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Bundestagswahl-Hammer: 2,47 Euro – jetzt droht der Benzinpreis-Schock!

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Von: Ulrike Hagen

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Benzinpreis-Schock: Bis zu 2,47 Euro für einen Liter Sprit? Das droht nach der Bundestagswahl. Rohölpreise und CO2-Steuer machen das Autofahren unbezahlbar.

Berlin – Klimaschutz steht bei fast allen der Parteien zur Bundestagswahl 2021* auf der Agenda. Schon im Januar wurde ein neuer CO2-Preis eingeführt, der den Benzinpreis je Tonne um 25 Euro steigen lässt. Zukünftig sollen nun jährlich fünf Euro obendrauf kommen, bis zum Jahr 2025 sind dann 55 Euro je Tonne Aufschlag erreicht. Doch je nachdem, wer nach der Bundestagswahl die Regierung stellt, könnte eine noch drastischere Benzinpreis-Erhöhung folgen.

Parlamentswahl:Bundestagswahl 2021
Datum:Sonntag, 26. September 2021
Wahlkreise:299
Anzahl der wählbaren Parteien:47

2,47 Euro pro Liter: Tanken teuer wie nie – Benzinpreis-Explosion nach der Bundestagswahl?

Tanken war nach Zahlen des ADAC im August so teuer wie nie zuvor in diesem Jahr. Fakt ist: Die Benzinpreise sind jetzt schon so hoch wie nie und werden in den nächsten Monaten noch weiter ansteigen. Denn das Ende der Fahnenstange ist lang noch nicht erreicht. Wie eine Analyse von FOCUS Online ergab, könnte der Liter Super E10 danach sogar ganze 2,47 Euro kosten – abhängig davon, welche Parteien in welcher Koalitions-Konstellation regieren und wie das entsprechende Wahlprogramm umgesetzt wird. Besonders hart würde der Benzinpreis-Schock nach der Bundestagswahl Pendler und Familien treffen*, die auf dem Land leben und viele Kilometer machen.

An der Tankstelle. Der Sprit wird mit der Zapfpistole in den Autotank gefüllt (Symbolfoto).
Kommt nach der Bundestagswahl der Spritpreis-Schock an der Zapfsäule? (Symbolfoto) © Rolf Poss/Imago

Um bis zu 70 Cent mehr pro Liter Sprit nach des Bundestagswahl

Auch nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnten laut Handelsblatt die Benzinpreise in Deutschland zukünftig um bis zu 70 Cent steigen.  Rein rechnerisch heißt das, dass Familien in der Stadt ca. 700 Euro und mit zwei Autos auf dem Land, mit der Benzinpreis-Explosion ganze 1.800 Euro jährliche höhere Belastungen* träfen, mahnt das DIW. Zahlen, die SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, der sich bei der Spritpreisfrage mit dem Geständnis blamierte, er tanke nie selber, kaltlassen dürften.

Benzinpreis-Explosion für Klimaschutz-Ziele unumgänglich

Hintergrund: Will die kommende Bundesregierung tatsächlich die selbst gesteckten Klimaziele erreichen, ist diese Besteuerung unumgänglich. Der im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte „Projektionsbericht“ unabhängiger Gutachter zeigt, dass Klimaschutzziele im Verkehrsbereich nur so erreicht werden könnten.

Im Bericht, den alle EU-Länder nach Brüssel schicken müssen, um Klimaschutz-Daten zu dokumentieren, wurden die Emissionen bis ins Jahr 2024 berechnet. Danach werden schon 2021 die vereinbarten Klimaschutz-Ziele um 7 Millionen Tonnen verfehlt. Und bis 2022, so das Gutachten, entstünden 20 Millionen Tonnen CO2 allein durch den Autoverkehr. Das bedeutet noch härtete Klimaschutzgesetzesmaßnahmen. Und die würden für Autofahrer eben richtig teuer werden.

Teuer wird Tanken ganz sicher: Fast alle Parteien zur Bundestagswahl setzen auf Benzinpreis-Erhöhungen

Zuletzt wurde Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock* für ihren Anstoß der Debatte um ein Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen* sowie ihre Forderungen nach einem höheren Benzinpreis für das Klima* kritisiert. Baerbocks Konkurrenten im Rennen um das Kanzleramt lehnen sich zwar nicht so weit aus dem Fenster, was Statements zu den zukünftigen Preiserhöhungen angeht. Armin Laschet* (CDU), beispielsweise fordert „klimagerechtes Verhalten“. Und Olaf Scholz* (SPD) regt einen Umstieg auf die E-Mobilität an. Dabei laufen die Inhalte der Wahlprogramme aller anderen Parteien – außer denen von AfD und Linken am Ende ebenfalls auf Preiserhöhungen zum Erreichen der Klimaschutz-Ziele hinaus.

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