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Drei Tote in Bienenbüttel: Streit eskalierte wegen zwei Bäumen – Staatsanwaltschaft ermittelt

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Von: Anika Zuschke, Yannick Hanke, Marcel Prigge

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Ermittler der Polizei arbeiten am Tatort. Auf benachbarten Wohngrundstücken bei Bienenbüttel sind drei Tote gefunden worden.
Nachbarschaftsstreit eskaliert offenbar und fordert drei Tote. © Philipp Schulze/dpa

Schock in Bienenbüttel: Ein Streit forderte drei Tote. In den Streitigkeiten ging es um zwei Bäume auf dem Grundstück des Täters, Staatsanwaltschaft ermittelt.

Update vom Dienstag, 14.06.2022, 11:24 Uhr: Bienenbüttel – Nach dem Verbrechen mit drei Toten im niedersächsischen Bienenbüttel hat die Staatsanwaltschaft Lüneburg die Ermittlungen zur Todesursache offiziell aufgenommen. Man warte aber noch auf die Ergebnisse der Obduktion, um den Nachbarschaftsstreit zwischen dem 85 Jahre alten Grundstückseigentümer und dem Nachbarspaar beurteilen zu können. Das berichtet die dpa unter Berufung auf Polizei und Staatsanwaltschaft.

Drei Tote in Bienenbüttel: Täter soll „legal Waffen besessen“ haben – Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf

„Wir können davon ausgehen, dass er legal Waffen besessen hat, wie viele, kann ich nicht sagen“, wird Staatsanwalt Jan Christoph Hillmer zitiert. Schon am Wochenende hieß es vonseiten der Polizei, dass der Mann am Freitagnachmittag, 10. Juni 2022, mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen 62-jährigen Nachbarn und dessen 61 Jahre alte Frau erschossen habe. Dann habe er sich wohl in seinem Haus selbst getötet.

Update vom Sonntag, 12.06.2022, 10:46 Uhr: Bienenbüttel – Drei Tote sind am Freitag, 10. Juni 2022, auf benachbarten Grundstücken im niedersächsischen Bienenbüttel gefunden worden. Die polizeilichen Ermittlungen laufen an, immer neue Details zur Tat werden bekannt. Nach Informationen des NDR ging es bei dem Streit, der letztlich die drei Todesopfer forderte, um zwei Bäume, die auf dem Grundstück des 85-jährigen mutmaßlichen Täters stehen. Bei diesjährigen Stürmen seien diese beschädigt worden. Das benachbarte Ehepaar habe gewollt, dass die Bäume gefällt werden. Zuvor sei bereits ein anderer Baum auf deren Gästehaus gefallen – es wurde schwer beschädigt. Auch Gutachter und Rechtsanwälte seien schon in dem Fall involviert gewesen. Die Polizei bestätigte, dass es in der Vergangenheit wiederholt Einsätze wegen Streitigkeiten der Beteiligten gegeben hatte.

Update vom Samstag, 11.06.2022, 16:54 Uhr: Bienenbüttel – Nach dem Fund der drei Toten auf benachbarten Grundstücken im niedersächsischen Bienenbüttel werden neue Details zu den Hintergründen der Tat bekannt. Demnach sei es nicht das erste Mal, dass die Polizei in die ehemalige Ferienhaussiedlung gerufen wird. Schon in der Vergangenheit sei es zu verbalen Streitigkeiten zwischen dem Jäger und dem benachbarten Ehepaar gekommen. Die Anwohner sind geschockt. „Sie konnten sich das nicht vorstellen, die Beteiligten wohnten in der idyllischen Siedlung schon seit Jahren“, wird Polizeihauptkommissar Kai Richter laut dpa zitiert. „Wir gehen von einer absoluten Kurzschlusshandlung aus.“ Weitere Personen seien nicht involviert gewesen.

Ein Pastor betreute die Anwohner der Nachbargrundstücke seelsorgerisch. Das ländliche Gebietsei evakuiert worden und Nachbarn wurden Notunterkünfte zugewiesen, bis sie am Abend wieder in ihre Häuser zurückkonnten. Am heutigen Samstag wurden die weiträumigen Absperrungen aufgehoben.

Update, 11. Juni 2022 um 7:45 Uhr: Bienenbüttel – Drei Tote in Bienenbüttel in Niedersachsen: Schüsse fallen, Schreie sind in einer Wohnsiedlung in einem Stadtteil von Bienenbüttel zu hören. Kurz nach 12.00 Uhr am Freitag, 10. Juni 2022, erschüttern in einer kleinen Wohnsiedlung in der niedersächsischen Gemeinde Bienenbüttel Schüsse die Gemeinde. Schreie hallen von einem Grundstück. Insgesamt sterben drei Menschen, nachdem es bei einem Streit unter Nachbarn wohl zum Äußersten kommt.

Niedersachsen: Drei Tote bei Lüneburg – Nachbarschaftsstreit in Bienenbüttel offenbar „eskaliert“

„Wir gehen aktuell davon aus, dass hier Nachbarschaftsstreitigkeiten eskaliert sind“, erklärte der Sprecher der Polizeiinspektion Lüneburg, Kai Richter, am Freitagabend zu den ersten Erkenntnissen im Fall der drei Toten in Bienenbüttel bei Lüneburg in Niedersachsen. Nach Angaben der Polizei soll ein 85-jähriger Grundstückseigentümer seine Nachbarn – einen 62-Jährigen und dessen 61 Jahre alte Ehefrau – umgebracht haben, um sich in der Folge wohl selbst zu töten. Er soll mit Schusswaffen „hantiert“ haben, sagte der Sprecher.

Drei Tote bei Lüneburg in Niedersachsen: Anwohner aus dem Wohngebiet in Bienenbüttel alarmieren die Polizei

Anwohner in dem Wohngebiet in Bargdorf, einem Ortsteil von Bienenbüttel, hatten laut Polizei die Schüsse und Schreie gehört, die wohl zu den drei Toten führten und die Beamten alarmiert. Diese rückte mit einem Großaufgebot in der Gemeinde bei Lüneburg in Niedersachsen an, darunter auch Spezialkräfte der Polizei aus Hamburg mit einem gepanzerten Fahrzeug sowie ein Spezialeinsatzkommando aus Hannover. Die Einsatzkräfte sicherten die aneinander grenzenden Grundstücke und betraten die Wohngebäude.

Drei Tote auf Grundstücken - offenbar ein Nachbarschaftsstreit: Am 10.06.2022, Niedersachsen, Bargdorf: Ermittler der Polizei arbeiten am Tatort. Auf benachbarten Wohngrundstücken bei Bienenbüttel sind drei Leichen gefunden worden.
Auf zwei benachbarten Grundstücken in Bienenbüttel bei Lüneburg wurden drei Tote entdeckt. Nach Angaben der Polizei sind die Hintergründe der Tat noch unklar. Offenbar war ein Nachbarschaftsstreit der Auslöser für die Tat. © Philipp Schulze | dpa

„Wir waren polizeilich recht schnell vor Ort, auch mit entsprechend spezialisierten Kräften“, sagte Richter weiter. Allerdings sei das Gelände sehr weitläufig. Die betroffenen Grundstücke seien mindestens 1500 Quadratmeter groß, teils bewaldet und es gebe mehrere Gebäude. Die Beamten hätten sich zunächst orientieren müssen, hieß es.

Bei Lüneburg in Niedersachsen: Nachbarschaftsstreit eskaliert Polizeikräfte finden die drei Toten in Bienenbüttel auf zwei Grundstücken

Kräfte des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) Lüneburg fanden dann auf einem der Grundstücke bei Lüneburg in Niedersachsen zunächst eine leblose Person. Da auf den 85-Jährigen aus Bienenbüttel als Jagdberechtigten mehrere Schusswaffen zugelassen waren, seien die Beamten mit einem hohen Maß an Umsicht vorgegangen, sagte Richter. Im Verlauf des Einsatzes wurden dann die beiden anderen Toten gefunden.

Anwohner der wenigen umliegenden Häuser, weniger als ein Dutzend, wurden laut Polizei in Sicherheit gebracht und kamen zwischenzeitlich in einer Notunterkunft der Feuerwehr unter. Bis zum Abend konnten sie wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Einheitsgemeinde Bienenbüttel im Landkreis Uelzen zählt rund 6000 Einwohner. Der Ortsteil Bargdorf, in dem knapp 300 Menschen leben, liegt rund 15 Kilometer südlich von Lüneburg.

Drei Tote in Bienenbüttel: Hintergründe der Tat bei Lüneburg und Niedersachsen nicht klar – Ermittlungen der Polizei laufen erst an

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat um die drei Toten aus Bienenbüttel liefen erst an, sagte der Polizeisprecher über Tat bei Lüneburg in Niedersachsen. Ob es am Freitagvormittag Auseinandersetzungen oder Provokationen zwischen den Nachbarn gab, müsse erst noch ermittelt werden. „Wir haben drei tote Personen, wie das kausal zusammenhängt, das werden die Ermittlungen ergeben“, sagte Richter zum Ermittlungsstand der drei Toten in Bienenbüttel. Warum die Polizei von einem Streit ausging, blieb zunächst ebenso offen wie ein mögliches Motiv.

Noch am Abend begann die Tatortaufnahme. Die Gerichtsmedizin aus Hamburg rückte an. Techniker begannen mit der Spurensicherung. Die Experten sollen den Verlauf der Tat rekonstruieren, sagte Richter. Angaben dazu, ob Waffen gefunden wurden, machte die Polizei zunächst nicht.

Drei Tote in Niedersachsen: Nachbarschaftsstreit in Bienenbüttel bei Lüneburgeskaliert wohl

Erstmeldung, 10. Juni 2022 um 22:30 Uhr: Bienenbüttel – In Bienenbüttel bei Lüneburg in Niederesachsen wurden am Freitag, 10. Juni 2022, drei Tote gefunden. Diese sollen sich auf benachbarten Wohngrundstücken befunden haben. Ersten Erkenntnissen zufolge habe es eine blutige Auseinandersetzung zwischen den Toten gegeben, wie die Polizei laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) am Freitagabend mitteilte. Die Hintergründe sind noch völlig unklar.

Drei Tote in Bienenbüttel: Offenbar ist ein Nachbarschaftsstreit schrecklich eskaliert

Bereits in den Mittagsstunden am Freitag soll es Angaben der Polizei zufolge im Ortsteil Bargdorf zu dem schrecklichen Vorfall gekommen sein. Bei den Toten handelt es sich um einen 85-jährigen Grundstückseigentümer sowie seinen 62-jährigen Nachbarn und dessen 61-jährige Ehefrau. Dem derzeitigen Ermittlungsstand zufolge soll ein Streit zwischen den beiden Männern eskaliert sein, berichtet NDR.

Anwohner in dem Wohngebiet im Landkreis Uelzen haben wohl gegen 12:15 Uhr mehrere Schüsse und Schreie vernommen und alarmierten sofort die Polizei. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften sperrte den Bereich laut dpa weiträumig ab und fand im Außenbereich eines Grundstücks eine leblose Person.

Nachbarschaftsstreit eskaliert offenbar im niedersächsischen Bienenbüttel – Hintergründe sind unklar

Mit Spezialkräften der Polizei Hamburg und dem Spezialeinsatzkommando Hannover wurde anschließend der weitere Grundstücksbereich gesichert und das Gebäude betreten. Im Verlauf des Einsatzes wurden daraufhin auch die beiden anderen Toten aufgefunden.

Die Polizisten mussten laut dpa extrem umsichtig vorgehen, da auf den 85-Jährigen als Jagdberechtigten mehrere Schusswaffen zugelassen waren. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der tödlichen Auseinandersetzung dauern an.

Weitere Blaulicht-Nachrichten aus Niedersachsen: In Seesen entsteht plötzlich großes Erdloch

In Niedersachsen kam es in den vergangenen Tagen immer wieder zu aufsehenerregenden Vorfällen: So versuchten in Zeven, im Landkreis Rotenburg, 250 Feuerwehrleute, zwei Betriebe vor einem Großbrand zu retten. Außerdem entstand in Seesen plötzlich ein Erdloch – das 20 Meter tief und 50 Meter breit war. Gegen einen 27-Jährigen wurde ein Haftbefehl erlassen, weil er seine Eltern in der Region Hannover brutal erstochen haben soll. Auf der A7 sorgte zudem ein psychisch kranker Mann für eine Vollsperrung. (mit Material der dpa)

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