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Corona-Verordnung in Niedersachsen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt

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Von: Johannes Nuß, Jens Kiffmeier

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Die Corona-Lage bleibt angespannt. Die Regierung in Niedersachsen verordnet nun eine Weihnachtsruhe. Zuvor werden die Regeln ebenfalls verschärft. Was gilt jetzt?

Hannover – Niedersachsen geht auf Nummer sicher: Wegen des hohen Infektionsgeschehens gelten im Norden rund um Weihnachten strenge Corona-Regeln. So plant die Landesregierung von Heiligabend bis zum 2. Januar 2022 eine Weihnachtsruhe, wonach Diskotheken schließen und Veranstaltungen nur noch mit weniger Menschen erlaubt sein werden. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitag bei der Vorstellung der neuen Corona-Verordnung für Niedersachsen an, die bereits ab dem Wochenende in Kraft tritt und die strenge Regeln für Ungeimpfte enthält. „Die vierte Welle ist nicht vorbei, wir können das noch nicht abhaken“, sagte Weil.

Bundesland:Niedersachsen
Fläche:47.709,82 km²
Einwohner:8.003.421 (Stand: 31. Dezember 2020)
Ministerpräsident:Stephan Weil (SPD)
Kultusminister:Grant Hendrik Tonne (SPD)

Die Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen sind zwar seit einigen Tagen rückläufig, was sich inzwischen auch in der Sieben-Tage-Inzidenz niederschlägt, doch dafür steigen die Krankenhauseinweisungen und die Todeszahlen im Zusammenhang mit Covid-19-Infektionen kontinuierlich. So meldeten die Behörden für Freitag, 10. Dezember 2021, in Niedersachsen 20 neue Todesfälle.

Corona-Verordnung in Niedersachsen: An den Feiertagen soll Weihnachtsruhe herrschen

Dies ist eine Steigerung um 25 Prozent im Vergleich zum Donnerstag der Vorwoche (16 Tote), weshalb auch die neue Corona-Verordnung verabschiedet worden ist. Auch auf Bundesebene gibt es wieder mehr Tote, nämlich 484. Hinzu kommt eine stetig steigende Hospitalisierung und eine steigende Auslastung der Intensivbetten im Land.

Die Diskrepanz zwischen Neuinfektionen auf der einen Seite und Todeszahlen sowie Krankenhauseinweisungen auf der anderen Seite, erklärt sich durch das verzögerte Infektionsgeschehen. Da die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beim Coronavirus betragen kann, zeichnet sich die Lage in den Kliniken erst mit Verzögerung ab. Die jetzige Entspannung wird also frühestens um Weihnachten herum in den Kliniken spürbar sein.

Grant Hendrik Tonne (l, SPD), Kultusminister Niedersachsen, und Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, kommen in die Landespressekonferenz.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD, rechts) und Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) gaben am Freitagnachmittag die verschärften Corona-Regeln in Hannover bekannt. (Archivbild) © Julian Stratenschulte/dpa

Niedersachsen verschärft die Corona-Regeln mit neuer Corona-Verordnung

Um die Pandemie über die Feiertage besser in den Griff zu bekommen, werden in Niedersachsen noch einmal die Corona-Regeln verschärft. Das gaben am Freitagnachmittag, 10. Dezember 2021, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) auf einer Pressekonferenz in Hannover im Zuge der Beschlüsse für die neue Corona-Verordnung bekannt. Diese Entscheidung führt dazu, dass Niedersachsen bundesweit einen „Sonderweg“ im Kampf gegen Corona* fährt.

So wird flächendeckend 2G im Einzelhandel ab Sonntag eingeführt. Fortan dürfen in Niedersachsen also nur noch Geimpfte oder Genesene einkaufen gehen. Ausgenommen sind davon die sogenannten „Grundversorger“. Also Apotheken, Supermärkte oder Drogerien. Hier dürfen auch weiterhin ungeimpfte Personen eintreten. Was, wann und wie mit Einführung der neuen Corona-Verordnung gilt, verrät kreiszeitung.de:

Verschärfte Corona-Maßnahmen: Das ändert sich bei der Corona-Verordnung ab Samstag, 11. Dezember 2021, in Niedersachsen

Verschärfte Corona-Maßnahmen in Niedersachsen: Erleichterungen alle mit Booster-Impfung

Weil verteidigte das strikte Vorgehen in Niedersachsen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern stehe man zwar besser da. Doch das dürfe nicht über die Gefahr hinwegtäuschen, die nach wie vor von dem Coronavirus ausgehe. Verglichen mit dem Vorjahr habe man es auch in Niedersachsen mit der höchsten Inzidenz in der Geschichte der Pandemie überhaupt zu tun, gab Weil zu bedenken. Insbesondere der Vormarsch der Omikron-Variante könne die Situation enorm verschärfen.

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„Es kann sein, dass wir uns Anfang des Jahres in einer Herausforderung wiederfinden, die wir so noch nicht hatten“, sagte Weil. Vor diesem Hintergrund sei die Anordnung der Weihnachtsruhe mehr als gerechtfertigt – auch wenn Niedersachsen dabei einen Alleingang unternehmen müsse.

Auf dieser Grundlage kann das Land dann nicht nur die Personenzahl bei Veranstaltungen auf 25 Personen beschränken, Diskotheken schließen und Tanzveranstaltungen verbieten. Zudem wird auch die Präsenzpflicht an den Schulen ausgesetzt. Eltern können drei Tage vor Ferienbeginn die Schülerinnen und Schüler aus dem Unterricht herausnehmen.

2G beim Friseur: Gericht kippt Corona-Regel für Ungeimpfte

Eine weitere geplante Verschärfung beschloss das Oberlandesgericht und kippte 2G beim Friseur und weiteren körpernahen Dienstleistungen unangemessen und unter Berücksichtigung des Corona-Infektionsgeschehens keine notwendige Schutzmaßnahme für das Land Niedersachsen sei. Somit dürfen nach dem Urteil zu 2G beim Friseur sich jetzt auch wieder Ungeimpfte die Haare schneiden lassen. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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