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Frank Thelen bläst ins Veganer-Horn: „Currywurst abschaffen“

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Von: Bjarne Kommnick

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Unternehmer Frank Thelen gegen Fleisch-Ernährung.
Unternehmer und TV-Promi Frank Thelen wünscht sich, dass Menschen weniger Fleisch essen. © dpa/Christian Charisius

Frank Thelen liebt sein Fleisch. Das verriet er bei Markus Lanz. Trotzdem will er Opfer bringen und hofft, dass die Welt vegetarischer wird – ohne Currywurst.

Hamburg - Am Donnerstagabend war Milliardär und „Höhle des Löwen“-Investor Frank Thelen zu Gast bei Markus Lanz. Das Thema des Abends: Der Klimawandel und welche Maßnahmen die Menschheit ergreifen müsse, um verheerende Auswirkungen zu verhindern. Thelen überrascht dabei mit seinen Aussagen, denn eigentlich, so sagt er selber, ist er ein riesen Fan von Fleischernährung. Dennoch spricht er sich nun für einen Verzicht von Fleischprodukten. Mit dieser Aussage könnte sich Deutschlands Wurstkönig wohl nur schwer anfreunden, Ulli Hoeneß stelle Veganerinnen und Veganer zuletzt noch an den Pranger.

Frank Thelen provoziert bei Markus Lanz: „Müssten eigentlich die Currywurst abschaffen“

„Irgendeinen Tod müssen wir sterben“, erklärt Thelen, um für fleischlose Ernährung zu werben. Denn der weltweite Fleischkonsum habe auf das Klima laut Klima-Expertinnen und Experten die größte negative Auswirkung überhaupt, auf Rang zwei folgt der Verkehr, Schiff, Autos und Flugzeuge inklusive. Das Ausmaß von Fleisch wird da schnell deutlich. Auch für einen Großteil der Abholzung von Regenwäldern ist Fleischkonsum weltweit verantwortlich.

UnternehmerFrank Thelen
Geboren10. Oktober 1975 (Alter 46 Jahre)
GeburtsortBonn
FernsehsendungenDie Höhle der Löwen

Thelen gibt zu: „Ich liebe mein Steak und meinen Burger“, doch die verbrauchte Energie weltweit sei ein „Riesenproblem“. Doch um sich dem Klimawandel ernsthaft entgegenstellen brauche es eben radikale Maßnahmen: „Also wir müssten eigentlich die Currywurst abschaffen“, so Thelen, auch wenn das mit Sicherheit für ihn selbst ein Stück weniger Genuss bedeuten würde. Ähnlich wie bei Volkswagen, wo die Currywurst aus der VW-Kantine verschwunden ist. Altkanzler Gerhard Schröder wetterte scharf gegen das Currywurst-Aus – doch selbst das half nichts mehr.

Frank Thelen findet Fleischverzicht selbst „unschön“ – aber „machbar“

„Das finden viele unschön, ich selber auch“, erklärt Thelen. Von der Menge an Soja und Getreide, die für ein einzelnes Steak benötigt werden würden, könnten zwei Personen einen ganzen Tag lang ernährt werden. „Aber wenn ich realistisch drauf schaue, dass wir alle kein Fleisch und keinen Fisch mehr essen, das finden wir blöd, aber das wäre, glaube ich, noch machbar.“ Eine Alternative von Fleischverzicht wäre der unabwendbare rapide Klimawandel, dann müsse ohnehin noch auf viel mehr als nur auf Fleisch verzichtet werden. Für eine Frau aus Australien ist Fleischverzicht sogar Pflicht, die Veganerin hat ihre fleischessende Familie von der eigenen Hochzeit ausgeladen.

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Doch Investor Frank Thelen wäre nicht er selbst, wenn er nicht auch auf den Fortschritt statt nur auf den bloßen Verzicht schauen würde. Denn in die Zukunft schaut er hoffnungsvoll, dass neue Technologiequellen und Techniken Probleme der heutigen Zeit lösen könnten. Doch bis es so weit ist, gebe es keinen anderen Weg als eben den Verzicht, vorausgesetzt, man möchte die Erde lebenswert halten. Diese Haltung kommt inzwischen selbst in den Discountern an: Supermarkt-Großkonzern Aldi hat miit veganem Bacon zuletzt für Aufmerksamkeit gesorgt.* kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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