Komiker will nicht gendern

„Furchtbar“: Ingo Appelt hetzt gegen Gender-Sprache

  • Christian Einfeldt
    VonChristian Einfeldt
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Komiker Ingo Appelt hat eine klare Meinung zur Gender-Sprache: In einem Interview rechnet der 54-Jährige damit ab und findet deutliche Worte für seinen Unmut.

Berlin – Politiker und Prominente sind gleichermaßen gespalten – ist die Gender-Sprache Fluch oder Segen? Komiker Ingo Appelt hat jedenfalls eine klare Meinung: „Hör mir auf damit, das ist doch furchtbar“, holt der 54-Jährige im Interview mit der „BZ Berlin“ zum Rundumschlag aus. Dass ihm das Gender-Thema zur Weißglut bringt, kann der Comedian nicht verbergen: „Das ist eine akademische abgehobene Kacke!“, platzt es jetzt aus Ingo Appelt heraus.

Deutscher Komiker:Ingo Appelt
Geboren:20. April 1967 (Alter 54 Jahre), Essen
Ehepartnerin:Sonia Guha-Thakurta (verh. 2016)
Eltern:Günter Fürhoff

Komiker Ingo Appelt über Gender-Debatte: „Hör mir auf damit, das ist doch furchtbar“

Die Einflussnahme der gendergerechten Sprache auf die Gesellschaft ist längst nicht mehr zu verheimlichen. In Hamburgs Behörden wird bereits gegendert* und auch Annalena Baerbock teilte bereits mit, dass sie als Kanzlerin Gesetzestexte gendergerecht machen möchte. Die Bundeswehr versteht sich ebenso ganz im Zeichen der diskriminierungsfreien Debatte: Bereits jetzt sucht die Bundeswehr für die Einmannpackung einen gendergerechten Namen und sogar der „Panzerkommandant“ wird abgeschafft.

Nachdem bereits Scooter-Frontmann H.P. Baxxter klar geäußert hatte, er finde „gendern zum Kotzen“, dauerte es nicht lange bis auch Elke Heidenreich über die Gender-Sprache ätzte: Sie sei verlogen und verhunze die Sprache. Nun also holt auch Komiker Ingo Appelt zum Rundumschlag aus. Dass die Gender-Debatte eine diskriminierungsfreie Adressierung aller Geschlechter anstrebt, sei dem 54-Jährigen bewusst. Dennoch zeigt er sich im Hinblick auf die resultierenden sprachlichen Wendungen rund um das Gender-Sternchen entrüstet. „Hör mir auf damit, das ist doch furchtbar“, leitet Apppelt seine Kritik ein.

„Das ist doch furchtbar“: Ingo Appelt hat eine klare Meinung zur gendergerechten Sprache.

„Die Leute sind so getriggert, so aufgeheizt“: Ingo Appelt hetzt gegen Gender-Sprache

Dass Umfragen zufolge viele Deutsche das Gendern ablehnen, spricht Ingo Appelt voll und ganz aus der Seele. Begründet sieht er den Hass auf die Gender-Sprache insbesondere in der geschriebenen Sprache. „Die Leute sind so getriggert, so aufgeheizt“ – etwa immer dann, wenn ihnen auf Facebook oder Twitter die gendergerechte Sprache begegnet.

Auch die Comedy-Texte des 54-Jährigen, der auch schon häufig ins Kreuzfeuer der Kritik geriet, würden seiner Meinung nach in geschriebener Form eine andere Wirkung besitzen. Unzählige Shitstorms wären vorprogrammiert gewesen und den einen oder anderen Witz hätte er bereits im Vorfeld seiner Aufführung streichen müssen.

Freimachen von dem Unmut gegenüber der Gender-Sprache kann sich nun also auch der Komiker nicht. Im Interview mit der „BZ“ entlädt sich seine ganze Wut: „Das ist alles so eine akademische abgehobene Kacke!“, lässt der 54-Jährige, der sich im Gespräch außerdem über Nenas Konzert-Abbruch in Berlin äußert*, die Leser wissen. *24hamburg.de, kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa und Sebastian Gollnow/dpa

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