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Wechsel-Hickhack um Alidou: Packt er den Druck und wird zum Schlüsselspieler?

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Von: Robin Dittrich

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Faride Alidou wechselt zu Eintracht Frankfurt – doch wohl erst im Sommer. Dadurch entsteht jetzt Druck der HSV-Fans und auch seiner Mitspieler. Packt er das?

Hamburg – Der Hamburger SV hatte sich lange um einen Verbleib von Faride Alidou in Hamburg bemüht. Offensichtlich leider nicht stark genug. Der Flügelstürmer wechselt zu Eintracht Frankfurt. Aktuell sieht es ganz danach aus, dass Alidou allerdings ablösefrei geht – und zwar erst im Sommer. Die Verhandlungen von Jonas Boldt mit den Frankfurtern über einen Wintertransfer kommen nicht so richtig in die Gänge – die Hamburger wollen noch eine Ablöse für den Flügelstürmer kassieren.

Sollte Alidou also wirklich erst im Sommer wechseln, könnte der HSV in der Rückrunde auf den schnellen Stürmer setzen. Bleibt aber die Frage, wie Alidou selbst mit dem dadurch entstehenden Druck umgeht. Ist er bei den Fans unten durch? Trainer Tim Walter sieht die Sache gelassen.

Fußballspieler:Faride Alidou
Geboren:18. Juli 2001 in Wilhelmsburg (Hamburg)
Neuer Verein:Eintracht Frankfurt
Marktwert:1,5 Millionen Euro

Faride Alidou will in der Rückrunde für den HSV alles geben

Im Trainingslager ließ sich Faride Alidou von seinem Wechsel in die Erste Bundesliga nichts anmerken. Er verzichtete nach Schmerzen am Sprunggelenk zwar auf Trainingseinheiten, gab sonst aber alles. Er will mit dem HSV aufsteigen – das merkt man dem 20-Jährigen an. Auch Trainer Tim Walter sieht keinen Grund, Alidou bis zu seinem Vertragsende nicht mehr aufzustellen. Er will voll auf den Außenstürmer setzen und weiß, wie er mit der Situation umgehen muss: „Ich habe mit Faride ein sehr gutes Verhältnis und weiß genau, wie man ihn anpackt. Ich glaube, das ist auch wichtig bei dem Jungen.“

Faride Alidou kämpft um den Ball. Im Hintergrund sind aufgebrachte HSV-Ultras zu sehen.
Ist Faride Alidou bei den HSV-Fans unten durch und kann er mit dem Druck umgehen? (24hamburg.de-Montage) © Sven Simon/Imago

Trotzdem wird es für Alidou kein leichtes Spiel am Freitag gegen Dynamo Dresden. Zwar muss er dort noch nicht vor HSV-Fans antreten, trotzdem wird er den Wechsel im Kopf haben. Am 21. Januar kommt es dann im Volksparkstadion zum Stadtderby gegen den FC St. Pauli vor bis zu 2000 Fans. Ob diese gegenüber Alidou positiv gestimmt sein werden, ist mehr als fraglich. Zu Beginn der Saison feierten sie ihren neuen Helden mit „Alidou, Alidou“-Sprechchören. Das wird jetzt wohl ausfallen. Ein weiteres Problem für Walter: Der schnelle Stürmer ist nicht eins zu eins zu ersetzen.

Wird Alidou zum Schlüsselspieler für den Aufstieg oder holt der HSV sogar einen Ersatz

Wenn Alidou so grandios aufspielt wie zu Beginn der Saison, gibt es an einem Einsatz in den restlichen 16 Saisonspielen keinen Zweifel. Der HSV braucht jeden Mann für den Kampf um den Aufstieg. Auch wenn Experten wie Torsten „Tusche“ Mattuschka am erhofften Weg in die Erste Liga zweifeln. Der Druck für Alidou könnte jedoch auch zu groß werden. Die Hamburger könnten sich deshalb noch im Winter verstärken. Im Raum steht eine Verpflichtung von Stürmer Julien Ngoy KAS Eupen aus Belgien. Oder bekommt doch ein HSV-Profi die Chance, sich zu beweisen? Robin Meißner könnte sich in die erste Elf spielen.

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Der HSV hat noch bis zum 31. Januar die Möglichkeit, sich Faride Alidous Wechsel bezahlen zu lassen, dann schließt das Transferfenster. Ob Jonas Boldt das schafft, scheint nach aktuellem Stand unwahrscheinlich. Dann kommt es auf Alidou selbst an, mit dem Druck umzugehen. Trainer Tim Walter wird dem 20-Jährigen sicherlich helfen, indem er ihn nicht anders behandelt als jeden anderen HSV-Spieler. Bleibt zu hoffen, dass die Fans den schnellen Stürmer weiterhin unterstützen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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