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Top-Wert: Hier hängt der HSV sogar Bayern München und Borussia Dortmund ab

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Von: Jan Knötzsch

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Nach dem 5:0 gegen Darmstadt bezwingt das Team von Trainer Tim Walter auch Heidenheim. Die Erste Liga winkt. In einem Punkt ist der HSV schon bundesligareif.

Hamburg – Für den Hamburger SV läuft es in der Zweiten Bundesliga. Erst der deutliche Sieg gegen Darmstadt, mit dem HSV-Stürmer Robert Glatzel den HSV in einen richtigen Aufstiegsrausch geschossen und den Aufstiegskampf in der Zweiten Liga so spannend wie nie gemacht hat. Jetzt der Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim, bei dem Sonny Kittel als „Doppelpacker“ zwischen Höhenflug und Zweitliga-Rekord wandelte. Dennoch sagt HSV-Trainer Tim Walter, dass es für den Zweitligisten aus Hamburg derzeit „keinen Grund zum Ausflippen“ gebe. Der HSV-Coach tritt auf die Euphoriebremse.

Oder doch? Der HSV steuert nämlich nicht nur auf die Erste Bundesliga zu. Nein, in einem Punkt ist die Mannschaft aus der Hansestadt Hamburg bereits erstligareif – und noch viel besser: Der HSV lässt in dieser Statistik sogar Bayern München und Borussia Dortmund hinter sich.

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887, Hamburg
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Mitglieder:84.200 (Stand: 17. August 2021)

HSV unter Trainer Tim Walter: Erst Kritik, jetzt jede Menge Lob – der Klub überflügelt Bayern und den BVB

Beim HSV darf derzeit wegen der geltenden Corona-Regeln nur im Sitzen gejubelt werden – selbiges aber natürlich nicht weniger intensiv. Und genau das haben die Fans des Hamburger SV am vergangenen Spieltag im Volksparkstadion getan. Kein Wunder, denn schließlich stand die Saison des HSV bislang unter keinem guten Stern – zumindest dann, wenn man den Worten der vielen Kritiker glauben schenkt, die sich in der laufenden Spielzeit der Zweiten Bundesliga bereits am HSV, an Trainer Tim Walter, seinem Spielsystem und seinen Spielern ausgelassen haben. Und das waren, wenn man sie alle zusammenzählt, nicht gerade wenig.

HSV-Trainer Tim Walter jubelt über einen Treffer seiner Mannschaft. Daneben sind die Logos vom HSV, Bayern München und Borussia Dortmund zu sehen.
HSV-Trainer Tim Walter jubelt: Seine Mannschaft ist in einer Statistik besser als Top-Vereine wie der FC Bayern München und Borussia Dortmund. (24hamburg.de-Montage) © Zink/imago

Da wäre zum Beispiel Martin Harnik, der sich im TV mit HSV-Trainer Tim Walter zoffte. Oder Peter Neururer, der sich gleich mehrfach auf den HSV einschoss und dem HSV-Team attestierte, dort sei vieles mangelhaft. Auch Ex-HSV-Trainer und Ex-HSV-Spieler Felix Magath ließ seinen Zorn mehrfach am HSV aus. Mit Mladen Petric beklagte ein weiterer Ex-Spieler die Qualität des Kaders, an dem auch Ex-HSV-Kicker Jimmy Hartwig kein gutes Haar ließ. Sergej Barbarez ging sogar noch einen Schritt weiter und rief den FC St. Pauli zur neuen Nummer eins im Hamburg vor dem HSV aus.

HSV in der Tabelle hinter FC St. Pauli und Werder Bremen – aber darum besser als beide sowie Bayern und der BVB

Vom Tabellenbild nach dem 22. Spieltag ist dies tatsächlich auch so: Der FC St. Pauli, dessen Erfolgsgeheimnis FCSP-Kapitän Philipp Ziereis vor einiger Zeit verraten hat, führt das Klassement nach 22 gespielten Begegnungen an. Mit 41 Punkten liegt die Equipe von Trainer Timo Schultz, der seinen Vertrag vor Kurzem verlängert hat, exakt einen Zähler vor dem HSV, der entscheiden muss, ob Miro Muheim dem HSV zwei Millionen Euro wert ist, und darum kämpft, einen Abwehrspieler von RB Leipzig zu verpflichten. Werder Bremen ist als Zweiter punktgleich mit dem FC St. Pauli, hat aber das schlechtere Torverhältnis.

Vorm Nordderby, das am 27. Februar 2022 im Volksparkstadion steigt, ist der HSV aber – wie erwähnt – in einer Statistik besser als der SV Werder Bremen und der FC St. Pauli. Und ja, sogar besser als ein europäisches Spitzenteam wie der FC Bayern München und dessen großer Bundesliga-Rivale Borussia Dortmund. Der BVB hat bereits sechs Spiele in dieser Saison verloren, die Bayern seit dem 2:4 beim VfL Bochum derer vier. Der HSV hingegen verlor von seinen 22 bisherigen Partien nur ganze zwei. Das ist nicht nur ein Bestwert in der Bundesliga, sondern im gesamten deutschen Profi-Fußball.

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Aktuell ist die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter seit sechs Spielen ungeschlagen (vier Siege, zwei Unentschieden). Übrigens: Zwei Niederlage in 22 Spielen – besser war der HSV nur in der Saison 1982/1983. Experten und HSV-Fans werden es wissen: Damals wurde der HSV Deutscher Meister. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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