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„Ist das Geld wert“: Erste Airline bietet kinderfreie Flüge an

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Von: Bona Hyun

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Stressfrei fliegen ohne nervige Kinder in der Nähe: Das macht jetzt erstmalig die Airline Scoot möglich und verbietet Kids teilweise den Zutritt.

Singapur – Ein Flug ohne Stress und Kinderlärm– das klingt für manche Passagiere, die sich auf einen ruhigen Flug freuen, wie ein Traum. Und der kann neuerdings für alle Fluggäste wahr werden, die mit der Airline Scoot fliegen. Für nur 16 Dollar Aufpreis bietet die Fluggesellschaft die Flugklasse “ScootinSilence“ an. Der Unterschied: Mehr Platz, Super-Sitze und: kein Zutritt für Kinder unter zwölf Jahren. Die Idee stieß auf Begeisterung bei den ersten Passagieren, die in der kinderfreien Zone flogen.

Scoot:Billigfluggesellschaft
Gründung:1. November 2011
Ziele:International
Sitz:Singapur

Airline bietet kinderfreie Flüge an: Sitze im “ScootinSilence“-Bereich schon begehrt

Die Billigfluggesellschaft Scoot aus Singapur ermöglicht viele Serviceleistungen für die Kunden. Neuerdings können Passagiere einen Flug genießen, ganz ohne Lärm und Kindergeschrei, wie man es sonst nur zu gut von Touristen-Flügen kennt. Die Airline Scoot aus Singapur führt nämlich eine Serviceleistung ein, die das Buchen einer komplett kinderfreien Zone im Flieger möglich macht. Im „ScootinSilence“-Bereich haben Kinder unter zwölf Jahren keinen Zutritt. Auch eine japanische Airline gibt Passagieren die Möglichkeit, sich weit genug von Babys wegzusetzen, indem sie die Sitze für Kinder zwischen zwei und acht Jahren digital und auch im Flugzeug markiert.

Ein Flugzeug der Airline Scoot und ein weinendes Mädchen in einem Flugzeug.
Die Airline Scoot führt eine kinderfreie Zone für Fluggäste ein: Kinder unter 12 haben im „ScootinSilence“ keinen Zutritt. (24hamburg.de-Montage) © Andreas Gora/imago

Einen kinderfreien Aufenthalt ermöglichen auch Lokale: Ein Café verbannt Kinder unter fünf Jahren, weil sie „schreien und Ordnung machen“. Auch dieser Spitzenkoch gewährt nicht jedem Gast Eintritt in sein Lokal: Ein österreichischer Spitzenkoch will keine Veganer im Restaurant haben. Das sorgte im Netz für hitzige Diskussionen – die kinderfreien Zonen beim Fliegen bewirken eher das Gegenteil. Noch. Denn es stellt sich natürlich die Frage: Können Familien dann schwerer an Tickets kommen, wenn extra viele Plätze als „kinderfrei“ freigehaöten werden? Vermutlich schon. Die Aufregeung wird aber wohl kaum so groß sein, wie um die Airline Lufthansa, die die Bord-Ansage „Willkommen, Damen und Herren strich, um Rücksicht auf Personen zu nehmen, die sich nicht eindeutig einem der beiden Geschlechter zuordnen wollen.

Erste Flüge ohne Kinderlärm: Passagiere sind begeistert über Ruhe

Die Passagiere können Plätze im kinderfreien Bereich reservieren, welches unter die Economy-Preisklasse fällt. Einige Extra-Kundenangebote vom „ScootPlus“-Paket sind ebenfalls enthalten wie Ledersitze, Essen, Unterhaltungsprogramm und Gepäckmitnahme von bis zu 30 Kilo. Einige Passagiere haben diesen Service bereits ausprobiert und sind begeistert: „(...) Ich finde, es ist das Geld wert, einen Sitz in dem Bereich zu buchen. Und es sind keine Kinder erlaubt, der Flug ist sehr ruhig und das gefällt mir!“, sagte ein Passagier dem Magazin der “The Sun“.

Auch die britische Journalistin Emma Featherstone ist mit „ScootinSilence“ sehr zufrieden, wie sie in einer Rezension schrieb. Abgesehen von einem Baby, habe sie keinen Mucks von anderen kleinen Kindern gehört. Die meisten Passagiere in dem Bereich nutzten die angenehme Stille, um sich eine wohl verdiente Auszeit oder Schlaf zu gönnen. Die Extrakosten hätten sich für erholsamen Schlaf total gelohnt.

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Flugangebot der ersten Airline für kinderfreies Fliegen durch Corona eingeschränkt

Die Airline aus Singapur begeistert mit „ScootinSilence“ also schon viele Passagiere. Die Flüge, davon die meisten mit dem Urlaubsziel Thailand, seien bis Anfang Januar 2022 fast alle komplett ausgebucht. Wegen der verschärften Einreise- und Aufenthaltsregeln vor Ort, wird die Airline allerdings viele Flüge stornieren müsse, weil zu viele Urlauber den Flug nicht antreten wollen. Auch in Hamburg gab es Anfang Oktober wegen Flug-Ausfällen am Hamburger-Flughafen großen Ärger*. Scoot rät den Passagieren, sich vorab genauestens über die Corona-Auflagen zu informieren, da sie um die Sicherheit der Fluggäste fürchten. Das hätte diese Airline vielleicht auch tun sollen: Hingegen hatte nämlich die Airline Pegasus einen Corona-Fall an Bord*, ohne es zu merken. Momentan sollten sich Urlauber zweimal überlegen, ob sie überhaupt ausfliegen wollen. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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