Mann widersetzt sich Ausweisung aus Mecklenburg-Vorpommern

Coronavirus-Boykott: Statt heim zu fahren, betrinkt er sich fahruntauglich

Schleswig-Holstein, St. Peter Ording: Ein Polizist winkt Autofahrer zu einer Kontrollstelle in Richtung Nordseeküste. Während normalerweise zu dieser Zeit Feriengäste den Strand ansteuern, ist wegen der Einschränkungen durch den Corona-Virus nur Einheimischen und Berufstätigen die Weiterfahrt erlaubt.
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Coronavirus-Polizeikontrolle
  • Nicolai Hackbart
    vonNicolai Hackbart
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Obwohl die Polizei ihn aufgefordert hatte nach Hause zurückzufahren, hat sich ein Hamburger Kleingärtner in Mecklenburg-Vorpommern geweigert und fahruntauglich betrunken.

  • Trotz Coronavirus-Pandemie fährt ein Hamburger Bürger zu seinem Kleingarten in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Eine Polizeistreife findet den Mann und fordert ihn auf, zurück nach Hamburg zu fahren.
  • Statt der Polizei zu gehorchen, widersetzt er sich mit dieser außergewöhnlichen Aktion.

Wismar – Eine Polizeistreife aus Wismar hat am Samstag in der Nähe eines Kleingartenvereins ein Auto mit Hamburger Kennzeichen entdeckt. Aufgrund der strengen Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern, ist es Hamburgern derzeit nicht gestattet, sich in diesem Bundesland ohne triftigen Grund aufzuhalten. Die Polizei fand den Fahrzeughalter (37) in seinem Kleingarten zusammen mit einem weiteren Mann (54) aus Schleswig-Holstein und forderte beide auf, den Garten zu verlassen und wieder nach Hamburg bzw. Schleswig-Holstein zurück zu fahren.

Trotz Coronavirus-Beschränkung: Hamburger Kleingärtner widerrechtlich in Mecklenburg-Vorpommern

Als die Polizei den Fahrzeughalter vorfand, war er bereits leicht alkoholisiert. Der Fahrer gab an, er könne aktuell nicht nach Hause fahren, weil er zu viel Alkohol getrunken habe, was die Polizei auch durch einen Alkoholtest bestätigte. Der 54-jährige Begleiter hatte keinen Führerschein.

Der Polizei blieb nichts anderes übrig, als dem alkoholisierten Fahrer eine Frist zu setzen, bis dieser wieder nüchtern ist, um aufgrund der Coronavirus-Beschränkungen nach Hamburg zurückfahren zu können.

Coronavirus-Beschränkung: Hamburger Fahrzeughalter will nicht zurück nach Hamburg und betrinkt sich

Anscheinend dachte der betrunkene Fahrzeughalter jedoch nicht daran, nüchtern zu werden und den Kleingarten in Richtung Hamburg zu verlassen. Stattdessen hat ihn die Polizei nach Ablauf der Frist noch alkoholisierter aufgefunden als zuvor - mit 1,16 Promille und einer angebrochenen Schnapsflasche auf dem Tisch.

Die Polizei sah sich gezwungen, dem Mann beim Ausnüchtern auf die Sprünge zu helfen und ihn in eine Ausnüchterungszelle zu stecken, in der er bis zum nächsten Morgen seine Zeit verbracht hat. „Beide Männer verhielten sich unkooperativ“, wie aus der Polizeimeldung hervor geht.

Am nächsten Tag ging es dann in Polizeieskorte bis an die Grenze zu Schleswig-Holstein, um auch sicherzugehen, dass die beiden aus Mecklenburg-Vorpommern ausreisen. Außerdem haben beide Männer eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit aufgrund der Coronavirus-Beschränkungen erhalten.

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