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Bei Lidl: 3-Jährige darf nicht aufs Klo – und soll sich in die Hose machen!

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Von: Ulrike Hagen

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Eine Mutter, deren Tochter im Supermarkt auf Toilette muss, holt sich bei Lidl-Mitarbeiter einen unglaublichen Rat ab: Ihr Kind soll sich in die Hose machen.

Bad Wimpfen – Viele Eltern kennen die Situation: Man ist mit seinem Kind unterwegs zum Einkaufen im Supermarkt, wo bereits seit Juli neue Corona-Regeln gelten – und natürlich muss der Nachwuchs genau dann und dort ganz dringend zur Toilette. Eigentlich kein Problem, denn Kunden-WCs gibt es doch überall, oder? Eine ganz andere Erfahrung musste eine Mutter machen, deren 3-jährige Tochter bei Lidl plötzlich ein ganz dringendes Bedürfnis verspürte ...

Discounter:Lidl
Hauptsitz:Bad Wimpfen
Beschäftigte:315.000
Gründung:1973
Umsatz:125,3 Milliarden Euro (2020)

Das ist genau passiert: „Meine drei Jahre alte Tochter musste heute während des Einkaufs auf die Toilette“, schreibt die Frau auf der Facebook-Seite von Lidl Deutschland, „Wir waren vorher nochmal auf dem Klo. Meine Tochter ist seit vier Wochen sauber und möchte keine Pampers mehr.“

„Ihr Kind kann in die Hose machen, wir wischen es dann auf!“

In der Notdurft-Not wandte sich die betreffende Mutter an einen Lidl-Mitarbeiter in der Filiale – und bekommt eine Antwort, mit der sicherlich niemand rechnen würde: „Man sagte uns, sie dürfe aufgrund von Corona nicht zur Toilette, könnte aber in die Hose machen, sie würden es dann aufwischen“, berichtet die hna*.

Kleinkind mit rosa Pulli und Jeanslatzhose sitzt in einem Einkaufswagen.
Mama-Albtraum bei Lidl: Eine 3-Jährige durfte nicht zur Toilette, sondern sollte lieber in die Hose machen. © Panthermedia/Imago

Toiletten angeblich wegen Corona geschlossen

Der Mitarbeiter erklärte ihr, dass die Toiletten wegen Corona geschlossen seien – und legte dem kleinen Mädchen nahe, sich einzunässen. Tatsächlich sind seit Beginn der Pandemie in vielen Supermärkten die Kundentoiletten gesperrt. Und offenbar macht man auch für Kinder, die auch von der vierten Corona-Welle betroffen sind, keine Ausnahme. Doch der Betroffenen sagte man später an der Kunden-Hotline, die Toiletten seien gar nicht mehr geschlossen, als sie sich bei der Kette beschwerte. Die Mutter tobt: „Ich hätte am liebsten meiner Tochter die Hose in der Obst- und Gemüseabteilung runter gerissen. Aber wie erklärt man es dann dem Kind? Im Gang machen ist okay, auf der Toilette nicht?“, macht sie ihrer Empörung auf Facebook Luft. 

Community empört, Lidl entschuldigt sich für das Toiletten-Debakel

Facebook-Nutzer sind schockiert von dem Bericht. „Da ist die Kleine bemüht, nicht mehr in die Hose zu machen und dann kommt ein fremder Erwachsener von Lidl, der dies von ihr verlangt. Welch eine peinliche Situation für die Mutter und ihr Kind.“ „Traurig und eine Notsituation für die kleine Maus“, meint eine andere Nutzerin.

Lidl Deutschland, wo wie auch bei Rewe und Aldi zukünftig Impfungen möglich sein sollen, reagierte inzwischen auf die Vorwürfe unter dem Facebook-Posting: „Vielen Dank für deinen Kommentar. Unser wichtigstes Ziel ist es, Mitarbeiter und Kunden vor der Ausbreitung des Coronavirus zu schützen. Aus diesem Grund bitten wir um dein Verständnis, dass die Toiletten in den Filialen weiterhin gesperrt bleiben.“

Scheint so, als sei die Anordnung zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen von oben so vehement, dass auch in Einzelfällen kein Auge zugedrückt wird. Denn, mal ehrlich: Wer würde lieber Pipi vom Supermarktboden aufwischen, als jemanden schnell auf die Toilette zu lassen? *24hamburg.de und hna* sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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