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Umstrittene Zugverbindung Hannover-Hamburg: Bahn wird wohl Neubau der Strecke empfehlen

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Von: Fabian Raddatz, Yannick Hanke

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Hannover-Hamburg in weniger als einer Stunde: Streit um Zugverbindung
Die Deutsche Bahn will zwischen Hannover und Hamburg eine Fahrtzeit von 59 Minuten ermöglichen. Derzeit dauert eine Fahrt mit dem ICE auf der Strecke rund 80 Minuten. © Jan Woitas/dpa

Im Streit um den Ausbau der Zugverbindung zwischen Hannover und Hamburg zeichnet sich keine klare Lösung ab. Die Deutsche Bahn (DB) soll aber wohl den Neubau empfehlen.

Update von Dienstag, 29. November 2022, 08:42 Uhr: Hannover – Die Deutsche Bahn (DB) positioniert sich in der Diskussion um den Aus- oder Neubau der Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg. Sie wird wohl einen Neubau der Trasse empfehlen, berichtet der NDR. Das Land Niedersachsen wiederum hatte sich bereits klar gegen einen Neubau ausgesprochen.

Zugverbindung Hannover-Hamburg polarisiert: Deutsche Bahn (DB) soll sich für Neubau der Strecke aussprechen

Doch würden mehr Gründe für einen Neubau als für einen Ausbau der Strecke sprechen, will der NDR aus informierten Kreisen erfahren haben. Die Neubau-Strecke zwischen Hannover und Hamburg wäre 30 Kilometer kürzer, entlang der Strecke würden weniger Anwohner durch Zuglärm belästigt. Ein weiterer Vorteil: Sie wäre etwa zehn Jahre früher fertig.

Die neue Bahnstrecke würde dann entlang der A7 von Hamburg bis Soltau führen. Von dort bis Celle würden die Gleise entlang der B3 verlaufen. Und ab da parallel zur bisherigen Bahnstrecke nach Hannover führen. Darüber hinaus könne man auch Städte wie Soltau mit an die Strecke anbinden und die Züge auf der Neubau-Strecke könnten die anvisierte Fahrtzeit von exakt 59 Minuten zwischen Hannover und Hamburg erreichen. Ihre Vorschläge will die Bahn offiziell bis Jahresende vorstellen.

Erstmeldung von Montag, 28. November 2022, 17:53 Uhr: Hannover – Im Streit um den Ausbau der Zugverbindung in Niedersachsen zwischen Hannover und Hamburg zeichnet sich weiter keine Lösung ab. Während Niedersachsens neue Landesregierung wie schon die Vorgängerregierung einen Neubau ablehnt, betonte die Deutsche Bahn (DB), die drei möglichen Varianten würden nach wie vor ergebnisoffen geprüft – diese seien ein bestandsnaher Ausbau und ein bestandsnaher Ausbau mit Ortsumfahrungen, aber auch ein bestandsferner Neubau der Strecke.

Eine Bahnsprecherin erklärte am Montag, 28. November 2022, auf Anfrage, die Prüfergebnisse würden Ende 2022 an das Bundesverkehrsministerium übergeben. Anschließend sollen sie in Abstimmung mit dem Bundesministerium, dem Land Niedersachsen und den beteiligten Kommunen der Öffentlichkeit vorgestellt und erläutert werden. Ziel sei es, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen und zum Beispiel zwischen Hannover und Hamburg eine Fahrtzeit von 59 Minuten zu ermöglichen. Derzeit dauert eine Fahrt mit dem ICE auf der Strecke rund 80 Minuten.

59 Minuten mit dem Zug von Hannover nach Hamburg: „Ausbau statt Neubau“

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) sagte der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, die Landesregierung habe in der Frage eine klare Haltung, und diese laute: „Ausbau statt Neubau“. Auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) forderte schon vor Monaten von der Bahn, sich zum Projekt Alpha E – der Erneuerung bestehender Strecken – zu bekennen. Er verwies darauf, dass Alpha E ein schwieriger, aber von den Bürgern getragener Kompromiss sei.

Der Landesverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) wiederholte indes am Montag seine Forderung, sich für einen Neubau zu öffnen. Die Landesregierung in Niedersachsen müsse eine sachliche und faire Prüfung aller Bahnvarianten zwischen Hamburg und Hannover zulassen. Die Variante Alpha E biete allerdings weder ausreichend Kapazität noch attraktive Fahrzeiten. „Wenn etwas nicht klappen kann, dann klappt es nicht – auch dann nicht, wenn ein Gremium mehrheitlich beschlossen hat, dass es zu klappen hat“, sagte der VCD-Landesvorsitzende Martin Mützel.

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