Neues Projekt

„Tinder für Fußballspieler“: René Adler entwickelt Transfer-App

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
    schließen

Seine aktive Karriere vorbei. Ohne Fußball kann Ex-HSV-Keeper René Adler aber nicht. Daher hat nun „Tinder für Fußballspieler“ mitentwickelt.

Hamburg – Auch wenn er längst schon nicht mehr spielt, den Platz im Tor verlassen und seine Torwarthandschuhe ausgezogen hat: René Adler, ehemaliger Torhüter beim Hamburger SV, kann nicht ohne Fußball. Die runde Kugel ist seine große Liebe. Obwohl er mit Ehefrau Lilli und dem gemeinsamen Kind bereits eine andere Liebe hat. Ganz ohne etwas, das mit Fußball zu tun hat, geht‘s für den Ex-HSV-Keeper aber dennoch nicht. Und so hat er eine App mitentwickelt. Sie funktioniert wie eine Dating-App. René Adler nennt sie deswegen auch liebevoll „Tinder für Fußballer.“

Ehemaliger Fußballtorhüter:René Adler
Geboren:15. Januar 1985 (Alter: 36 Jahre), Leipzig
Partnerin:Lilli Hollunder (verheiratet seit 2016)
Eltern:Jens Adler, Kerstin Adler
Geschwister:Rico Adler
Ehemalige Vereine:FSV Mainz 05, Bayer Leverkusen, Hamburgr SV, VfB Leipzig

HSV: Ehemaliger Torhüter René Adler entwickelt App mit – Spieler und Vereine können sich wie bei Tinder kennenlernen

Gemeinsam mit Geschäftspartnern hat der 36-Jährige, der einst in der Hansestadt Hamburg für den HSV zwischen den Pfosten stand, die App „11TransFAIR“ auf den Markt gebracht, Wie der Name schon sagt: Hier sollen Transfers verlaufen. Und am besten eben fair. Die App soll Spieler und Vereine zusammenbringen, erklärt Ex-HSV-Schlussmann René Adler seines neuestes Projekt. Eine App also, die vielleicht in Hamburg auch etwas für Jonas Boldt ist.

Ex-HSV-Torwart René Adler hat eine App mitentwickelt, die funktioniert wie die Dating-App Tinder – allerdings für Fußballer und Vereine. (24hamburg.de-Montage)

Der Sportvorstand des Hamburger SV sucht schließlich noch nach Spielern, die den künftigen HSV-Kader des neuen Trainers Tim Walter* auffüllen. Aktuell sind im Aufgebot des 45-Jahren noch einige Baustellen vorhanden, auf denen der Feinschliff fehlt. Gesucht wird zum Beispiel noch ein neuer Torhüter. Ob eine Nummer eins, wie sie Adler damals war, oder ein Stellvertreter – das hängt ganz davon ab, ob Tim Walter im Kasten auf Daniel Heuer Fernandes setzt* oder Boldt eines der HSV-Transfergerüchte auf der Torwartposition in eine HSV-News verwandelt.

App von Ex-HSV-Keeper René Adler soll Transfermarkt verändern – sucht auch der HSV bald Zugänge über „Tinder für Fußballer“?

So zum Beispiel im Fall von Julian Pollersbeck, über dessen Rückkehr es Spekulationen gibt. Oder aber Jonas Boldt greift auf dem Transfermarkt zu und Örjan Nyland oder Lennart Grill schlüpfen in Zukunft ins HSV-Trikot. Auch bei Mittelfeldmann Ludovit Reis* ist die Meldung des fixen Transfers noch nicht durch. Im Gegensatz dazu ist die Verpflichtung von Robert Glatzel perfekt Der neue Stürmer fehlt aber ebenso wie Amadou Onana vorerst wegen einer Infektion mit dem Coronavirus.

Im Fußball läuft noch vieles analog ab, aber auch dies ändert sich seit einigen Jahren mit einer Generation, die immer digitaler denkt.

Ex-HSV-Torwart René Adler über seine neue App, die Transfers anbahnen soll

Doch zurück zu Ex-HSV-Torhüter René Adler und seinem „Tinder für Fußballer“. Er nenne das Ganze so, weil bei uns auch zwei Parteien durch Matching zusammengebracht werden“, erklärt Adler. DIe App funktioniert wie folgt: Sie richtet sich vor allem an Spieler aus den ersten vier Ligen in Deutschland, aber auch Spieler aus ausländischen Ligen können sich anmelden – dies passiert via Ausweis und gegebenenfalls eines Videocalls. So wird ihre Identität überprüft.

Demnächst auch HSV-Transfergerüchte durch die App? Ex-HSV-Torwart René Adler sieht mehr digital denkende Generation im Fußball

Die Spieler können dann ihr Profil erstellen. Von der gewünschten Gehaltssumme über mögliche Ablösesumme bis hin zu Eigenschaften ihrer Spielweise. Andererseits können sich Vereine anmelden und nach Spielern suchen. Anhand von Algorithmen werden Spieler und Verein dann zusammengebracht, nachdem sie zunächst anonym in der App unterwegs sind. Gibt‘s genug Übereinstimmungen, kann wie bei Tinder gewählt werden. Dann geht‘s mit der Transfer-Anbahnung los.

Signalisieren beide Seiten Interesse, werden die Identitäten für beide sichtbar. „Die Parteien kontrollieren also selbst ihre Daten, Diskretion ist uns dabei ganz wichtig“, sagt René Adler in der BILD-Zeitung über seine neue App. „Im Fußball läuft noch vieles analog ab, aber auch dies ändert sich seit einigen Jahren mit einer Generation, die immer digitaler denkt“, will der Ex-Schlussmann des HSV den Transfermarkt ein Stück weit revolutionieren. Und wer weiß: Vielleicht kommt ja erstmals auch so bald ein HSV-Transfergerücht zustande. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © regios24/imago images & Zuma Wire/imago images & Zink/imago images

Kommentare