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Affenpocken: Impfung mit Imvanex startet in Niedersachsen

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Von: Mark Stoffers

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Die Infektionen mit Affenpocken spielen in Deutschland weiterhin eine Rolle. Nun beginnt mit der Impfung mit dem Impfstoff Imvanex in Niedersachsen.

Hannover – In Deutschland sind mittlerweile mehr als 1000 Fälle der Affenpocken bestätigt worden. Nun beginnt Niedersachsen mit den Impfungen gegen Affenpocken. Wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte, wird in HIV-Schwerpunktpraxen geimpft. Dies hätten Bund und Länder vereinbart. Die Ärztinnen und Ärzte in diesen Praxen sind auf die Behandlung von HIV-infizierten beziehungsweise an Aids erkrankten Patienten spezialisiert.

Affenpocken: Impfungen gegen Viruserkrankung startet in Niedersachsen – 18 bestätigte Fälle

Bis Freitag waren dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) 18 PCR-bestätigte Fälle von Affenpocken-Infektionen, deren Symptome nicht nur einer Grippe ähneln, sondern auch Pusteln zur Folge haben, übermittelt worden. Alle betroffenen Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren seien männlich, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Altersdurchschnitt liege bei 39 Jahren.

Affenpocken in Niedersachsen: Impfstoff Imvanex von Stiko empfohlen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Pockenimpstoff Imvanex für besonders gefährdete Personen. Dazu zählen zum Beispiel Erwachsene, die Kontakt zu Infizierten hatten, sowie Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben. Die Experten im Landesgesundheitsamt gehen davon aus, dass weitere Meldefälle hinzukommen, die Zahl aber „im überschaubaren Rahmen“ bleibe. Eine Woche zuvor waren es acht bestätigte Fälle für Niedersachsen gewesen.

as Wort «Impfung» ist in einem Tropfen an der Nadel einer Spritze zu sehen. Erwachsene, die engeren Kontakt mit einem Affenpocken-Infizierten hatten oder ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, sollen nach dem Willen der Ständigen Impfkommission (Stiko) künftig eine Impfung gegen Affenpocken erhalten.
Niedersachsen verimpft die erste Charge des Impfstoffes Imvanex. Eine weitere Lieferung des Affenpocken-Impfstoffes soll noch im Juli 2022 geliefert werden. (Illsutration) ©  Friso Gentsch | dpa

Registriert wurden bis Donnerstag fünf Affenpocken-Patienten in der Region Hannover sowie zwei Betroffene in der Stadt Braunschweig. Jeweils einen Infizierten gab es in der Stadt Osnabrück sowie in den Landkreisen Diepholz, Göttingen, Hameln, Hildesheim, Northeim, Osnabrück und Schaumburg.

Affenpocken in Deutschland: 49 Fälle in Hamburg – 1054 bestätigte Fälle bundesweit

Hamburg hatte am Mittwoch 49 Fälle. Bundesweit waren bis Freitag 1054 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt worden, davon lediglich einer aus Bremen.

Affenpocken: Wie wird die Erkrankung übertragen? Niedersachsen erhält weitere Dosen vom Impfstoff Imvanex

Affenpocken sind nach RKI-Angaben eine seltene, vermutlich vor allem von Nagetieren auf den Menschen übertragene Viruserkrankung. Im Gegensatz zu den seit 1980 ausgerotteten Menschenpocken (Variola) verlaufen sie in der Regel deutlich milder. Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von mehreren Wochen, allerdings können bei einigen Betroffenen auch schwere Verläufe auftreten. Auch deshalb hat Bundesminister Karl Lauterbach eine Isolation von 21 Tagen bei einer Infektion mit Affenpocken angeordnet.

Niedersachsen hatte am 22. Juni eine erste Charge Pocken-Impfstoff mit 1200 Einzeldosen des Affenpocken-Impfstoffes Imvanex erhalten. Die nächsten Lieferungen werden laut Ministerium in diesem Monat erwartet. (mit Material der dpa)

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