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Tim Walter vs. Ole Werner: Der große Trainer-Vergleich zum Derby HSV – Werder

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Von: Denny Konzack

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Nach langer Zeit sind der SV Werder Bremen und der HSV wieder in der Erfolgsspur und dem Aufstieg so nah wie nie. Der Blick geht hierbei auf beide Trainer.

Hamburg – Neben dem Stadtderby gegen den FC St. Pauli, welches der HSV zuletzt für sich entscheiden konnte, steht ein weiteres Derby hoch im Kurs bei jedem Nordklub-Fan. Das ewig andauernde Duell zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV fand durch den Abstieg der Rothosen in die Zweite Bundesliga im Jahr 2018 ein jähes Ende. Doch nachdem Bremen sich im Jahr 2021 ebenfalls für die Zweitklassigkeit entschieden hatte, durften sich Fans beider Lager wieder auf spannende und fesselnde Partien freuen.

Verein:Hamburger SVSV Werder Bremen
Trainer:Tim WalterOle Werner
Tabellenplatz:21
Im Amt seit:Sommer 2021Winter 2021

Das Hinspiel im Weserstadion konnten die Rothosen für sich entscheiden (2:0). Jetzt hoffen die Werderaner am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr auf Wiedergutmachung. Mit acht ungeschlagenen Spielen infolge ist diese Hoffnung auch durchaus begründet. Werder Bremen spielt mit ihrem neuen Trainer Ole Werner wieder bärenstarken und vor allem effektiven Fußball. Der HSV wiederum hat sich mit Trainer Tim Walter ebenso gefestigt, steht in dieser Saison bei nur zwei Niederlagen, hängt damit sogar den FC Bayern München sowie Borussia Dortmund ab.

Vor dem Derby wirft 24hamburg.de einen Blick auf beide Trainer, ihren Werdegang und wie sie den Erfolg in ihren Teams zurückgebracht haben.

Beide Cheftrainer verbindet trotz der großen Rivalität ihrer Vereine dennoch eines: ihre Vergangenheit

HSV-Trainer Tim Walter schaut ratlos während Ole Werner, Coach von Werder Bremen die Ruhe behält.
Im direkten Duell: HSV-Cheftrainer Tim Walter (li.) und Werder-Coach Ole Werner. Beide hauchten ihren Teams wieder neues Leben ein und spielen jetzt um den Aufstieg in die Erste Bundesliga (24hamburg.de-Montage) © JanHuebner/nordphoto/Eibner/imago

Die beiden Cheftrainer verbindet eindeutig mehr, als es auf den ersten Blick überhaupt den Eindruck macht. Beide haben eine gemeinsame Vergangenheit beim Ligakonkurrenten Holstein Kiel. In der Saison 2018/19 trainierte der jetzige HSV-Trainer Tim Walter die Kieler, während Ole Werner für die U23 des Nordklubs zuständig war. Laut der BILD-Zeitung soll das Verhältnis der beiden nicht sonderlich gut gewesen sein. Werner war demnach ein Befürworter und auch Kumpel von Markus Anfang, der vor Tim Walter die Kieler trainierte und dessen Nachfolge er jetzt beim SV Werder Bremen angetreten hatte.

Ole Werner und Tim Walter teilen jedoch nicht nur ihre Vergangenheit, sondern auch ihre Liebe zum offensiven Fußball. Beide lassen ihre Teams früh pressen, setzen auf variables Positionsspiel, um somit gefährliche Situationen im eigenen Strafraum besser verteidigen zu können und wiederum im gegnerischen Strafraum mehr Chancen und Tore zu kreieren. Torchancen gab es in der Saison 2008/09 zwischen den beiden Klubs im Übrigen zur Genüge. Der Derby-Rückblick zeigt, dass Werder dem HSV durchaus in die Suppe spucken kann.

Teamgeist, Offensive und der Glaube an sich selbst: Bremen und der HSV wurden „wiederbelebt“

Tim Walter und Ole Werner haben ihren Teams wahrhaftig neues Leben eingehaucht. Während der HSV-Trainer Walter bevorzugt im 4-3-3 mit Bakery Jatta und zuletzt Faride Alidou, der aufgrund seines Formtiefs durch Chakvetadze ersetzt werden könnte, über die Flügel spielen lässt, konzentriert sich das System von Ole Werner (3-5-2) mit Marvin Ducksch und Niklas Füllkrug auf das „Tore schießen“ und der Überzahl im Mittelfeld. Beide Systeme wurden von den Mannschaften angenommen und nach kurzer Zeit hervorragend umgesetzt.

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Werder spielt nach anfänglichen Schwierigkeiten unbeschwert auf, das Spiel gegen den FC Ingolstadt (1:1) dürfte als „Ausrutscher“ zu kommunizieren sein. Die Elf von Ole Werner glaubt wieder an seine Stärke, dank ihres erst 33-jahre alten Übungsleiters. Der Hamburger SV startete mit einem Sieg gegen Liga-Giganten Schalke 04 (3:1) in die Saison, trotz drohendem Absturz verloren die Rothosen selten die Nerven und erarbeiteten sich Stück für Stück einen besseren Tabellenplatz.

Das Derby und zugleich Spitzenspiel der Zweiten Bundesliga zwischen dem HSV und dem SV Werder Bremen am kommenden Sonntag wird somit richtungsweisend für das Ziel beider Teams: dem langersehnten Wiederaufstieg.*24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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