Reisen trotz Verbot

Usedoms Ostsee-Urlauber: Illegale Touristen nach Hause geschickt

  • Sebastian Peters
    vonSebastian Peters
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Bedingt durch das Coronavirus gilt in Mecklenburg-Vorpommern ein Urlaubsverbot. Trotzdem schaffen es einige Touristen auf die Ostsee-Insel Usedom. Mit Nachspiel.

Usedom – Urlaub trotz Urlaubsverbot: Auf der Ostseeinsel Usedom mussten illegal eingereiste Touristen am Osterwochenende ihre Koffer packen. Die Behörden stellten über die Feiertage etwa zehn Verstöße gegen das coronabedingte Urlaubsverbot in Mecklenburg-Vorpommern fest. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf die Ostsee-Zeitung.  

Ostseeinsel in Deutschland:Usedom, Mecklenburg-Vorpommern
Fläche: 445 km²
Bevölkerung: 76.500 (2012)

Urlaub: Behörden auf Usedom bekommen täglich Hinweise auf Verstöße

In zwei Fällen entdeckten Beamte auf Usedom Touristen, die in Wohnmobilien am Straßenrand campten. Weitere illegal eingereiste Urlauber hielten sich in privat angemieteten Ferienwohnungen auf. Der zuständige Leiter im Amt Usedom Nord, Bernd Meyer, sagte der Ostsee-Zeitung: „Entweder wir bekamen Hinweise oder wurden selbst aktiv.“ 

Reiseziel: Ostsee – die Polizei kontrollierte am Osterwochenende Ferienwohnungen an der Ostsee. Illegal eingereiste Touristen wurden heim geschickt. (24hamburg.de-Montage)

Die Behörden auf Usedom hatten vor den Osterfeiertagen mit Touristen an der Ostsee gerechnet. Beinahe täglich gingen Hinweise auf mögliche Verstöße gegen das Urlaubsverbot ein, erklärte Bernd Meyer. Die Hinweise kämen von Anwohnern und Augenzeugen, die sich per Mail oder telefonisch bei den Behörden melden.  Der Hamburger Senat hatte vor Ostern von touristischen Reisen abgeraten.

Polizei erwischt 890 Urlauber auf Zufahrtsstraßen zur Ostsee  

Mecklenburg-Vorpommern hatte touristische Reisen bereits vor dem Osterwochenende wegen der Corona-Pandemie verboten. Lediglich Tagesgäste aus dem eigenen Bundesland und Besuche bei der Kernfamilie waren erlaubt. Andere Länder waren mit ihrem Vorschlag, Urlaub im eigenen Land über die Feiertage zu ermöglichen, bei der letzten Ministerpräsidentenkonferenz gescheitert.

Niedersachsen erlaubte zumindest Tagesausflüge* an die Nordseeküste. Viel mehr als Spazierengehen war dort allerdings nicht möglich, denn auch in Niedersachsen sind touristische Einrichtungen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Es gilt ein Übernachtungsverbot. Zudem müssen sich Urlauber an Maskenpflicht und Ausgangsbeschränkungen in den jeweiligen Orten halten. Auch Bremen hat die Corona-Notbremse gezogen*.

Die Deutschen lassen sich nach dem Ausfall des Osterurlaubs ihre Reiselust jedoch nicht verderben. Einige planen bereits jetzt einen Urlaub über Pfingsten*. Ob das Reisen an die Nord- und Ostsee-Küsten dann wieder möglich ist, steht noch in den Sternen. Bis dahin ruft Hamburgs Senatssprecher Marcel Schweitzer alle Bundesländer dazu auf, sich an die Bund-Länder-Beschlüsse zu halten.* 24hamburg.de, nordbuzz.de und kreiszeitung.de ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Stefan Sauer/DPA

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