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„Bald mehr als ein Euro!“: So teuer könnten unsere Brötchen werden

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Von: Ulrike Hagen

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Corona-Folgen, explodierende Rohstoff- und Energie-Preise. Nun kommt die Inflation auch beim Bäcker an. Brötchen und Co. könnten bald unbezahlbar werden.

Berlin – Die Inflation rollt. Das Statistische Bundesamt hat es bereits bestätigt: Die Preise in Deutschland sind so hoch wie nie. Im September 2021 lag die Teuerungsrate nach Angaben des Bundesamts bei 4,1 Prozent. Damit knackte der Wert zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder die Vier-Prozent-Marke. Nachdem bereits Energie- und Lebensmittel-Preise anzogen, werden nun die Bäcker nachlegen – und für den Schrippen-Schock am Morgen sorgen.

Behörde:Statistisches Bundesamt
Hauptsitz:Wiesbaden
Gründung:21. Januar 1948
Mitarbeiter:2.410
Haushaltsvolumen:268,55 Mio. Euro

Preisschock bei Gas, Öl und Nudeln – und jetzt auch beim Bäcker

Nachdem schon Lebens- und Genussmittel wie Kaffee, Gemüse und Nudeln deutlich teurer wurden, die Preise für Heizen, Tanken und Strom diesen Winter richtig kostspielig werden lassen, und auch bereits zahlreiche Unternehmen wie in Hamburg der HVV mit explodierenden Preisen die Verbraucher verstören, dürften nun auch die Bäcker nachziehen. Es droht uns der Horror beim Blick auf die zukünftigen Brötchen-Preise.

Weiße Brötchen in der Auslage
Teurer Frühstücksspaß: Droht beim Bäcker bald der Schrippen-Schock? (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Legen Bäcker steigende Preise um, kosten Brötchen „bald weit über einen Euro“

Extrem gestiegene Getreidepreise, schlechte Ernten und explodierende Energiekosten. Es hat sich lange angedeutet – jetzt sprechen es die Bäckereibetriebe auch aus. Laut „Focus“ positioniert sich die Bäckerinnung nun in der „Bäckerzeitung“ über eine Nachricht mit Schock-Qualitäten: Würden Betriebe ihre laufenden Kosten angemessen auf ihre Preise umlegten, so heißt es, müssten Brötchen „bald weit über einen Euro kosten“.

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Inflation: Preis-Schock droht auch bei Brot und Kuchen

Das betrifft natürlich auch andere Backwaren wie Brot oder Konditoreileckereien, deren Ladenpreise in Zukunft deutlich anziehen werden. Denn immerhin beträgt die Preissteigerung laut Statistischem Bundesamt allein für Weizen rund 35 Prozent. Und Zucker, für die Herstellung von Backwaren ebenso unentbehrlich, ist 40 Prozent teurer geworden. Der „B.Z.“ berichtet Johannes Kamm, der Chef der Berliner Bäckerinnung, dass auch Zutaten wie Rosinen, Mandeln und Kürbiskerne, die teils von weit her exportiert werden, rasant teuer geworden seien: „Die Transportkosten haben sich teilweise verzehnfacht“, erklärt der Bäckermeister.

Corona und Inflation: Vielen Bäckereien droht das Aus

Fazit: Unser alltägliches Leben wird noch kostspieliger. Und auch wenn die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bereits angesichts deutlich gestiegener Preise und dem drohenden Inflations-Wahnsinn mehr Lohn für die Deutschen fordert – dem selbstständigen Bäcker wird es wenig helfen. Er wird die Kostensteigerungen aufschlagen müssen. Denn obendrauf hängen zahlreichen Handwerksbetrieben noch die finanziellen Einbußen der Corona-Pandemie nach, was zusammen mit den Rohstoff- und Energiekosten-Explosionen viele Firmen in die Pleite treiben könnte – und dann die Preis-Diskussion mit dem Bäcker ums Eck ohnedies hinfällig macht.
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