Dieser Weg ist steinig und schwer

Rostock verbietet Xavier Naidoo Konzert – Wegen Verschwörungstheorien

  • Christian Einfeldt
    VonChristian Einfeldt
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Ursprünglich sollte Xavier Naidoo am 22. August ein Konzert in Rostock spielen. Die Rostocker Bürgerschaft sagte Aufgrund von Verschwörungstheorien den Auftritt ab.

Rostock – Ein für den 22. August 2021 geplantes Konzert ruft in Rostock jetzt eine ganze Bürgerschaft auf den Plan. Der Grund: Seine Tournee sollte den umstrittenen Sänger Xavier Naidoo in die Hansestadt an der Ostsee führen. Doch die Bürgerschaft stimmt einem entsprechenden Antrag zu, der von der SPD, Grünen und der Linken injiziert wurde: Das Konzert wird abgesagt. Seine Verschwörungstheorien sowie Nähe zu Reichsbürgern und der QAnon-Bewegung wurden dem Sänger zum Verhängnis.

Sänger:Xavier Naidoo
Geboren:2. Oktober 1971 (Alter 49 Jahre), Mannheim
Eltern:Eugene Naidoo, Rausammy Naidoo

Rostocker Bürgerschaft sagt Xavier Naidoo-Konzert ab

Bereits 2020 beschäftigte sich die Rostocker Bürgerschaft mit einer Absage des am 22. August geplanten Konzertes von Xavier Naidoo. Während sie damals noch keine Mehrheit finden konnten, ist es nun Gewissheit: Die Rostocker Stadthalle wird am 22. August Sänger Xavier Naidoo nicht in Empfang nehmen.

Rostock: Das Konzert von Xavier Naidoo am 22. August wurde abgesagt.

Grund für die Konzertabsage: Verschwörungstheorien und Nähe zur QAnon-Bewegung

Gründe für diese Entscheidung gibt es viele: Seine Nähe zu Reichsbürgern, rassistische Äußerungen in der Vergangenheit oder öffentlich geäußerte Verschwörungstheorien, die sich auch in der Verbundenheit zur QAnon-Bewegung zeigen.

Dass seine gefährlichen Ansichten sich in der Corona-Pandemie radikal zuspitzten, zeigte er erst kürzlich in seinem Musikvideo: Xavier Naidoo ruft hier zum bewaffneten Kampf auf*. Eine Szene befasst sich sogar mit einem fiktiven Terroranschlag auf ein Bremer Impfzentrum.

Kein Xavier Naidoo-Konzert in Rostock: Stadtverwaltung fürchtet Imageverlust

Aller Anschuldigungen zum Trotz hegt die Rostocker Stadtverwaltung Zweifel an der Entscheidung der Bürgerschaft. So dürfe aufgrund religiöser oder politischer Ansichten kein Künstler ausgeschlossen werden. Die Stadtverwaltung fürchtet nun, dass Rostock ein Imageverlust droht. So bestünde die Gefahr, dass Künstler, die sich kritisch äußern, in Rostock nicht willkommen seien.

Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen hat nun 14 Tage lang Zeit, der Entscheidung der Bürgerschaft zu widersprechen. Das scheint allerdings nicht wahrscheinlich. Schließlich bezieht sich das Verbot ausdrücklich nur auf die Stadthalle als kommunale Einrichtung. Ein generelles Auftrittsverbot besteht nicht. * 24hamburg.de, mannheim24.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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