I‘ve been looking for Impfstoff

Für die Freiheit: David Hasselhoff ruft Deutsche zur Corona-Impfung auf

  • Annabel Schütt
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I‘ve been looking for Impfstoff. David Hasselhoff hat die Freiheit gefunden: Corona-Impfung sei Dank. Jetzt ruft der Baywatch-Star die Deutschen zum Impfen auf.

Deutschland ist im Impf-Wahn! Spätestens seitdem die Impfpriorisierung bundesweit seit dem 7. Juni aufgehoben ist, sehnen sich viele nach dem erlösenden Piks. Schließlich bringt die Corona-Impfung jede Menge Lockerungen mit sich. Um den nächsten Impf-Turbo zu zünden, hat das Bundesgesundheitsministerium David The Hoff Hasselhoff für ihre Impf-Kampagne engagiert. Unter dem Hashtag #Ärmelhoch appelliert die Baywatch-Legende an alle, sich impfen zu lassen.

Schauspieler:David Hasselhoff
Geboren:17. Juli 1952 (Alter 68 Jahre), Baltimore, Maryland, Vereinigte Staaten
Größe:1,93 Meter
Ehepartnerin:Hayley Roberts (verh. 2018), Pamela Bach (verh. 1989–2006), Catherine Hickland (verh. 1984–1989)
Kinder:Hayley Hasselhoff, Taylor-Ann Hasselhoff
Alben:Night Rocker, Sings America, Lovin’ Feelings

„I‘ve been looking for Impfstoff“: David Hasselhoff wirbt für Corona-Impfkampagne von Jens Spahn

Einst sang David Hasselhoff, bekleidet mit seiner knappen roten Badeshorts „I‘ve been looking for freedom“. Jahre später scheint es, als könnte der Song zur neuen Corona-Hymne erkoren werden – außer vielleicht für Impfgegner. Statt nach Freiheit zu suchen, hat der Baywatch-Star nun allerdings eine ganz andere Vision: „I‘ve been looking for Impfstoff“

Nachdem bereits Stars wie Günther Jauch und Uschi Glas die Ärmel hochgekrempelt und dazu aufgerufen hatten, sich im Kampf gegen das Coronavirus impfen zu lassen, leiht nun auch David Hasselhoff der Corona-Impfkampagne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sein Gesicht – und seinen gestählten Bizeps inklusive Pflaster auf dem Oberarm. Ja, ausgerechnet der Jens Spahn, der unbrauchbaren Coronavirus-Masken aus China unauffällig bei Bedürftigen entsorgen wollte.

Auf Twitter macht Hasselhoff sich nun jedenfalls für die alles verändernde Spritze stark und unterstützt damit die Kampagne #ÄrmelHoch: „Ich, David Hasselhoff, bin vermeintlich ein Held, wegen ‚Baywatch‘ und ‚Knight Rider‘ und der Berliner Mauer, aber meine Freiheit war die Impfung. Sie können das auch.“

Seinen Fans erklärt der US-Megastar: „Ich freue mich darauf, wieder zum Alltag zurückzukehren, auf die Freiheit. Die Freiheit, sich impfen zu lassen und um die Welt zu reisen. „Mein Rat an alle in Amerika, in der ganzen Welt und in Deutschland: Lassen Sie sich impfen.“

David Hasselhoff ruft Deutsche zur Corona-Impfung auf und kassiert verbale Klatsche auf Twitter

Während der Anblick von David Hasselshoffs angespanntem Bizeps das ein oder andere Frauenherz höher schlagen lässt, finden viele User die „I found freedom“-Kampagne von The Hoff durch die Bank weg peinlich. „Der Mann, der die Wende herbeigesungen und die Mauer eingerissen hat, hat sich jetzt ein Pflaster auf den Arm geklebt, um Deutschland noch einmal zu retten“, scherzt ein Twitter-User.

Andere Fans wiederum kritisieren die Formulierung „Meine Freiheit war die Impfung“. „Ach, für die Freiheit muss man sich impfen? Ich dachte wegen eines so gefährlichen Virus“, ätzt ein Nutzer. Ein anderer stimmt ein: „Soll das jetzt heißen, das die Impfung nur zur Freiheit da ist und nicht zu Immunisierung?“

David Hasselhoff unterstützt die Corona-Impfkampagne von Jens Spahn. (24hamburg.de-Montage)

„Es ist derzeit fast unmöglich einen #Impftermin für ü50, ü40, ü30, … zu bekommen. Ohne Betriebsarzt, ohne super-duper-Netzwerk, ohne Infrastruktur-Relevanz, ohne Prio: kein Termin. Dies führt zu #Impfterminfrust und nicht zum #Ärmelhoch für alle“, klangt ein anderer Twitter-User sein Leid.

Trotz Impfkampagne von The Hoff und Ende der Impfpriorisierung: Vakzinknappheit in Deutschland

Denn auch wenn die Deutschen nach der langen Zeit mit Corona-Einschränkungen nach mehr Freiheiten dürsten, bleibt trotz super-duper Impfkampagne von David Hasselhoff vor allem eines: die Frustration über zu wenig Impfstoff in Deutschland.

Obwohl mit dem Ende der Impfpriorisierung seit dem 7. Juni zumindest theoretisch alle die Möglichkeit haben, einen Impftermin zu bekommen, herrscht bundesweit Vakzinknappheit. Auch Kinder können sich impfen lassen – auch gegen den Willen ihrer Eltern, wenn auch kaum einer weiß, wie dafür auch noch Impfstoff aufgetrieben werden soll, empfiehlt die STIKO die Kinder-Impfung nun doch. Scheint, als hätte Jens Spahn die Entscheidung, Hasselhoff als neuen Impf-Aushängearm zu wählen, nicht unbedingt zum besten Zeitpunkt getroffen. Ob er sich wenigstens Freunde damit gemacht hat? Er könnte gerade ja dringend welche brauchen. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/picture alliance/dpa & Matthias Bein/picture alliance/dpa

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