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Für kostenloses WLAN: Eltern benennen Kind nach Internet-Anbieter

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Von: Luisa Ebbrecht

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In der Schweiz hat eine Familie ihr Baby nach ihrem WLAN-Anbieter benannt. Nun können die Eltern 18 Jahre lang kostenlos im Internet surfen.

Graubünden – Emilia, Hannah, Noah und Leon – was haben diese Namen gemeinsam? Sie gehören laut der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zu den beliebtesten Baby-Vornamen im Jahr 2020. Dabei gibt es noch viele andere, verrücktere Namen, wie ein Beispiel aus der Schweiz zeigt.

Ein Paar aus dem Kanton Graubünden benannte die Tochter nach ihrem Internet-Anbieter. Laut blick.ch kam den Eltern die Idee nach einer ungewöhnlichen Werbeaktion des Schweizer Providers Twifi. Denn: Wer sein Kind nach dem Unternehmen benennt, also Twifia oder Twifius, bekommt 18 Jahre lang kostenlos WLAN. Für WLAN und Co. muss eine 17-Jährige stattdessen im Haus ihrer Eltern ordentlich blechen.

NameTwifi
LandSchweiz
UnternehmensgruppeTravelersWifi
CEOPhilippe Fotsch

Eltern benennen Baby nach WLAN-Anbieter und kassieren 18 Jahre freies Internet: „Angebot nicht aus finanziellen Gründen angenommen“

Der Vater des Kindes erklärte gegenüber blick.ch: „Je länger ich darüber nachdachte, desto einmaliger wurde der Name für mich“. Nach einige Zeit konnte der Mann auch seine Frau von der Idee überzeugen. „Der Name Twifia steht für mich in diesem Zusammenhang auch für Verbindung. Für ewige Verbundenheit“, sagt er weiter. Ähnlich wie eine Mutter, die ohne ihre Tochter in den Urlaub flog, erntet das Paar im Internet viel Kritik dafür, das Angebot von Twifi eingegangen zu sein. Beide versichern jedoch, das Angebot nicht aus finanziellen Gründen angenommen zu haben.

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„Wir wollen gegenüber unserem Umfeld unerkannt bleiben, weil wir uns nicht dafür rechtfertigen wollen. Denn der Vorwurf, den Namen unseres Kindes verkauft zu haben, trifft uns sehr“, erklärt der Vater. Beide Eltern haben sich einen Spar-Plan für ihre Tochter überlegt. Demnach wollen sie monatlich 60 Franken (55,83 Euro) auf ein Konto überwiesen. „Wenn sie 18 wird, kann sie damit die Fahrprüfung machen oder ein Auto kaufen“, so der Vater.

In der Schweiz wurde ein Baby nach dem WLAN-Anbieter der Eltern benannt.
In der Schweiz wurde ein Baby nach dem WLAN-Anbieter der Eltern benannt. © Fabian Strauch/Jan Woitas/dpa

Auch andere Eltern und deren Kinder geraten wegen kuriosen Geschichten ins Rampenlicht der Medien. In den USA ziehen Eltern ihr Kind geschlechtsneutral auf und nennen der/die/das Kleine „es“. Ein 11-Jähriger übernachtet dahingegen über 500 Nächte im Zelt, um Spenden für ein Hospiz zu sammeln.

Kostenloses Internet für skurrilen Babynamen: Was, wenn das Unternehmen pleite geht?

Allerdings ist Twifi eine relativ kleine Firma, die erst im August 2020 bekannt wurde. Was also, wenn das Unternehmen in den nächsten Jahren pleite geht und nicht mehr das Internet der Familie stellen kann? Gegenüber blick.ch sagt Twifi-Chef Philippe Fotsch: „Dann hafte ich persönlich dafür. Das ist Ehrensache.“ * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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