger CDU*, ein Herz für Hunde: „Der Hund kann doch nichts dafür, sondern sein Halter“, soll Ilvy laut ihres Vaters nach der Attacke gesagt haben. Woher diese unerschütterliche Tierliebe der Kleinen kommt? Ihre Familie ist selbst im Besitz eines Hundes: ein Australian Labradoodle. 

Dem Halter des Kampfhundes, der Ilvy angegriffen hat, droht eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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