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U20-Nationaltrainer Christian Wörns: Darum kann HSV-Talent Alidou Bundesliga

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Von: Jan Knötzsch

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Im Sommer verlässt Faride Alidou den HSV und wird in Frankfurt versuchen, in der Bundesliga Fuß zu fassen. Sein Nationaltrainer ist sicher: Alidou gelingt das.

Hamburg – Die Aussage liegt noch gar nicht so lange zurück. Sie datiert aus dem Dezember 2021. Und ist geprägt von jeder Menge Hoffnung und Zuversicht. „Er hat hier einen geilen Klub und in Hamburg eine super Perspektive. Ich habe da ein gutes Gefühl“, sagte HSV-Sportdirektor Michael Mutzel damals im Hamburger Abendblatt und meinte HSV-Top-Talent Faride Alidou. Damals war noch nicht sicher, wie die Zukunft des Youngsters aussehen würde. Inzwischen ist längst klar: Faride Alidou verlässt das Volksparkstadion im Sommer, nachdem ein Winter-Wechsel geplatzt ist.

Ab Juli 2020 wird der 20-Jährige dann versuchen, den nächsten Schritt nach oben auf der Karriereleiter zu machen und sich in der Ersten Bundesliga zu etablieren. U20-Nationaltrainer Christian Wörns ist sich sicher: Genau das wird passieren. Warum hält der DFB-Coach den gebürtigen Hamburger bereits für bundesligatauglich? 24hamburg.de verrät es.

Fußballspieler:Faride Alidou
Geboren:18. Juli 2001 (Alter 20 Jahre) in Hamburg-Wilhelmsburg
Vertrag beim HSV bis:30. Juni 2022
Marktwert:1,5 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de)

Wechsel zu Eintracht Frankfurt: U20-Nationaltrainer Christian Wörns traut HSV-Kicker Faride Alidou Durchbruch zu

Es war lange Zeit das beherrschende Thema, wenn es um die HSV-Transfergerüchte in diesem Winter ging: Was passiert mit Faride Alidou? Ist er tatsächlich im Winter 2020 schon weg? HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hatte bereits früh klargemacht: Diese Ablösesumme will der HSV haben, wenn er sein Top-Talent inmitten der laufenden Spielzeit zu Eintracht Frankfurt ziehen lässt. Am Rande des DFB-Pokal-Achtelfinalspiels gegen den 1. FC Köln, das der HSV im Elfmeterschießen gewann, stellte Boldt dann klar: Alidou geht erst im Sommer 2022. Weil sich der HSV und die Eintracht nicht auf eine Ablösesumme einigen konnten.

Im Hintergrund HSV-Fans auf der Tribüne mit Pyrotechnik und Fahnen. Im Vordergrund HSV-Spieler Faride Alidou und U20-Nationalcoach Chrstian Wörns.
Deutschlands U20-Nationaltrainer Christian Wörns (rechts) hat eine hohe Meinung von HSV-Spieler Faride Alidou. (24hamburg.de-Montage) © Karina Hessland/Michael Schwarz/imago

„Das, was uns Frankfurt jetzt angeboten hat, hat uns nicht nervös gemacht“, erklärte Boldt, der beim HSV nur einen Winterneuzugang dingfest machen konnte, sich aber darüber freuen darf, dass es im Volkspark schon bald ein Fan-Comeback mit zumindest etwas vollerer Hütte geben wird. Derweil kämpft HSV-Trainer Tim Walter damit, dass sein Team vom Verletzungspech heimgesucht wird und dem HSV Alternativen und ein Plan B fehlen. Immerhin: Nach der Chaos-Planung von DFB und DFL stehen die Termine fürs Nordderby gegen Bremen und das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den Karlsruher SC fest.

„Unglaubliche Schnelligkeit“: Was DFB-Trainer Christian Wörns an HSV-Youngster Faride Alidou begeistert

Zum Kader in diesen Spielen wird dann auch Faride Alidou weiterhin zählen, von dem U20-Nationaltrainer Christian Wörns eine hohe Meinung hat. „Er war jetzt einmal bei uns im Lehrgang dabei und hat direkt einen guten Eindruck hinterlassen. Er hat total abgeliefert. Wir waren sehr angetan“, sagt der ehemalige National- und Bundesligaspieler, der unter anderem das Trikot von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen trug, im Interview mit „Spox“ und „Goal“. Und genau deswegen ist sich Christian Wörns sicher, dass der Rechtsfuß, der 2011 in Hamburg zum HSV wechselte und über die Jugend und die Regionalliga-Mannschaft zu den Profis kam, sich nicht nur in der Zweiten Liga beweisen und durchsetzen kann.

Ich traue ihm auf jeden Fall zu, sich in der Bundesliga durchzusetzen. Er bringt unheimlich viel mit und kann der Unterschiedsspieler sein

U20-Nationaltrainer Christian Wörns über HSV-Talent Faride Alidou

Sondern eben auch eine Spielklasse höher. In der Bundesliga. Dort, wo der HSV, bei dem Stürmer Robert Glatzel ein offenes und ehrliches Geständnis abgegeben hat, gerne hin will. „Er legt eine unglaubliche Schnelligkeit an den Tag, sowohl auf langen Strecken als auch in kurzen Bewegungen“, sagt Christian Wörns via, „Spox“ und „Goal“ über HSV-Top-Talent Faride Alidou und lobt dessen Vielseitigkeit: „Wir haben ihn auch mal als eine von zwei Spitzen eingesetzt. Das hat er sehr gut gemacht, hat flexibel gespielt, war mal außen, mal im Zentrum.“

Faride Alidou: Diese Stärken schreibt U20-Nationaltrainer Christian Wörns dem HSV-Top-Talent zu – und hier muss er nachlegen

Durch „die Wucht und Schnelligkeit, die er mitbringt, eignet er sich auch für diese Position“, schreibt DFB-Coach Christian Wörns noch weitere positive Eigenschaften ins Stammbuch von Faride Alidou – „das macht ihn sehr interessant“, so der 49-Jährige über Faride Alidou, der dem finanziell in einer Misslage befindlichen HSV keine Kohle beschert: Weil sein Vertrag ausläuft, wechselt er im Sommer 2022 ablösefrei. Wörns kann den Weggang nach Frankfurt verstehen, sagt auf den Plattformen von „Spox“ und „Goal“: „Die Jungs träumen natürlich immer von der ersten Liga, das ist auch ihr Anspruch. Da muss man eben zwischen sportlichen, finanziellen und perspektivischen Faktoren abwägen.“

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Doch all das ist Christian Wörns noch nicht genug an Lobeshymnen auf HSV-Talent Faride Alidou. „Ich traue ihm auf jeden Fall zu, sich in der Bundesliga durchzusetzen. Er bringt unheimlich viel mit und kann der Unterschiedsspieler sein“, sagt der DFB-Trainer und hält den Youngster schon jetzt im HSV-Trikot für mehr als eine Bereicherung – wenn auch mit kleinen Abstrichen: „Faride hatte durch eine zurückliegende Verletzung immer mal Probleme, in den Rhythmus zu kommen. Dadurch war er konditionell noch nicht so weit, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Aber es wurde jetzt daran gearbeitet. Es geht dabei lediglich um Optimierung.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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