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Junger Mann isst Katze und filmt sich dabei – „verstörende Handlungen“

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Von: Dierk Rohdenburg

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Schriftzug Polizei auf einem Einsatzfahrzeug
Die Polizei ermittelt in einem schweren Fall der Tierquälerei. (Symbolbild) © IMAGO/Horst Galuschka

Landkreis – Abscheuliche und abstoßende Bilder im Internet, auf denen ein Heranwachsender vor laufender Kamera eine Katze verspeist haben soll, haben die Polizei im Landkreis Oldenburg erneut auf den Plan gerufen. Die Ermittlungen laufen.

„In den vergangenen Tagen wurden über die sozialen Medien Videos verbreitet, auf denen unter anderem zu sehen ist, wie eine männliche Person aus dem Landkreis Oldenburg verstörende Handlungen an einer Katze vornimmt“, heißt es in einer Mitteilung der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch vom Freitag über die kreiszeitung.de berichtet.

Auf den Videos soll zu sehen sein, wie der Heranwachsende Teile einer getöteten Katze isst. In einem vorherigen Video soll zudem zu sehen sein, wie der Jugendliche eine Katze, die er auf dem Schoß hält, immer wieder schlägt.

Katze verspeist: Bilder sollen aus einem Internet-Stream stammen

Die Bilder sollen aus einem Stream stammen, der live ins Netz gestellt und von anderen sowohl betrachtet als auch aufgenommen werden kann. Dort sollen auch die lachenden Freunde des Jungen zu hören sein.

Ein Youtuber hat die Videos, die nach Angaben der Polizei in Teilen bereits vor einem Jahr bekannt waren, erneut veröffentlicht und in Richtung der lachenden Freunde mit den Worten „Fahrt zur Hölle“ kommentiert.

„Einige dieser Videos waren der Polizei bekannt. Entsprechende Ermittlungen wegen des möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurden bereits 2021 eingeleitet“, teilt die Polizeipressestelle mit. Bei den Videos, die nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden seien, handele es sich offenbar um teilweise neues Material. Deshalb seien neue Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und auch wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet worden. Die Akten würden zeitnah an die zuständige Staatsanwaltschaft Oldenburg übermittelt.

Sozialpsychiatrischer Dienst ist eingeschaltet

Nach der neuerlichen Verbreitung der Videos suchten Beamte der Polizei unter Begleitung des sozialpsychiatrischen Dienstes des Landkreises Oldenburg die Familie auf. Auch das Veterinäramt wurde informiert.

Die Polizei bittet darum, die Videos nicht weiter zu teilen und insbesondere auf das Veröffentlichen der persönlichen Daten des jungen Verursachers zu verzichten.

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