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Edeka-Kundin auf den ersten Blick verliebt – Suche nach Traummann geht viral

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Von: Ulrike Hagen

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Frau sieht ihren Traummann am Bäckertresen bei Edeka – und sucht ihn über Facebook, Twitter und schließlich auch über YouTube. Ihr Lego-Clip dazu wird zum Renner.

Bad Emstal – Es geschieht an einem unschuldigen Samstagmorgen um 8.30 Uhr zwischen Bäckertheke und Supermarktkasse. An diesem Morgen – Deutschland ist noch im Lockdown – trifft Nadine in ihrem Edeka-Markt in Bad Emstal Amor´s Pfeil mitten ins Herz. Als sie verträumt ihren Einkaufswagen Richtung Ausgang schiebt, fällt ihr Blick plötzlich auf einen „Magischen Mann“. Sie hört gerade noch, wie er mit „der schönsten Stimme der Welt“ ein Roggen-Brötchen, das bald schon ein Euro kosten könnte, bestellt. Dann ist es um die 45-jährige geschehen. Und sie tut buchstäblich alles, um ihren Traummann wiederzufinden.

Unternehmen:Edeka-Gruppe
Hauptsitz:Hamburg
Gründung:1898, Berlin
Umsatz:61 Milliarden Euro
Mitarbeiter:402.000

Schockverliebt bei Edeka: Suche nach „Magischen Mann“ wird zum YouTube-Hit

Dabei handelt es sich nur um wenige Momente, die die Frau aus Hessen den Unbekannten sieht: „An der Bäckertheke stand ein grauhaariger Mann in schwarzer Arbeitskleidung und schaute in meine Richtung“, so Nadine W. „Ich war plötzlich total nervös, es waren ja nur Sekunden, aber es kam mir vor wie eine Ewigkeit.“ Die Frau steigt wie paralysiert in ihren Wagen und fährt nach Hause. Doch die Welt ist seit der Liebe auf den ersten Roggenbrötchen-Kauf nicht mehr dieselbe für sie. Zunächst besucht sie jeden Samstag die Filiale des Lebensmittelhändlers, der jetzt in Hamburg sogar einen 24-Stunden-Supermarkt einführte und dessen „Student*innenfutter“ im Edeka-Regal für Aufsehen in der Gender-Debatte sorgte.

Edeka-Plakat „Herzklopfen garantiert“ und Lego-Figuren aus dem Stop-Motion-Video.
Schicksalsbegegnung bei Edeka: Nadine W. sucht ihren Traummann mit allen Mitteln – nun auch mit einem Lego-Video auf YouTube. © YouTube/Nadine W./Michael Gstettenbauer/imago

Edeka: Kundin trifft ihren Traummann beim Einkaufen – und geht aufs Ganze

Doch bei den seeehr langen samstäglichen Supermarkt-Ausflügen bleibt es nicht. Nachdem ihre Suche bei Edeka nicht fruchtet, und sie sich dort vergeblich die Beine in den Bauch steht, gibt die 45-jährige bei der HNA (Hessische Niedersächsische Allgemeine), die auch über die Love-Story berichtet*, fünf Anzeigen auf, um ihren Traummann – „grauhaarig, 1,80 bis 1,85 groß, schwarze Arbeitskleidung, weiße FFP-2-Maske“ – aufzuspüren. Doch sowohl auf die Inserate als auch auf ihre Suche über eigens angelegte Facebook- und Twitteraccounts mit dem Namen „Blickkontakt Bad Emstal“ melden sich nur die „Falschen“.

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Suche nach dem Edeka-Traummann über Facebook und Twitter und schließlich auch über YouTube

Dann hat die unglücklich Verliebte eine spektakuläre Idee: Mit Legofiguren stellt sie mühselig über Wochen die Supermarkt-Szenen nach und produziert einen einzigartigen Clip, den sie auf Youtube hochlädt. Die Emstalerin bestellt extra für den „Dreh“ die passenden Figuren und das Zubehör. Dann baut sie liebevoll verschiedenste Situationen auf, fotografiert sie und schneidet sie zu einem über 12 Minuten langen Clip, der auf YouTube inzwischen fast 14.000mal aufgerufen wurde. Dieser erste von ihr jemals gedrehte Film sorgt für eine begeisterte Resonanz in den Medien.

„Mir kommt das alles vor wie ein Film. Ich mache zum ersten mal in meinem Leben ein Video und dann steht da was von professionell.“ 

Liebeskranke Edeka-Kundin und Hobby-Filmerin

Das Feedback überwältigt die Frau aus Hessen, dem Bundesland, das jetzt mit seiner 2G-Regelung für Supermärkte vorprescht: „Mir kommt das übrigens alles selbst vor wie ein Film. Ich mache zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt ein Video. Und dann steht da irgendwo was von professionell und medientauglich. Ziemlich unrealistischer Film!“, schreibt sie auf Twitter.

Nach der Suche nach dem magischen Mann jetzt die Suche nach dem magischen Job

Doch das – und der große Spaß beim Dreh des Clips „Magischer Mann gesucht“ inspiriert Nadine, nun auch nach dem „magischen Job“ zu suchen – natürlich wieder per YouTube-Legovideo. Darin verspricht sie ihrem Arbeitgeber in Spe einen Lego-Imagefilm. Und der Traummann? – Aufgeben gibt´s für Nadine nicht. Der letzte Facebook-Post der Hessin ist frisch von Anfang dieser Woche: „Magischer Mann: wenn ich etwas nicht kann, dann ist es Schätzen! Falls Du sehr viel jünger bist: es tut mir leid! Ich kann schon Menschen ohne Maske nicht schätzen. Besonders nicht dann, wenn ich ihnen nur in die Augen sehe.“ Vermutlich ist der Mann ein bisschen jünger, als Medien berichteten, also: Wer weiß, wer der Mann ist, bitte, bitte melden! * 24hamburg.de, hna.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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