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Vorm Darmstadt-Spiel: HSV gehen Stürmer aus – rächt sich Boldts Transferpolitik?

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Von: Denny Konzack

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Jetzt geht das Fiasko in der Offensive weiter: Der HSV hat nach Verteidiger-Problemen nun auch noch Stress im Sturm. Hat sich HSV-Sportvorstand Boldt verkalkuliert?

Hamburg – In der Hinrunde plagten den Hamburger SV in der Verteidigung bereits zahlreiche Verletzungsprobleme. Die Rothosen hatten einiges an Arbeit, die Ausfälle aufzufangen – unter anderem den von Tim Leibold (Kreuzbandriss). Hier hatte sich mit Miro Muheim zum Glück ein adäquater Ersatz gefunden. Doch betrachtet man den sehr dünnen Kader der Hamburger, könnte man als neutraler Beobachter die Transferpolitik von HSV-Sportvorstand Jonas Boldt, zumindest in diesem Winter, deutlich infrage stellen.

Verein:Hamburger SV
Sportvorstand:Jonas Boldt
Neuverpflichtungen im Winter 2021/22Giorgi Chakvetadze (Leihe, KAA Gent)
Abgänge im Winter 2021/22:Robin Meißner (Leihe, Hansa Rostock)

Ein einziger Neuzugang wurde den Fans nach der Winterpause präsentiert. Mit Giorgi Chakvetadze erhalten die Rothosen zwar einen ehemaligen Fußballer des Jahres aus Georgien – doch ein Mann allein kann dem HSV in der Rückrunde nicht weiterhelfen. Das zeigt auch die jetzige Situation im Kader vor dem Top-Spiel gegen Tabellenführer Darmstadt 98. Nach dem Abgang von Robin Meißner zu Ligakonkurrent Hansa Rostock ist bei den Rothosen einer der im Angriff übrig gebliebenen Akteure angeschlagen und droht gegen Darmstadt auszufallen.

Viele „Neue“ waren im Gespräch – gekommen, ist einer: Dem HSV fehlt es an starken Alternativen fürs Darmstadt-Spiel

HSV-Stürmer Robert Glatzel, Manuel Wintzheimer und Mikkel Kaufmann stehen enttäuscht auf dem Platz. Vor ihnen regt sich Tim Walter mächtig auf.
HSV-Trainer Tim Walter hat jetzt neben der Defensive auch in der Offensive personelle Probleme und das vor dem Spitzenspiel gegen Darmstadt 98. (24hamburg.de-Montage) © Jan Huebner/Joachim Sielski/imago

Der Däne Mikkel Kaufmann nahm in dieser Woche an keiner einzigen Trainingseinheit des Hamburger SV teil. Somit wird er für einen Einsatz am kommenden Spieltag wohl nicht zur Verfügung stehen. Ein weiterer Ausfall, wieder eine Alternative weniger. Beim HSV waren im Winter zahlreiche Namen im Gespräch, die den Hanseaten für die anstrengende Rückrunde und dem Kampf um den Wiederaufstieg weiterhelfen sollten. Mit Crysencio Summerville hatten die Hamburger einen jungen Niederländer im Visier. Der Wechsel platze allerdings kurz vor Ende der Transferfrist.

Mittelfeld-Juwel Nemanja Motika entschied sich ebenso gegen den Hamburger SV, wechselte zu Roter Stern Belgrad. Andere HSV-Transfergerüchte wie zum Beispiel der Südkorea-Bomber Young-Wook Cho oder der Österreicher Patrick Greil blieben letztlich nur Gerüchte. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hat sich zwar nicht verkalkuliert, dennoch hätte eine Verstärkung den Hamburgern gut getan. Denn jetzt fehlt es dem HSV weiterhin an starken Alternativen, falls nach Mikkel Kaufmann ein weiterer Akteur ausfallen sollte.

Chakvetadze wird langsam aufgebaut: HSV passt vorm Duell mit Darmstadt auf seine einzige Neuverpflichtung auf

Giorgi Chakvetadze ist laut des Ex-Bundesliga-Profis Alexander Iashvili, der sich im Hamburger Abendblatt positiv über das junge Talent äußerte, eine echte Bereicherung für die Rothosen. Der 22-jährige Chakvetadze kam auf Leihbasis vom belgischen Klub KAA Gent – allerdings auch aus einer langen Verletzung. Lange Zeit laborierte der junge Georgier jedoch immer wieder an Knieverletzungen, die ihn beinahe regelmäßig Spielzeit verwehrt hatten.

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Für den Hamburger SV nicht die besten Voraussetzungen, deshalb wird der Profi langsam aufgebaut und an die harte und schnelle Spielweise der Zweiten Bundesliga behutsam herangeführt. Weitere Verletzungsausfälle können sich die Hanseaten partout nicht erlauben, damit der Kader für die kräftezehrende Rückrunde konkurrenzfähig bleibt. Gegen Tabellenführer SV Darmstadt 98 wird sich zeigen, wie die Rothosen auf den möglichen Ausfall von Mikkel Kaufmann reagieren werden. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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