Studie zu Corona-Mutation

Delta-Variante verdoppelt Risiko für Krankenhaus-Aufenthalt

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich aus. Auch Geimpfte stecken sich an. Schottische Studie zeigt ein erhöhtes Risiko für Krankenhausaufenthalte.

Schottland – Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich weiter aus. Auch in Deutschland ist sie mittlerweile angekommen – in Hamburg hat es ebenfalls schon ein paar Fälle der indischen Mutation gegeben*.

Coronavirus-MutationenOrt der Entdeckung
Alpha-Variante (B.1.1.7):Großbritannien
Beta-Variante (B.1.351):Südafrika
Gamma-Variante (P.1):Brasilien
Delta-Variante (B.1.617.2):Indien

In England wurden aufgrund der Delta-Variante jüngst geplante Lockerungen verschoben – die Corona-Zahlen waren nach der Ausbreitung der Mutation zu stark angestiegen. Angela Merkel hatte ebenfalls vor der gefährlichen Virusvariante gewarnt und von einem „Wettlauf mit dem Impfen“ gesprochen. Aber wie gefährlich ist die Delta-Variante wirklich? Einer schottischen Studie zufolge verdoppelt sich das Risiko eines Krankenhausaufenthalts.

Gefährliche Corona-Mutation: Patienten mit Delta-Variante müssen doppelt so häufig ins Krankenhaus

Wie die Tagesschau unter Berufung auf das Fachblatt „Lancet“ berichtet, wurde die Delta-Variante in einer schottischen Studie untersucht. Ein Ergebnis der Corona-Studie ist: Das Risiko für einen coronabedingten Krankenhausaufenthalt verdoppelt sich bei Ansteckung mit der Delta-Variante.

Studie zeigt: Delta-Variante verdoppelt das Risiko auf schwere Corona-Verlauf.

Delta Variante des Coronavirus: Impfung gegen Virusmutation weniger wirksam

Außerdem soll die Impfung gegen diese Virusmutation weniger wirksam sein. Demnach schütze der Impfstoff von Biontech/Pfizer vollständig Geimpfte nur zu 79 Prozent vor der Delta-Variante. Zum Vergleich: Der Schutz vor dem sogenannten Wildtyp des Coronavirus soll bei 95 Prozent liegen.

Vollständige Corona-Impfung: Unterschiedliche Erkenntnisse über Schutz vor indischer Delta-Variante

Eine englische Studie zeigt allerdings, dass die Impfstoffe zwar nicht mehr so stark vor einer Ansteckung schützen, aber immer noch schwere Verläufe der Krankheit verhindern. Ergebnisse der Studie zeigen, dass Patienten nach der zweiten Impfung mit Biontech zu etwa 96 Prozent vor einem Krankenhausaufenthalt aufgrund der Alpha-Variante (in Großbritannien vorherrschend) geschützt sind. Bei der Delta-Variante soll der Schutz vergleichbar hoch sein.

Wie die Tagesschau berichtet, sagte die Leiterin der Abteilung Immunisierung der Gesundheitsbehörde Pupblic Health England: „Diese enorm wichtigen Ergebnisse bestätigen, dass die Impfstoffe bei der Delta-Variante einen signifikanten Schutz vor Krankenhausaufenthalten bieten“.

Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in München aus – diese Symptome der indischen Corona-Mutante gibt es

Wie hna.de berichtet, breitet sich die Delta-Variante derzeit in München aus*. Demnach seien in den vergangenen zwei Wochen 45 Fälle der Mutation nachgewiesen worden. Insgesamt machen die verschiedenen Virusvarianten mittlerweile 81,6 Prozent der Neuinfektionen aus, heißt es in dem Bericht. Deutschlandweit liegt der Anteil der Delta-Variante derzeit bei circa 2,5 Prozent aller Neuansteckungen.

Viele Symptome der Delta-Variante ähneln denen des Wildtyps des Coronavirus. Es kommt also zu Erkältungssymptomen und Fieber. Allerdings traten in einigen Fällen andere Symptome auf*. So kam es laut BBC häufig zu Kopfschmerzen. Außerdem litten Erkrankte unter Schnupfen und einer rauen Kehle. Dafür würden etwas weniger Menschen unter Geruchs- und Geschmacksverlust leiden.

Allerdings löse die Delta-Variante des Virus, indischen Berichten zufolge, auch schwerwiegende Symptome aus. Dazu gehören beispielsweise Blutgerinnsel, Durchblutungsstörung, Hörverlust und Gangrän. Menschen mit Erkältungssymptomen sollten sich daher in jedem Fall auf Corona testen lassen, um rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. * 24hamburg.de, merkur.de und hna.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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