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Bis zur Beerdigung: Totes Kind im Kühlfach der MHH gelagert

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Von: Christian Einfeldt

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Logo der Medizinischen Hochschule Hannovers (MHH).
Kein Geld für die Beerdigung: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) verwahrt den Leichnam eines toten Kindes in einem Kühlfach. © Die Videomanufaktur/Imago

Solange bis Fragen zur Finanzierung der Beerdigung geklärt sind: Seit Wochen wird ein totes Baby in einem Kühlfach der Medizinischen Hochschule Hannovers gelagert.

Hannover – Vier Wochen nach der Geburt verstarb das Kind einer 27-jährigen Mutter. Die Kosten für eine Bestattung kann sie nicht aufbringen. Der Grund, warum das tote Kind seit jeher in einem Kühlfach der Medizinischen Hochschule (MHH) untergebracht ist. Was nun das Sozialamt verspricht.

Stadt in Niedersachsen:Hannover
Fläche:204 km²
Bevölkerung:532.163
Bürgermeister:Belit Onay

Mutter hat kein Geld für die Beerdigung ihres verstorbenen Kindes – Leichnam im Kühlfach verwahrt

Nach Berichten des Norddeutschen Rundfunks (NDR) führten auftretende Komplikationen zum frühen Kindstod. Vor nun mehr sieben Wochen wurde das tote Baby in die Obhut der Medizinischen Hochschule in Hannover gegeben. Eine Obduktion wurde anberaumt – ehe das tote Kind in ein Kühlfach verwahrt wurde. Die Mutter hält an Plänen einer Bestattung fest, doch die Realisierung scheiterte bislang an fehlenden finanziellen Mitteln.

„Tragik des Falles sehr bewusst“: Sozialamt könnte Kosten für Beerdigung übernehmen

In diesem tragischen Familienunglück hofft die junge Mutter auf Unterstützung. Wie der NDR unter Berufung auf Medienberichten der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung berichtet, steht das Sozialamt mittlerweile im Austausch mit der 27-Jährigen. Fragen der Finanzierung sind nach wie vor unbeantwortet – könnten jedoch schon bald geklärt werden. Zufolge einer Sprecherin der Stadt Hannover– zuletzt in den Nachrichten infolge eines Unfalls, bei dem eine Frau tot zwischen zwei Autos aufgefunden wurde – sei man sich „der Tragik des Falles sehr bewusst“.

Darüber hinaus zeigte das vergangene Jahr in 255 Fällen, dass das Sozialamt bei fehlenden Geldern für eine Beisetzung bereit ist, finanzielle Leistungen zu übernehmen. Ob auch der 27-jährige Mutter geholfen werden kann, bleibt aktuell noch offen. Das Sozialamt prüft den Fall und will der Mutter beratend zur Seite stehen.

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