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Streik bei Geldtransporten: Niedersachsen und Bremen droht der Kollaps beim Bargeld

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Von: Fabian Raddatz

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Bankkunden müssen in Bremen und Niedersachsen mit Bargeld-Knappheit an den Bankautomaten rechnen. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Weil Geldboten in Niedersachsen und Bremen streiken, könnten Bankkunden an Automaten in die Röhre gucken. Der Bargeld-Kollaps droht.

Hannover/Bremen – Bankkunden und Niedersachsen und Bremen müssen sich die kommenden Tage darauf einstellen, dass der Bankautomat kein Bargeld mehr ausspuckt. Seit Montag streiken in den beiden Bundesländern Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen der Geld- und Wertbranche.

Sie beliefern nicht nur die Automaten mit Bargeld, sondern auch Supermärkte. Deshalb könnte auch dort an der Kasse das Bargeld zum Wechseln knapp werden. Der Streik bei Geldtransporten soll noch bis Mittwoch laufen, doch die Gewerkschaft ver.di rechnet mit Einschränkungen bis zum Wochenende.

Streik bei Geldtransporten: Geldautomaten in Niedersachsen und Bremen droht der Bargeld-Kollaps

Auch eine Sprecherin der Sparkasse Bremen bestätigte auf Nachfrage gegenüber kreiszeitung.de, dass es kurzfristig zu Verzögerungen bei der Neubefüllung der Geldautomaten kommen kann. Betroffene Kunden rät sie, bei Engpässen aufs bargeldlose Bezahlen auszuweichen.

Hintergrund des Streiks sind Tarifgespräche für die bundesweit rund 11.000 Beschäftigten in der Geld- und Wertbranche. Bisher sind diese ergebnislos verlaufen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 6. Juli geplant. Ver.di fordert unter anderem einen Stundenlohn von gut 20 Euro. Zudem sollen betriebliche Angestellte eine Erhöhung der Bruttonentgelte um bis zu elf Prozent erhalten.

Am Dienstag soll eine Demonstration mit 250 Teilnehmenden in Hannover stattfinden. Apropos Probleme beim Geldabheben: Die Bremer Polizei warnte unlängst vor immer mehr manipulierte Geldautomaten in Bremen.

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