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Trauer, Tränen, Sondertrikots: So verabschiedet sich der HSV von Uwe Seeler

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Von: Jan Knötzsch

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Der HSV und seine Fans haben beim Heimspiel gegen Hansa Rostock im Volksparkstadion Abschied von Uwe Seeler genommen, der mit 85 Jahren gestorben ist.

Hamburg - Drei Tage, nachdem Uwe Seeler am 21. Juli 2022 im Alter von 85 Jahren gestorben ist, hat sich der Hamburger SV beim Heimspiel gegen Hansa Rostock, das die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter mit 0:1 verlor, vor der großen Vereinslegende verneigt und von der HSV-Ikone verabschiedet, die zuletzt vom Satire-Magazin Titanic in einem Posting verhöhnt wurde. Das Magazin kassierte dafür einen Shitstorm in den Sozialen Netzwerken.

Zum Abschied von Uwe Seeler, nach dessen Tod darüber diskutiert wird, wie die Hansestadt Hamburg „Uns Uwe“ nach dessen Ableben würdigen kann, waren im Volksparkstadion im Rahmen des Spiels gegen den FC Hansa Rostock eine beeindruckende Fan-Choreografie, Sondertrikots und viele emotionale Gesten zu sehen.

Ex-Fußballspieler:Uwe Seeler
Geboren:5. November 1936, Hamburg
Gestorben:21. Juli 2022, Norderstedt
Ehefrau:Ilka Seeler

Beeindruckende Fan-Choreografie für HSV-Legende Uwe Seeler: „Loyal und bescheiden – der Größte aller Zeiten“

Mit zwei Bannern ehrten die Ultras und treuesten Fans des HSV, der noch immer an weiteren Verstärkungen für seine aktuelle Mannschaft arbeitet, auf der Nordtribüne vor dem Anpfiff ihr Idol, das in fast 1300 Spielen für den HSV seit der Jugend rund 1400 Tore erzielt hatte: „Loyal und bescheiden – der Größte aller Zeiten“ sowie „R.i.P. Uwe Seeler“, war auf den Bannern im Stadion des HSV, wo Trainer Tim Walter in Sachen Neuzugängen weiter warten muss, ob sich noch etwas tut, auf den beiden Bannern zu lesen. Anschließend bildete die Nordtribüne in einem Meer von schwarzen Pappen den in Weiß gehaltenen Namenszug der verstorbenen HSV-Legende: „Uns Uwe“

Im Hintergrund die Choreografie der HSV zum Abschied von Uwe Seeler. Im Vordergrund HSV-Trainer Tim Walter.
Die Fans des HSV haben mit einer Choreografie von Uwe Seeler Abschied genommen. HSV-Trainer Tim Walter (vorne links) trägt ein T-Shirt, auf dem Uwe Seeler zu sehen ist. (24hamburg.de-Montage) © Marcus Brandt/dpa

Zuvor hatten Vereinsvertreter beider Clubs zwei große Kränze in den Mittelkreis gebracht. Unmittelbar vor dem Anpfiff hatten die Profis und Vereinsvertreter des HSV und von Hansa Rostock gemeinsam ein Spruchband gehalten: „Uns Uwe - Sportler. HSVer. Mensch“, stand auf diesem. Dazu gab es im Volksparkstadion, dem eine Schließung droht, vor dem Anpfiff des Spiels zwischen dem HSV und Hansa Rostock eine Schweigeminute, die in Applaus überging.

Trauer um Vereinsikone beim HSV-Spiel gegen Rostock: Uwe-Seeler-Fuß am Volksparkstadion wird zur Pilgerstätte

Die Mannschaft des HSV, von deren Aufstieg Ex-HSV-Trainer Felix Magath in dieser Saison überzeugt ist, lief eigens für dieses Spiel in Sondertrikots auf. Statt des Namenszugs des neuen Hauptsponsors stand „UNS UWE“ auf der Brust der Spieler, die linken Ärmel der Trikots zierte Seelers einstige Rückennummer 9. Außerdem war in den Rückennummern der HSV-Profis eine weitere, kleine Nummer 9 in Weiß eingearbeitet. Die Trikots werden später zugunsten der Uwe-Seeler-Stiftung versteigert, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Auch die schwarzen Aufwärm-Shirts bildeten Seeler ab.

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Schon Stunden vor dem Anpfiff war rund um das Stadion spürbar, dass es für den HSV ein besonderer Tag und ein besonderes Spiel waren. Die meist in Schwarz gekleideten HSV-Fans gingen ruhig und in Trauer zum Stadion. Der überdimensionale Bronzefuß Uwe Seelers an der Nordost-Ecke des Stadions wurde dabei zur Pilgerstätte. Anhänger legten Kränze, Blumen und Schals nieder und verharrten andächtig in einem Kreis. (mit dpa-Material)

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