Wichtiges zur Immunisierung

Impftermin bekommen? Das müssen Sie vor ihrer Corona-Impfung beachten

  • Mirja Mader
    vonMirja Mader
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Für einige dauert es noch eine Weile, andere kommen vielleicht schneller an eine Corona-Impfung, als erwartet. Worauf sollte man vor und nach dem Pieks achten?

Hannover - Mit der Aufhebung der Impfpriorisierung in Niedersachsen, können sich nun alle Personen ab zwölf Jahren um einen Termin bemühen. Da die zuvor bereits vorhandene Warteliste noch nicht abgearbeitet ist, müssen sich Interessierte jedoch noch eine Weile gedulden, bis sie dann wirklich einen Termin bekommen. Genug Zeit also, sich darüber zu informieren, was es vor und nach der Impfung zu beachten gilt.

Stadt:Hannover
Bundesland:Niedersachsen
Einwohner:536.925 (31. Dez. 2019)
Oberbürgermeister:Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen)

Beim Impftermin selbst bekommt man die wichtigsten Informationen über die Art des Impfstoffs, mögliche Nebenwirkungen und hat Gelegenheit, weitere Fragen und mögliche Unsicherheiten mit einem Arzt zu besprechen. Der ein oder andere ist aber vorher aufgeregt und möchte herausfinden, war zu beachten ist - vielleicht bereits vor dem eigentlichen Termin. Eine Übersicht.

Von der Warteliste in den Terminkalender: Was muss ich zur Impfung mitbringen?

Auch wenn die Wartelisten lang sind, und nun auch die Impfpriorisierung aufgehoben ist, kann es manchmal dann doch recht schnell gehen und man kommt über einen der verschiedenen Wege an einen Termin. Wenn schon früh alle Unterlagen zusammengesucht sind, ist es am Tag selber entspannter. Aber was muss zur Impfung denn mitgenommen werden?

Bislang musste ein Nachweis der Berechtigung zu einer Impfung vorgezeigt werden. Da in Niedersachsen die Priorisierung aufgehoben ist, reicht es nun nachzuweisen, dass Sie die Person sind, die für den Termin angemeldet ist. Beim Hausarzt, der einen in der Regel kennt, sollte dafür nicht einmal ein Ausweis notwendig sein. Es schadet jedoch nicht, ihn dabei zu haben. Unterlagen zu Vorerkrankungen können hilfreich sein. Mitbringen kann man außerdem die Einladung zur Impfung oder die Mitteilung des Termins, die per E-Mail oder Post gekommen ist.

Worauf sollte man vor dem Impftermin achten, wie läuft die Impfung ab und wie sollte man sich im Anschluss an die Immunisierung verhalten?

Wie bei jeder anderen Impfung auch, ist es sinnvoll, den eigenen Impfausweis mitzubringen, sofern ein solcher vorhanden ist. Falls nicht, oder der alte Impfpass unauffindbar ist, ist das auch kein Problem. Nach der Impfung kann auch eine Impfbescheinigung oder beim Hausarzt sogar ein neuer Impfausweis ausgestellt werden. Auch der digitale Impfpass soll bald an den Start gehen. In der Regel zeigt man die notwendigen Unterlagen beim Betreten des Impfzentrums vor und meldet sich an. Von dort wird man dann Schritt für Schritt durch den Prozess geführt.

Im Impfzentrum: Schritt für Schritt zur Immunisierung

Der Ablauf der Impfung sind im Impfzentrum und beim Hausarzt verschieden, aber ähnlich. Im Impfzentrum sind natürlich viel mehr Menschen beteiligt und müssen organisiert werden. Es läuft nach einem durchgetakteten Konzept ab. Beim Hausarzt läuft der Prozess natürlich kleiner ab, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen bleiben aber dieselben. Dazu gehört, dass der Patient nach der Impfung mindestens 15 MInuten zur Beobachtung da bleibt. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Nachdem man sich am Eingang des Impfzentrums registriert hat, geht es von Station zu Station weiter. Ganz zu Beginn füllt man den Anamnesebogen und die Einwilligungserklärung aus. Beides kann man bereits vorab im Internet herunterladen. Zettel zum Unterschreiben gibt es jedoch erst am Tag selber im Impfzentrum oder beim Arzt.

Im Impfzentrum und auch beim Hausarzt geht es Schritt für Schritt zur Immunisierung.

Im nächsten Schritt, bevor es zur eigentlichen Impfung kommt, gibt es ein Aufklärungsgespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin. Dort können mögliche Fragen besprochen oder auch Unsicherheiten abgeklärt werden. Dann geht es zur nächsten Station, der Impfung selbst. Diese wird durch geschultes Personal durchgeführt. Ein kurzer Pieks und dort gibt es auch den Eintrag in den Impfausweis.

Nach der Impfung geht es in den Wartebereich. Dort verbringt man noch etwa 15 Minuten zur Beobachtung, falls es zu irgendwelchen Reaktionen kommen sollte. In einem Impfzentrum hängt vielleicht eine große Uhr, im nächsten gehen alle paar Minuten Eieruhren los, im übernächsten schaut man vielleicht auf die eigene Armbanduhr. In der Regel kann man aber überall nach den 15 Minuten Beobachtungszeit den Besuch im Impfzentrum oder auch den Termin beim Hausarzt beenden.

Impftermin: Was sollte ich vor oder nach der Impfung besser sein lassen?

Nach der Impfung fängt der Körper an zu arbeiten. Das kann sich mehr oder weniger ermüdend auf den frisch Geimpften auswirken. Körperliche Belastung muss nicht grundsätzlich vermieden werden, auch arbeiten gehen ist in Ordnung – solange keine Nebenwirkungen auftreten. Der Körper zeigt in der Regel sehr deutlich, wann man einen Gang zurückschalten sollte. Das kann in Form von Kopfschmerzen passieren oder auch deutliche Ermüdungserscheinungen oder Fieber.

Wer die Möglichkeit hat, sollte den Impftag also einfach mal nutzen, um ohne schlechtes Gewissen die möglicherweise lange Watchlist des Streaming-Dienstes seiner Wahl abzuarbeiten, anstatt durch den Park zu joggen. Dadurch kann sich der Körper auch weniger auf die Aktivität als vielmehr auf sein Immunsystem konzentrieren. Auch mal früher ins Bett gehen kann den Körper bei seiner Arbeit unterstützen.

Nach der Impfung kann man den Körper bei seiner Arbeit am besten unterstützen, indem man einen Gang runterschaltet und sich ausruht.

Reaktionen auf die Impfung sind ganz normal. Der Körper soll reagieren und einen Schutz gegen das Virus aufbauen. Diese Reaktionen verschwinden nach einigen Tagen wieder. Sollten Symptome länger anhalten als üblich, kann man sicherheitshalber das Gespräch mit dem Hausarzt suchen. Gegen Schmerzen könne aber zum Beispiel Paracetamol eingenommen werden.

Nach einer Corona-Impfung: Dem Körper Gelegenheit geben, sich auf das Immunsystem zu konzentrieren

Einige Verhaltensweisen sollten aber doch beachtet werden, um nicht unnötige negative Reaktionen hervorzurufen. Neben einer zu starken körperlichen Belastung gehört dazu auch, einige Tage auf Alkohol zu verzichten. Es liegen zwar noch keine Untersuchungen zur Wirkung von Alkohol auf die Corona-Impfung vor, dennoch sollte man schon am Abend vor dem Termin auf diese Art von Getränken verzichten. Denn wer will schon einen Kater mit der möglichen Impf-Reaktion in Form von Kopfschmerzen kombinieren?

Auf den Besuch im Biergarten sollte man am Abend vor der Impfung verzichten, um möglichen Kopfschmerzen nach dem Termin nicht mit einem bereits vorhandenen Kater begegnen zu müssen.

Auch sonst, wenn das Immunsystem viel zu tun hat, sollte der Körper nicht noch mehr belastet werden, beispielsweise durch Alkoholkonsum. Es kann nicht schaden, dem Körper eine Pause zu gönnen, und auch nach der Impfung für ein paar Tage auf alkoholische Getränke zu verzichten. Grundsätzlich kann man sich an einem Verhaltensmuster orientieren, das man zeigt, wenn man krank ist oder das Gefühl hat, krank zu werden. Einen Gang runterschalten, dem Körper nicht noch zusätzliche Arbeit geben, und auf die Signale achten, die er gibt. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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