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Forscher mit krasser These: „Nur dumme Menschen trinken Coca Cola!“

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Von: Ulrike Hagen

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Coca Cola ist mehr noch als ein Getränk ein populäres Lifestyle-Produkt. Laut einem Ernährungsforscher allerdings nur für dumme Menschen – Kluge trinken keine Cola.

Boston – Sie sind süß, klebrig – und leider auch ziemlich lecker. Aber dass Softdrinks wie Cola und Co. nicht wirklich gesund sind, weiß wohl inzwischen jeder. Genau wie die schnellen „Köstlichkeiten“ von McDonald´s , Burger King oder der Hype-Burgerkette Five Guys, die in Hamburg gerade neu eröffnete, steht auch der süße Schluck für den schnellen, etwas sündigen Genuss. Dass jedoch Softdrink-Konsum ein Zeichen von Dummheit sein soll, dürfte eine neue Nachricht sein. Die Botschaft stammt vom US-amerikanischen „Nutrition-Professor“ Walter Willett, einem der angesehensten Ernährungs-Experten der Welt. Er warnt bereits seit Jahren vor dem Konsum des braunen Erfrischungsgetränkes.

Erfrischungsgetränk:Cola
Erfinder:Pharmazeut John Stith Pemberton (1886)
Brennwert pro 100 Gramm:42,0 kcal
Zucker pro 100 Gramm:10,5 g

Medizin-Professor meint, nur dumme Menschen trinken Coca Cola – er pocht auf Verzicht

Der Mediziner und Ernährungswissenschaftler leitete als „Professor of Nutrition“ an der Harvard Medical Schoolin Boston/USA die Abteilung der Ernährungswissenschaften. Seinen Rat, Softdrinks wie Cola aus der Ernährung zu streichen, bringt er mit einem drastischen Statement auf den Punkt: „Kluge Leute trinken keine Cola.“

Zuckerfalle Coca Cola: 30 Gramm Würfelzucker pro Liter

Seine Argumentation: Bei dem zuckersüßen Wachmacher-Softgetränk handele es sich nicht nur um ein schädliches Lebensmittel, sondern auch um einen „Krankmacher“ mit hohem Suchtpotential. Der Zucker, der in den flüssigen Kalorien-Bomben enthalten sei, schade eben nicht nur der Figur, sondern massiv auch der Gesundheit. Tatsächlich stecken In einem Liter Cola ganze 106 Gramm Zucker, was der Menge von 30 Würfelzuckern entspricht. Die Europäische Union gibt als tägliche Höchstmengenzufuhr 90 Gramm Zucker an, dessen Preis übrigens wie der für Getreide gerade explodiert – und für einen Kosten-Schock bei Lebensmitteln wie Nudeln sorgt, die um 25 Prozent teurer werden

Ein Glas Cola mit Eiswürfeln.
Wer klug ist, trinkt keine Cola, behauptet ein amerikanischer Professor. © Oleksii Lukin/Imago

Experte fordert: Cola und Co. besteuern und über Gefahren aufklären – „kluge Menschen trinken keine Coca Cola“

Im Gespräch mit der „Brigitte“ äußerte sich der US-Forscher zu der Idee einer Softdrink-Steuer: „Ich halte eine Besteuerung daher für einen guten Schritt, aber nur, wenn dazu aufgeklärt wird, warum die Getränke ungesund sind und wodurch man sie am besten ersetzt – nämlich durch Wasser. Wenn alle auf Fruchtsäfte umsteigen, ist das gesundheitlich nicht viel besser“, erklärt Willett dazu. Eine Empfehlung, der Tim Mälzer nach seiner Diät folgte, um sein Gewicht zu halten: Er verzichtete komplett auf Fruchtsäfte, die eben auch von Natur aus sehr viel Zucker enthalten.

Auch die WHO fordert schon länger die Zuckersteuer auf Softdrinks

Vor allem der hohe Softdrink-Konsum von Kindern und Jugendlichen von ca. einem halben Liter pro Tag bereitet nicht nur Willett, sondern auch deutschen Kindermedizinern Sorgen. Der Kinderärzte-Verband fordert darum, wie auch schon seit längerem die WHO, eine Sondersteuer auf zuckerhaltige Getränke, um Diabetes, zahlreichen mit Übergewicht zusammenhängenden Krankheiten und Zahnproblemen entgegenzuwirken. Mehrere Länder, darunter Frankreich, Norwegen und England haben bereits eine solche „Zuckersteuer“ eingeführt.

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Coca Cola light ist leider auch keine schlaue Lösung

Auch wenn die provokante Aussage des amerikanischen Food-Experten nicht jedem schmecken dürfte, sind offensichtlich viele schon selber auf die Idee gekommen, dass andere Getränke die schlauere Alternative zu Cola und Co. sind. Denn selbst wenn es immer noch Menschen gibt, die tagtäglich auf den süßen Wachmacher setzen, geht der Trend offenbar grundsätzlich weg von der Zuckerbrause: Der Umsatz von Cola, Fanta und Co. ist in den vergangenen Jahren um stolze 25 Prozent zurückgegangen. Coca-Cola musste zu Zeiten von Corona zusätzlich Umsatzeinbußen einstecken.

Nicht zuletzt sind viele inzwischen auf „Light“-Varianten umgestiegen. Doch auch zuckerfreie Produkte sind leider nicht die Lösung. In Cola Light steckt zwar kein schädlicher Industriezucker, aber ein bunter Cocktail aus chemischen Ersatzstoffen. Bleibt also echten Schlaumeiern eigentlich nur die – wenn schon geschmacksfreie – aber immerhin billigste Alternative: Wasser!

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