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Corona in Niedersachsen: Inzidenz steigt – ein Landkreis über 450

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Von: Bjarne Kommnick

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Einige Ärztinnen und Ärzte leugnen Corona. Auch wenn es sich um Ausnahmen handelt, geht die Ärztekammer dagegen nun vor. Derweil steigt die Inzidenz weiter.

Hannover – Immer mehr Verbände wollen arbeitsrechtliche Schritte gegen Corona-leugnende Ärztinnen und Ärzte einleiten. Demnach ermittle die Ärztekammer in Niedersachsen gegen rund 50 ihrer 43.000 Mitglieder wegen dem Ausstellen falscher Atteste oder Corona-Leugnungen wie das verbreiten von Falschinformationen, erklärte ein Pressesprecher des Verbandes.

LandNiedersachsen
Einwohner7,982 Millionen
Fläche47.614 km²
HauptstadtHannover

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ärztin aus Göttingen

Erst Anfang November machte eine Ärztin aus Duderstadt im Landkreis Göttingen auf sich aufmerksam. Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen die Frau, weil sie in mehreren Fällen falsche Corona-Atteste ausgestellt haben soll. Zudem habe sie mehreren Kindern eine Bescheinigung ausgestellt haben, dass diese für sämtliche Impfungen freizustellen seien, auch wenn kein zutreffendes Krankheitsbild vorlag und die Ständige Impfkommission eine Impfung explizit für die jeweilige Altersgruppe zuvor empfohlen hatte.

Ein Arzt mit verschränkten Armen neben mehreren gefälschten Impfpässen
Ärzten, die Corona leugnen oder falsche Atteste ausstellen, drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen. (kreiszeitung.de-Montage) © Sven Hoppe/dpa/imago

Die Ärztekammer ermutigt Patienten generell dazu, Ärztinnen und Ärzte zu bei dem Verband melden, die Corona leugnen. „Wenn wir Beschwerden erhalten, prüfen wir diese berufsrechtlich und holen in diesem Rahmen auch Stellungnahmen der betroffenen Ärzte ein“, sagte der Sprecher der Ärztekammer, Thomas Spieker. Die Folge könnte sein, dass eine Rüge verhängt werde oder ein berufsgerichtliches Verfahren beantragt wird. „Im Einzelfall kann es auch sinnvoll sein, Strafanzeigen zu erstatten“, erklärt Spieker.

Corona in Niedersachsen: Immer wieder gefälschte Impfpässe

Neben dem großen Impfskandal um Werder Bremen Ex-Trainer Marcus Anfang, sind gefälschte Corona-Atteste durchaus ein weitverbreitetes Phänomen. So vermuteten Beamtinnen und Beamte der Polizei gefälschte Atteste bei einer Demonstration in Hannover. Eine Schülerin in Einbeck hatte versucht, eine sieben tägige Abwesenheit in der Berufsschule durch ein gefälschtes Attest zu entschuldigen.

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Die Corona-Situation ist generell weiter angespannt. Die sieben Tage Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag von 212,2 auf 217,4 Fällen auf 100.000 Einwohner. Am stärksten betroffen ist der Landkreis Cloppenburg mit einer Inzidenz von 457,9. Dahinter folgen die kreisfreie Stadt Salzgitter mit einer Inzidenz in Höhe von 438 und der Landkreis Vechta mit 375. Für ganz Deutschland soll jetzt aber ein General den Krisenstab aufgrund der dramatischen Corona-Lage führen.

Ab Dezember herrscht regional Corona-Warnstufe 2

Der Leitindikator der Hospitalisierungsrate liegt in Niedersachsen derzeit bei 7,4 und damit um 0,2 höher als noch am Vortag. Damit wäre für diesen Wert die Warnstufe 2 in Niedersachsen erreicht. Der Indikator für Intensivbetten liegt bei 9,4 Prozent und damit knapp einen Prozent höher als einen Tag zuvor. Insgesamt ergibt sich darauf die Warnstufe 1 für Niedersachsen, aber dem 1. Dezember wird regional auch die Warnstufe 2 ins Leben gerufen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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