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Mitten auf der Autobahn: Spektakulärer Überfall auf Geldtransporter im Norden

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Von: Sebastian Peters

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Überfall auf einen Geldtransporter auf der A20 bei Gützkow
Mitten auf der Autobahn A20 wurde der Geldtransporter nahe Gützkow überfallen. © dpa

Überfall auf einen Geldtransporter auf der A20 bei Gützkow: Unbekannte Täter stoppten den Transporter und zündeten das Fahrzeug an. Sie sollen einen Millionenbetrag erbeutet haben.

Gützkow – Am Donnerstagmorgen, 2. März 2023, kam es auf der A20 bei der Anschlussstelle Gützkow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) zu einem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter. Die organisiert vorgehenden Täter sollen dabei nach ersten Erkenntnissen Geldkassetten mit Summen in Millionenhöhe erbeutet haben.

Auf der A20 bei Gützkow: Überfall auf einen Geldtransporter mitten auf der Autobahn – Täter flüchtig

Wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilt, ereignete sich der brutale Überfall gegen 06:22 Uhr mitten auf der Autobahn 20. Demnach haben zwei Fahrzeuge den Geldtransporter eingekeilt. 

Links ein Geldtransporter mit Einschusslöchern in der Windschutzscheibe und rechts ein ausgebrannter Renault Megane. (IDZRW-Montage)
Die unbekannten Täter bei einem ähnlichen Überfall in Köln schossen auf den Geldtransporter (links) und zündeten einen ihrer Wagen (rechts) an. (Archivbild) © Sebastian Peters

Dieser Ablauf erinnert an einen Überfall auf einen Geldtransporter in Köln: Damals haben ebenfalls zwei Fahrzeugen einen Geldtransporter eingekeilt und überfallen.

Überfall auf der A20: Beute in Millionenhöhe und Feuerteufel: Spektakulärer Überfall auf der Autobahn

Anschließend öffneten die bislang unbekannten Täter gewaltsam den Transporter – und sollen dabei nach ersten Erkenntnissen mehrere Geldkassetten mit einem Millionenbetrag erbeutet haben, informiert ein Polizeisprecher.

Das Feuer hat vermutlich diverse Spuren vernichtet
Das Feuer hat vermutlich diverse Spuren vernichtet © dpa

Als die Täter zur Flucht ansetzten, zündeten sie noch den Geldtransporter und eines ihrer eigenen Fahrzeuge in Brand. Mutmaßlich, um Spuren zu verwischen. Auch dieses Verhalten ist beinahe identisch mit dem Überfall in Köln. Inzwischen wurde auch das mutmaßliche Fluchtfahrzeug der Täter in einem Waldstück in der Ortschaft Müssenden gefunden. Der Fundort liegt nur wenige Kilometer von dem Ort des Überfalles entfernt.

Die Polizei: „Derzeit laufen umfangreiche Fahndungsmaßnahmen. Personen, die Hinweise zum Tatablauf, den Tatfahrzeugen oder möglichen Personen geben können, werden gebeten, sich an das Hinweistelefon unter der Nummer 0395 5582 2176 zu wenden.“

A20 bei Gützkow: Überfall auf Geldtransporter offenbar genau geplant

Anscheinende haben die Täter, die Polizei geht aktuell von zwei Personen aus, den Überfall präzise geplant. Zum Zeitpunkt des Überfalles befanden sich mehrere schwere Betonblöcke auf der BAB20.

Wegen solche Betonsperren auf der A20 konnte der Transporter nicht flüchten
Wegen solche Betonsperren konnte der Transporter nicht flüchten © Felix Gadewolz/dpa

Aufgrund dessen konnten die Angestellten des Geldtransporter-Unternehmens nicht mehr ausweichen und wurden durch das vorausfahrende Täterfahrzeug ausgebremst. Die Täter waren schwarz gekleidet, maskiert und augenscheinlich mit Maschinenpistolen bewaffnet.

Überfall auf der A20 bei Gützkow – Geldtransporter geknackt und angezündet

Noch bevor die Täter den Geldtransporter geöffnet hatten, steckten die vermutlichen Männer eins ihrer eigenen Fahrzeuge an. Mit grober Gewalt gelang es dem Täter wenige Augenblicke später, den Geldtransporter zu öffnen.

Nachdem der Millionenbetrag ausgeladen wurde, steckten die Täter auch den Geldtransporter in Brand. Anschließend setzten die beiden maskierten Täter mit einem zweiten Fahrzeug zur Flucht in Richtung Neubrandenburg an.

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