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Impfkommission will nur Kinder mit diesen Vorerkrankungen impfen lassen

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Von: Johannes Nuß

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Eine Petrischale mit vier Spritzen mit Impfstoff von Biontech/Pfizer.
Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfiehlt für Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankung nun doch eine Impfung gegen das Coronavirus. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa

Die Ständige Impfkommission will zwar keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren aussprechen. Bestimmten Kindern raten jedoch die Experten zu einer Corona-Impfung.

Berlin/Hannover – Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts will nur eine eingeschränkte Impfempfehlung für Corona-Vakzine für Kinder und Jugendliche aussprechen. Das berichten mehrere Medien, unter anderem der „Tagesspiegel“ und der „Business Insider“. Den Nachrichtenportalen zufolge geht aus dem Beschlussentwurf der STIKO hervor, dass Kinder im Alter zwischen 12 und 17 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen geimpft werden sollen. Vorgesehen sei dafür der Impfstoff von Biontech und Pfizer. Laut echo24.de*, soll der Entwurf am Donnerstag veröffentlicht werden.

Behörde:Robert-Koch-Institut
Staatliche Ebene:Bund
Gründung:1. Juli 1891
Hauptsitz:Berlin
Aufsichtsbehörde:Bundesministerium für Gesundheit
Bedienstete:1100, davon rund 450 Wissenschaftler, einschließlich Doktoranden und Trainees

Die Empfehlung solle ausschließlich für diese Kinder und Jugendliche mit schweren Vorerkrankungen oder mit Kontakt zu Hochrisikopatienten gelten. „Aufgrund eines anzunehmenden erhöhten Risikos für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen, empfiehlt die STIKO dieser Gruppe eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer)“, zitiert der „Business Insider“ aus dem vertraulichen Papier.

STIKO will Kinder impfen lassen: Das sind die Risikogruppen bei Kindern und Jugendlichen

Wie der „Business Insider“ weiter berichtet, will die STIKO nun keine allgemeine Empfehlung zur Impfung von Kindern aussprechen. Eltern, die ihre Kinder trotzdem gegen das Coronavirus impfen lassen möchten, soll dies mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer ermöglicht werden. Voraussetzung dafür sei eine Aufklärung durch einen Arzt und die „Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen bzw. der Sorgeberechtigten“ .

Die Impfkommission hatte bereits vor einigen Tagen signalisiert, vorerst keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder aussprechen zu wollen und wurde dafür unter anderem vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) kritisiert. Thomas Mertens, Vorsitzender der Stiko, rechtfertigte anschließend das langsame Vorgehen. Schließlich „bietet man ja kein Lakritzbonbon an, sondern es ist ein medizinischer Eingriff und der muss entsprechend indiziert sein“, sagte er.

STIKO will Kinder gegen Corona impfen: Empfehlung wird zurzeit von Bundesländern beraten

Ebenfalls soll eine Impfung empfohlen werden, wenn sich im Umfeld der betroffenen Kindern und Jugendlichen „Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht“.

Aktuell liegt das STIKO-Papier den Bundesländern zur Stellungnahme vor. Danach will die STIKO den Entwurf beschließen, der dann den behandelnden Ärzten als Leitschnur gilt.

Doch die Wartelisten in den Impfzentren sind lang. Seit Aufhebung der Impfpriorisierung am Montag, 07. Juni können sich die Impfzentren kaum noch vor einem Andrang retten. Daher ist bei der Vereinbarung von Impfterminen Geduld angesagt und es gibt auch einiges zu beachten. * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und echo24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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