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Angestellte sollen bei Wärme weniger arbeiten – Hitzefrei bei der Arbeit!

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Von: Christian Einfeldt

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Während der Klimawandel weltweit fortschreitet, legt Die Linke ein Konzept zur „Klimaanpassung im Arbeitsrecht“ vor. Gibt es bald Hitzefrei für Angestellte?

Berlin – Die fortlaufende Klimakrise lässt weltweit die Thermostate glühen. Erst vor wenigen Wochen erfasste Europa eine Bullenhitze, die auch Deutschland drohte zu treffen*. Waldbrände vor den Toren Athens* und nicht zuletzt, die historische Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind nur wenige Beispiel des vom Menschen verursachten Klimawandels.

Politische Partei:Die Linke
Gründung:16. Juni 2007
Hauptsitz:Berlin
Parteiführung:Janine Wissler (Parteivorsitzender), Susanne Hennig-Wellsow (Parteivorsitzender)

Während Klimaschutzmaßnahmen unlängst eine Begrenzung der Erwärmung anstreben, möchte sich Die Linke darüber hinaus für die von der Hitze geplagte Gesundheit der Arbeitnehmer einsetzen. Im Zuge des weiter um sich greifenden Klimawandels sei es die „Aufgabe des Arbeitgebers, für zumutbare Arbeitsbedingungen zu sorgen“. Längst überfällig sei, daher, „dass die Temperaturen angemessen berücksichtigt werden“, sagte kürzlich Linken-Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler, der nun Hoffnung auf Hitzefrei für Angestellte macht.

Schon bald Hitzefrei bei der Arbeit? Die Linke legt Konzept zur „Klimaanpassung im Arbeitsrecht“ vor

Ab Temperaturen von 26 Grad könnte es für Arbeitnehmer entspannt werden. Diese Hoffnung schürt zumindest das Konzept zur „Klimaanpassung im Arbeitsrecht“. Demnach könnten sich Arbeiter schon bald über eine um 25 Prozent verkürzte Arbeitszeit, ein Anrecht auf genügend Wasser und Sonnenschutz freuen – ab Temperaturen von 26 Grad. Des Weiteren schreibt das Papier der Linken eine zusätzliche Pause für angestellte um zehn Minuten pro Stunde fest.

Doch sollte mal wieder eine Hitzewelle im Anflug sein, verspricht Die Linke noch weitere Privilegien. Ab 30 Grad müssten Arbeitgeber nicht nur genügend Ventilatoren bereitstellen, Arbeitnehmer müssen jetzt alle 30 Minuten die Möglichkeit erhalten, in einer zehnminütigen Pause verschnaufen zu können.

Mann sitzt von der Hitze geplagt am Computer.
Hitzefrei im Büro: Die Linke fordert Maßnahmen bei Temperaturen ab 26 Grad. © Amaviael/ IMAGO / agefotostock

Hitze bei der Arbeit: „Bei Temperaturen oberhalb von 35 Grad am Arbeitsplatz gilt der Arbeitsplatz als ungeeignet“

„Hitze muss beim Arbeitsschutz genauso ernst genommen werden wie die Qualität des Bildschirms oder das Recht auf Pausen“, erklärte Linken-Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler das Konzept, das schon bald Arbeitnehmern Hitzefrei garantieren könnte. So heißt es weiter in der Ausarbeitung: „Bei Temperaturen oberhalb von 35 Grad am Arbeitsplatz gilt der Arbeitsplatz als ungeeignet“.

Gibt es keine Möglichkeit Angestellte ins Home-Office zu schicken, müsste der Arbeitgeber bei der nächsten Hitzewelle auf eine Sondergenehmigung hoffen. Ansonsten bleibt nur noch eine Option: Nachdem eine Firma Mitarbeitern bereits „Hangover Days“ versprochen hatte, könnte es für Angestellte tatsächlich schon bald auch Hitzefrei geben. Für Niedersachsen und Bremen ist wegen Gewittern und Starkregen eine Hitzefrei-Regelung allerdings erstmal nicht dringend – und auch in Hamburg warnt der Wetterdienst ja eher vor Überflutungen* als vor extremer Hitze. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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