1. 24hamburg
  2. Niedersachsen

Hunde und Hündinnen: Erste Stadt gendert jetzt Haustiere

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Tomasz Gralla

Kommentare

In der Stadt Neuenrade wird bei der Hundesteuer jetzt gegendert. Wenn da nicht der sprichwörtliche Hund in der Pfanne verrückt wird.

Neuenrade – Es klingt zu verrückt, als dass sich das jemand hätte ausdenken können: In der nordrhein-westfälischen Stadt Neuenrade werden Hunde bei der Anmeldung zur Hundesteuer gegendert. Der Bürgermeister der Stadt zeigt sich ahnungslos, Tierärzte relativieren das vermeintliche Gender-Gaga. Und die Hunde selbst? Denen dürfte all dies gleichgültig sein.

Stadt in Nordrhein-Westfalen:Neuenraden
Fläche:54,12 Quadratmeter
Einwohner:rund 12.100
Bürgermeister:Antonius Wiesemann (CDU)

Neuenrade gendert bei der Anmeldung zur Hundesteuer

Bei der Anmeldung zur Hundesteuer ist es ganz normal, dass die Besitzer angeben, ob ihr Vierbeiner männlich oder weiblich ist. Der Kleinstadt Neuenrade scheint dies allem Anschein nach nicht divers genug zu sein, denn auf ihrem offiziellen Hundesteuer-Anmeldungsformular hat man zusätzlich die Option „divers“ und „keine Angabe“.

Zwei süße Hunde sitzen in einem Hundewagen. In Neuenrade muss bei der Beantragung der Hundesteuer neuerdings das Gender der Tiere angegeben werden.
In Neuenrade werden Hunde bei der Hundesteuer nun gegendert. (Archivbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Das ist willkommenes Wasser auf den Mühlen all jeder, die in der Gender-Debatte die Auffassung vertreten, dass das Gendern die deutsche Sprache kannibalisiere und komplett überflüssig sei, gemäßigt ausgedrückt. In Hamburg wird mittlerweile ganz offiziell gegendert, auch soll es in der Hansestadt „weibliche Straßenschilder“ geben. An den Hamburger Schulen könnte es zukünftig nur noch Unisex-Klos geben – all das für mehr Gender-Gerechtigkeit.

Hat das Gendern bei Tieren doch seine Rechtfertigung?

Was genau hinter der Hundediversität in Neuenrade steckt, ist unklar, denn der Bürgermeister der Stadt, Antonius Wiesemann, streitet laut BILD-Angaben jegliche Kenntnis über die Gender-Hundesteuer ab.

Noch mehr News aus Hamburg und Umgebung erhalten Sie mit unserem Newsletter – jetzt kostenlos anmelden!

Kurioser wird die ganze Geschichte ironischerweise dadurch, dass es laut Tierärzten bei Hunden wie auch allen anderen Tierarten Homosexualität gibt. Auch „Zwitterbildungen mit Anlagen für beide Geschlechter“ seien bei Hunden möglich, verrät Tierärztin Gabriele Marquardt der BILD. Diese könnten aber nur per Ultraschall ausgemacht werden.

Alles also doch gar nicht so absurd wie gedacht? Vielen nicht nur prominente Hobby-Sprachexperten wie dem Musiker Heinz Rudolf Kunze, der das Gendern „Irrsinn“ schimpft, oder Dieter Hallervorden, der in diesem Kontext gar von einer „Vergewaltigung der Sprache“ spricht, wird die Gender-Hundesteuer wahrscheinlich schlaflose Nächte bereiten. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare