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„Werde ihn behalten“: Walter schiebt HSV-Transfergerüchten um Amaechi Riegel vor

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Von: Jan Knötzsch

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Eigentlich wollte ihn längst keiner mehr. Er sollte mehr oder minder „abgeschoben“ werden. Jetzt hat sich das Blatt bei Xavier Amaechi gewendet. Warum?

Hamburg – Es ist eine dieser Geschichten, wie sie eigentlich nur der Fußball schreiben kann. Eine, die den Titel „Es ist nie zu spät“ tragen könnte. Vielleicht aber auch, wenn man denn einen internationalen Kassenschlager daraus machen wollen würde, den Titel „Never give up“ (zu Deutsch: „Gib niemals auf“). Fakt aber ist: Es wäre eine Geschichte voller Irrungen und Wirrungen. Und offenbar eine, die nun doch noch ein Happyend erleben wird. Und das, obwohl doch eigentlich jeder damit gerechnet hat, dass dieses HSV-Transfergerücht am Ende in einem Wechsel münden würde.

Dieser aber scheint jetzt, so wie die HSV-Transfergerüchte, vom Tisch zu sein. Xavier Amaechi, der in Hamburg eigentlich keine Chance mehr hatte und seine Karriere in der Hansestadt Hamburg genauso gut auch hätte aufgeben können, hat nun ganz offenbar doch eine Zukunft im Volksparkstadion. 24hamburg.de erzählt das „Sommermärchen“ des 21-Jährigen.

Fußballspieler:Xavier Casmier Amaechi
Geboren:5. Januar 2001 (Alter 21 Jahre), Bath, Vereinigtes Königreich
Vertragslaufzeit beim HSV:30. Juni 2023
Marktwert:600.000 Euro (Quelle: transfermarkt.de)

HSV-Transfergerüchte um Xavier Amaechi hat es genug gegeben – so ist seine Karriere in den letzten Jahren gelaufen

Um die Gegenwart der Geschichte um Xavier Amaechi zu verstehen und vielleicht auch einen Blick in die Zukunft zu werfen, in der (vorerst) keine HSV-Transfergerüchte mehr vorkommen, lohnt es sich erst einmal, sich ausführlich mit der Vergangenheit des jungen Engländers zu beschäftigen. Zumindest ab dem Moment, wo die Liaison zwischen Xavier Amaechi und dem HSV beginnt. Um es quasi wirklich wie einen Film beginnen zu lassen, lautet der Monolog also wie folgt: Wir schreiben das Jahr 2019. Der Hamburger SV, ein einstiger Verein von Weltruf und -ruhm, spielt in der Zweiten Liga. Eine lange Zeit recht unbekannte Galaxie für den Club aus dem Volkspark, aus der dieser so schnell wie möglich wieder weg möchte.

Im Hintergrund HSV-Fans im Volksparkstadion. Im Vordergrund HSV-Spieler Xavier Amaechi beim Training.
Auf einmal ist alles anders: Xavier Amaechi hat endlich eine starke Rolle beim HSV. (24hamburg.de-Montage) © Michael Schwarz/Waldmüller/imago

Nur gut, dass es da im gar nicht so fernen England einen Krieger gibt, der genau dabei helfen könnte. An dieser Stelle kommt Xavier Amaechi als Hauptdarsteller ins Spiel – und das HSV-Transfergerücht kommt ins Rollen. Letztlich wechselt der Engländer vom FC Arsenal zum HSV. Doch ab diesem Zeitpunkt läuft dann irgendwie nicht mehr alles so, wie es das Drehbuch im Ideal vorgesehen hatte. Xavier Amaechi wird in Hamburg einfach nicht glücklich, kann sich nicht durchsetzen. Und wird irgendwann nach den nächsten HSV-Transfergerüchten – diesmal um seinen Abschied – an den Karlsruher SC ausgeliehen. Nach seiner Rückkehr heißt es schnell, dass Amaechi weiter keine Chance beim HSV hat. Schnell heißt es: Amaechi ist zu schlecht für die 2. Liga und den HSV.

HSV-Transfergerüchte ad acta gelegt: Wie Trainer Tim Walter Xavier Amaechi beurteilt

Die Frage, die aufkommt: Was passiert mit Dauer-Leihe Xavier Amaechi beim HSV? Letztlich entscheidet er sich für Fish and Chips statt Fischbrötchen und wechselt nach den nächsten HSV-Transfergerüchten, die um ihn aufkommen, schließlich nach England. Auch in seiner Heimat bleibt es schwierig für Xavier Amaechi und schnell kommt das HSV-Transfergerücht auf, dass er gar nicht mehr zum HSV zurückkommen wird. Doch nichts da! Zwar schießt Xavier Amaechi zwischenzeitlich verbal gegen den HSV, aber in der Vorbereitung auf die bevorstehende Saison 2022/2023 steht der 21-Jährige wieder in Hamburg auf der Matte, um mit der Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter zu trainieren. Die (gar nicht so) neue Frage: Hat Xavier Amaechi, so wie die anderen Leihspieler, eine Zukunft beim HSV?

Inzwischen gibt es eine Antwort darauf. Zumindest aber eine klare Tendenz. Einen deutlichen Fingerzeig. Für den Mann, der erst in fünf Pflichtspielen für die HSV-Profis zum Einsatz kam, stehen alle Türen und Tore offen. Sagt niemand geringeres als der HSV-Trainer höchstselbst. „Xavier hat hier eine Zeit gehabt, die will man als junger Spieler, wenn man aus England kommt, nicht haben. Er wurde links liegen gelassen“, zitiert die Mopo HSV-Coach Tim Walter, der über Amaechis Dasein von vor einem Jahr sagt: „Da gab es keine Möglichkeit, weil er vom Kopf her abgeschlossen hatte, keine Chance sah und direkt wieder wegwollte.“ Ein Status quo, der sich inzwischen vollkommen verändert hat.

HSV-Transfergerüchte: Warum Trainer Tim Walter voll des Lobes für Xavier Amaechi ist

„Er ist jetzt in Hamburg angekommen. Jetzt sieht er es als Chance. Er hat sich für den Weg entschieden“, lobt HSV-Trainer Tim Walter den Rechtsaußen, der beim HSV noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 hat und sagt unmissverständlich: „Ich werde ihn behalten!“ Auch die Begründung, warum er allen HSV-Transfergerüchten um Xavier Amaechi aktuell erst einmal einen Riegel vorschiebt, liefert der Übungsleiter der Rothosen direkt mit.

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„Ich glaube, dass er viele Dinge gut macht. Er ist offen und beliebt in der Mannschaft.“ Klingt doch deutlich nach Happyend in Hamburg. Mit einer kleinen Einschränkung allerdings: „Nur an seinem Fitnesszustand müssen wir noch ein bisschen arbeiten“, so Walter über Amaechi.

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