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„Geizige Bastarde“: Schwiegerfamilie stellt Weihnachtsessen in Rechnung

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Von: Ulrike Hagen

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Eine Frau wird von ihrer Schwiegerfamilie zum Weihnachtsessen bewirtet – soll allerdings ordentlich dafür zahlen. Nun ist die Feststimmung schon vorab bei null.

London – Weihnachten* ist das Fest der Liebe, der Großzügigkeit und Herzlichkeit – so sieht es das Protokoll vor. Aber leider trägt gerade diese Erwartungshaltung reichlich Zündstoff in sich. Das musste auch eine Britin erfahren, die am Wochenende auf „Mumsnet“ berichtete, dass sie zwar von der Familie ihres Mannes zum Weihnachtsessen eingeladen wurde, aber gesagt bekam, dass man ihnen und ihren Kindern Speis und Trank berechnen werde.  

Website:Mumsnet Limited
Gründung:20. März 2000
Hauptsitz:London, Vereinigtes Königreich
Nutzer:119 Millionen

Schwieger-Familie will Geld fürs Weihnachtsessen: Mutter stinksauer

„Meine Schwägerin veranstaltet dieses Jahr das Weihnachtsessen und sie stellen uns pro Familie das Abendessen in Rechnung“, berichtet die verzweifelte Frau, die sich „Luc“ nennt, im Forum „Am I reasonable?“, auf Deutsch etwa: „Bin ich gerecht?“. „Ich habe ihnen noch nie etwas berechnet, aber anscheinend haben sie beschlossen, dass sie es tun, weil dieses Jahr ,viele´ kommen. Im nächsten Atemzug sagten sie mir dann, wie viele Flaschen Champagner sie kaufen werden – und dass sie die Kosten dafür unter uns allen aufteilen.“

Eine Familie betet zusammen am Tisch vor dem Essen  zu Weihnachten
Frohes, teures Fest: Schwager und Schwägerin verlangen Geld für das Weihnachtsessen von ihrer Familie. © Imago

„Sie trinken Dom Perignon – aber berechnen der eigenen Familie die Bratkartoffeln!“

Besonders erschüttere sie die Tatsache, dass man ihr Champagner berechnen will, den sie gar nicht trinken kann: „Sie wissen, dass ich nicht in der Lage sein werde, etwas zu trinken, da alle davon ausgehen, dass ich das Fahren übernehme. Und sie sind die Typen, die nur Dom Pérignon trinken, weil es ihnen um die Show geht – aber bizarrerweise berechnen sie ihrer eigenen Familie dann sogar die Bratkartoffeln, die den Unterschied ausmachen.“ Obendrein, schreibt „Luc“, sei ihr Mann auch noch auf der Seite seiner Schwester und deren Mann, weil sie schließlich die ganze Arbeite habe.

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Netz entsetzt über Zahlungsaufforderung fürs Weihnachtsessen: „Bleib´ zuhause und koche dir Nudeln!“

Innerhalb kürzester Zeit erhält die Britin Unterstützung von Hunderten „Mumsnet“-Nutzerinnen. „Ich würde ihnen all die Jahre in Rechnung stellen, die du für sie gezahlt hast, und dann fragen: ‚Oder sind wir einfach quitt?‘, ihr crazy F***er?“, schimpft eine Userin. Kurz und knackig „Geizige Bastarde“ kommentiert eine andere. „Ich würde eher zu Hause bleiben und Nudeln essen, bevor ich das mitmache!“, rät eine weitere. „Luc“ darauf: „Ich würde so gerne zu Hause bleiben, aber das gibt nur Ärger mit meinem Mann, und mein kleiner Junge würde es genießen, dorthin zu gehen und mit seinen Cousins zusammen zu sein. Ich finde die ganze Sache einfach so unangenehm und peinlich! Was werden sie tun, eine Rechnung an Heiligabend schicken? Wie festlich!“

„Auf keinen Fall würde ich für diesen Albtraum bezahlen UND gratis Taxi spielen!“

„Ich würde ein ernstes Gespräch mit meinem Mann führen. Wieso hat er kein Problem damit, seine Schwester für die Arbeit zu bezahlen, die du kostenlos für seine Familie geleistet hast? Warum ist die Zeit seiner Schwester eine finanzielle Entschädigung wert, während du nicht bezahlt werden musstest?“, nimmt „ChubbyMorticia“ daraufhin den Ehemann in die Pflicht. „Ich würde ihm sagen, er kann machen, was er will, ich bleibe zu Hause. Auf keinen Fall würde ich für diesen Albtraum bezahlen UND gratis Taxi spielen.“

Mit etwas Glück stellt sich am Ende die Frage für die Britin gar nicht mehr, nämlich dann, wenn die Inzidenz wie in Hamburg so hoch wie Weihnachten 2020 ist und der Lockdown zum Fest droht. Dann gibt es statt nerviger Verwander eben „nur“ ein Winterwunder, denn weiße Weihnachten sind zu 70 Prozent wahrscheinlich, versprechen Meteorologen.   * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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