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Wut und Frust auf den Kölner Keller: Der VAR muss sofort weg!

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Er wurde eingeführt, um den Fußball fairer zu machen. Nun sorgt er für Frust, Wut und schlechte Spiele. Ein Kommentar aus Liebe zum Spiel: Der VAR muss sofort weg!

Hamburg – Einst wurde er herbeigesehnt. Der Videoschiedsrichter, kurz VAR, sollte den Fußball in Deutschland fairer machen. Auf Verstöße, die dem Schiedsrichter entgangen sind, sollte der Kölner Keller aufmerksam machen. Doch der VAR macht unser Spiel nicht fairer. Vielmehr noch nimmt er Fußballfans die Freude und schürt Wut und Frust. Das 110. Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen zeigte noch einmal eindrucksvoll, warum der VAR dringend wieder abgeschafft werden muss.

Torfrust statt Torjubel: Warten auf die kalibrierte Abseitslinie – VAR, du machst unseren Fußball kaputt

Lange her sind die Zeiten, in denen ein zappelnder Ball im Netz auch tatsächlich ein Tor bedeutete. Denn dank Video-Assistent-Referee müssen Fußballfans dieser Tage teilweise minutenlang warten, bis sie wissen, ob das Tor auch wirklich ein reguläres Tor ist. Jubelschreie kann sich kaum einer mehr erlauben. Zu blöd nämlich, wenn der Treffer dann letzten Endes doch nicht zählt. Und das ist längst nicht der einzige Grund, warum der VAR dringend weg muss.

Das Zeichen des VAR wird in den Mülleimer geworfen.
VAR, du machst unseren Fußball kaputt – warum der Videoschiedsrichter wegmuss. (24hamburg.de-Montage) © Osnapix/imago & Kirchner-Media/imago

Denn viel zu oft, liegen die Schiedsrichter im Kölner Kellner ebenso daneben, was die Entscheidungen betreffen, wie ihre Kollegen auf dem Platz. Abseitslinien müssen mithilfe einer kalibrierten Linie gezogen werden, weil das menschliche Auge eine Abseitsposition nicht erkennen könnte. Aber ist das wirklich der Sinn der Sache? Sollen technische Linien unser Spiel entscheiden? Das Spiel, was wir so lieben? Im englischen League Cup-Finale zwischen Liverpool und Chelsea wurden gleich vier Tore wegen einer minimalen Abseitsstellung zurückgenommen.

War da nicht „im Zweifel für den Angreifer“, die bessere Option? Schließlich lieben wir am Fußball doch insbesondere eines: Die Tore. Wo eine kalibrierte Linie gezogen werden muss, kann der Stürmer durch seine minimale Abseitsposition wohl kaum einen Vorteil gegenüber dem Verteidiger gehabt haben. Also wozu dieser Irrsinn?

Lasst den Fußball, Fußball sein: Das Experiment VAR ist gescheitert

Wir wollten ihn, wir hatten ihn. Mittlerweile muss jedoch jeder Fußballfan einsehen, dass das Experiment mit dem VAR gescheitert ist. Wer mag schon mitten im Freudentaumel des Torjubels von einem in die Luft gezeichneten Viereck unterbrochen werden? Klar, manchmal profitiert der eigene Verein auch vom Kölner Keller – das Spiel wird durch die ständigen Unterbrechungen aber trotzdem nicht besser.

Schließlich meldet sich der Videoschiedsrichter aus Köln auch dann, wenn Dinge im Spiel nicht einmal aufgefallen sind. Handspiele, die irgendwo im Vorfeld des Tores passiert sind, die aber nicht einmal von den Beteiligten auf dem Feld wahrgenommen wurden. Fouls in der Torentstehung, die mit dem eigentlichen Treffer nicht mehr viel zu tun hatten.

Klares Regelwerk statt VAR: Der Fußball braucht eine klare Linie

Und das Schlimmste: Die Entscheidungen, die getroffen werden, sind intransparent und inkonsequent. Während der eine VAR bei einem Handspiel oder Foul eingreift, verzichtet ein anderer darauf. So wie bei den angeblichen Handspielen der HSV-Spieler Jonas Meffert und Bakery Jatta im Derby gegen Bremen. Wut und Frust entstehen oft dadurch, dass es keine klare Linie gibt, dass jeder pfeifen kann, wie er will. Der VAR sollte genau das verhindern. Und dabei ist er konsequent gescheitert.

Statt einem Kölner Keller braucht unser Fußball endlich klare Regeln bezüglich Handspielen, Foulspielen und Verwarnungen. Das Regelwerk muss für Fans, Spieler und Vereins-Verantwortliche transparent werden. Das schafft nicht der VAR, sondern nur ein klares Regelwerk.

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„Wer den VAR gut findet, hat den Fußball nie geliebt“, konstatierte Sky-Experte Torsten Mattuschka nach dem Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen. Wie recht er hat – und deshalb gehört der Videoschiedsrichter schnellstmöglich in die Mottenkiste der deutschen Fußballgeschichte. *24hamburg.de, deichstube.de und tz.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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