Stadtderby im Millerntorstadion

St. Pauli knockt HSV aus: Kyereh-Knaller schockt Thioune-Team

  • Jan Knötzsch
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  • Natalie-Margaux Rahimi
    Natalie-Margaux Rahimi
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Der Aufstiegskampf bleibt spannend. Im Stadtderby gegen den St. Pauli muss der HSV nächsten Rückschlag einstecken. Kurz vor Spielende kam der große Knall.

96. Minute: Schluss im Millerntorstadion! Der FC St. Pauli gewinnt das Hamburger Derby.

94. Minute: Noch zwei Karten. Ein Mal für Leibold – der wegen einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz fliegt. St. Paulis Burgstaller sieht Gelb.

90. Minute: Zwei Wechsel beim HSV. Kinsombi und Heyer gehen, Meißner und Narey kommen rein.

88. Minute: Da ist das Tor, auf das dieses Spiel so lange gewartet hat. Zalazar schüttelt gleich zwei Gegenspieler ab und legt den Ball dann rechts raus, über Umwege kommt der Ball zu Kyereh – und der trifft zum 1:0

85. Minute: Doppelwechsel beim HSV: Wood und Wintzheimer kommen für Dudziak und Jatta. Bei St. Pauli gehen Becker und Marmoush. Zander und Matanovic kommen.

Daniel-Kofi Kyereh schreit seine Freude über den Sieg heraus, Bakery Jattah (re.) kann es nicht fassen. (24hamburg-Montage)

78. Minute: Der FC St. Pauli wechselt. Für Paqarada kommt Buballa ins Spiel.

75. Minute: Noch eine Viertelstunde Spielzeit liegt vor den beiden Mannschaften. Klingelt‘s hier nochmal irgendwo im Kasten oder bleibt‘s beim torlosen Remis?

69. Minute: Kittel verliert in der Vorwärtsbewegung den Ball, so dass St. Pauli zu einer Chance kommt. Die aber kann Ulrich gegen Burgstaller zunichte machen.

67. Minute: Dudziak fehlt es bei seinem Schuss an Kraft und Genauigkeit. Stojanovic hat leichte Beute mit dem Versuch des HSV-Spielers.

64. Minute: Nach einem Freistoß von Kittel rutscht der Ball zu Terodde durch. Der HSV-Stürmer reagiert schnell, knallt das Leder ins Netz – aber der Treffer zählt nicht. Terodde spielt den Ball zuvor mit der Hand.

59. Minute: Es ist soweit. Beim Hamburger SV feiert Rick van Drongelen nach einer monatelangen Pause in Folge seines Kreuzbandrisses sein Comeback. Der Niederländer kommt für den gelb-rot-gefährdeten Jung ins Spiel

56. Minute: Wenn die Tore doch hier nur in der Menge fallen würden, in der Schiedsrichter Aytekin die Gelben Karten verteilt. Jetzt bekommt Benatelli auf Seiten der Gastgeber die nächste.

52. Minute: Ulreich hat nach einem Schuss den Ball nicht sicher, Jung mäht Zalazar um. Schiri Aytekin pfeift erst Elfmeter, überprüft das dann nochmal am Bildschirm – und nimmt die Entscheidung zurück.

49. Minute: Reginiussen sieht nach einem Duell mit Dudziak die nächste Gelbe Karte.

Ein Knaller: Sonny Kittel traf in der ersten Hälfte nach zwei Minuten mit einem Freistoß aus über 30 Metern die Latte des St. Pauli-Tores. (24hamburg.de-Montage)

46. Minute: Es geht weiter. Beide Mannschaften sind unverändert zurück auf dem Platz. Schiri Aytekin eröffnet den zweiten Durchgang.

45. Minute: Halbzeit! Die beiden Teams gehen ohne Tore in die Kabine. Wir melden uns pünktlich zur zweiten Hälfte zurück.

44. Minute: In den letzten knapp zehn Minuten gab es zwar genügend Spektakel auf dem Platz, aber das Salz in der Suppe – sprich: die Tore – gibt‘s bislang nicht.

35. Minute: Zehn Minuten vor der Pause gibt es beim Stand von 0:0 die nächste Gelbe Karte. Diesmal zur Abwechselung beim HSV. Es trifft Jung.

31. Minute: Referee Aytekin zückt die nächste Gelbe Karte. Wieder erwischt es einen Spieler der Gastgeber. Diesmal ist es Marmoush.

29. Minute: Und nochmal Marmoush! Der St-Pauli-Offensivmann hat richtig Bock, tanzt mit seiner Drehung einen Gegenspieler aus und vergibt nur knapp.

29. Minute: Marmoush gelingt es, aus spitzem Winkel rechts am Pfosten den Ball noch Richtung HSV-Tor zu bringen, wo das Leder dann aber parallel zur Torlinie vorbei fliegt.

28. Minute: Erster Wechsel des Spiels. Reginiussen kommt für Ziereis ins Spiel.

22. Minute: Das war wichtig! Ulreich klärt für den HSV kurz vor der Linie, nachdem Burgstaller eine Hereingabe mit dem Schienbein aufs HSV-Tor bringt.

21. Minute: Kittel bringt einen Freistoß von halbrechts in den Strafraum. Jung steigt hoch, köpft – und der Ball streichelt die Latte. Die zweite dicke Chance für den HSV

HSV-Trainer Daniel Thioune vorm Spiel im Interview bei Sky.

21. Minute: Ziereis langt zum zweiten mal zu. Schiri Aytekin ermahnt ihn. Der St. Pauli-Verteidiger wandelt schon früh am Rande einer Ampelkarte.

16. Minute: Jetzt ist auch St. Pauli wach, nachdem der HSV die erste Viertelstunde für sich verbuchen können. Zalazar zieht ab, Ulreich fliegt – und pariert. Es bleibt vorerst weiterhin beim 0:0.

12. Minute: Kittels Freistoß kommt wieder gut auf den Kasten der Gastgeber. Stojanovic taucht ab und klärt mit seiner Parade.

11. Minute: Duziak wird vorm Strafraum von Ziereis gelegt, der dafür Gelb bekommt. Es gibt den nächsten HSV-Freistoß

10. Minute: Marmoush kommt kurz vorm HSV-Strafraum an den Ball, wird dann von zwei Mann in die Zange genommen und fällt in der Box zu Boden. Schiedsrichter Aytekin sagt: weiterspielen – kein Elfmeter!

6. Minute: In den ersten Minuten des Spiels auf dem Rasen am Millerntor geht‘s hoch her. Aber noch hat der Ball auf keiner der beiden Seiten hinter der Torlinie gelegen.

2. Minute: Was ist das für ein Auftakt? Freistoß aus gut und gerne 35 Metern. Und was macht Sonny Kittel? Er knallt den Ball einfach mal an die Latte des St. Pauli-Tores.

1. Minute: Schiedsrichter Deniz Aytekin hat die Partie angepfiffen. Jetzt liegt‘s an den Spielern auf dem Feld, dass es ein spannendes und hochklassiges Hamburger Derby wird.

20:29 Uhr: Vorm Derby knallt es auf St. Pauli bereits. Allerdings nicht im Stadion. Im Stadtteil gibt‘s ein Feuerwerk, das kurz vorm Anpfiff gezündet wird.

20:16 Uhr: Knapp eine Viertelstunde vor dem Spiel steht Jonas Boldt am Mikrofon der Kollegen von Sky Rede und Antwort – und wehrt erstmal souverän den Hinweis ab, der HSV habe nach der Pleite gegen Würzburg eine Krise. „Das dreht sich jede Woche und man kann es immer so auslegen, wie man braucht. Die Wahrheit liegt oft in der Mitte. Das Spiel in Würzburg war nicht gut, diesmal steht mehr auf dem Spiel. Ich denke, dass die entsprechende Spannung da ist“, sagt der HSV-Sportvorstand.

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Kapazität:57.000
Cheftrainer:Daniel Thioune

20:05 Uhr: In 25 Minuten ist es so weit. Dann ertönt der Anpfiff zum mit Spannung erwarteten Hamburg-Derby zwischen dem gastgebenden FC St. Pauli und dem Hamburger SV. Die jeweilige Anfangsformation der beiden Kontrahenten steht fest. Schiedsrichter der Partie im Millerntorstadion, die ohne offizielle Zuschauer auskommen muss, ist Deniz Atyekin aus Oberasbach. Ihm assistieren an den Seitenlinien Christian Dietz aus München und Eduard Beitinger aus Regensburg. Der Vierte Offizielle ist der Berliner Max Burda. Als Video-Assistent hat in Köln Johann Pfeifer (Hameln) das Spiel im Blick

FC St. Pauli gegen HSV: Thioune-Team braucht Punkte – Schultz will die Favoritenrolle nicht

Hamburg – Für die Fans gehört es zu den wichtigsten Spielen der Saison. Das Stadtderby zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli. Am Montag, 1. März, 20:30, treffen die beiden Rivalen im Millerntor Stadion auf St. Pauli aufeinander. Die Brisanz könnte aktuell nicht größer sein.

So rutschten die Rothosen vor dem Duell auf Tabellenplatz vier ab, weil die Konkurrenz aus Bochum, Kiel und Fürth punktete. Das Team von Trainer Daniel Thioune will also unbedingt einen Dreier einfahren, um oben in der Tabelle dranzubleiben. St. Pauli hat aktuell zwar einen richtig guten Lauf, die Favoritenrolle will Trainer Timo Schultz aber trotzdem nicht.

St. Pauli gegen HSV: Kiezkicker-Trainer Timo Schultz ist im Derby-Fieber

In den Pressekonferenzen beider Vereine stimmten sich die Trainer am Sonntag, 28. Februar, auf das Hamburger Stadtderby ein. Dabei wies Trainer Timo Schultz die Favoritenrolle, die ihm einige wegen des aktuell guten Laufs seiner Mannschaft zuschieben wollten, direkt von sich. „Da muss man doch nur auf die Tabelle schauen“, sagte er lachend. Immerhin stehe der HSV über die gesamte Saison hinweg auf einem der obersten Tabellenplätze. Dass er und sein Team aktuell gut dabei seien, ändere an der qualitativen Überlegenheit des HSV nichts. Immerhin sei, „die Saison kein Sprint, sondern ein Marathonlauf“, so der St. Pauli-Trainer.

Trotzdem sei er mittlerweile schon voll im Derby-Fieber. „Und die Jungs brennen auch“, lauten die mahnenden Worte des Cheftrainers der Kiezkicker in Richtung HSV. Auch wenn er zugeben müsse, dass ein Derby ohne Fans deutlich weniger Spaß mache. Den Druck des Gewinnens sehe er übrigens auch bei den Rothosen. Immerhin müssten sie gewinnen, um in der Tabelle oben dabei zu bleiben, so Schultz.

HSV-Trainer Daniel Thioune und St. Pauli-Trainer Timo Schultz machten sich vor Stadtderby gegenseitig Ansagen. (24hamburg.de-Montage)

Trotzdem werde es ein Duell auf Augenhöhe, meint er. „Der HSV hat einiges richtig gemacht. Aber wir haben eine richtig gute Phase und gehen mit breiter Brust in das Derby. Ich glaube das weiß der HSV auch“, lautet die zweite kleine Kampfansage an die Thioune-Truppe. Zwar werde das Verteidigen gegen die kraftvolle Offensive des HSV „eine schwere Aufgabe“ für seine Mannschaft, dennoch werde sein Team auf Sieg spielen. So versprach Timo Schultz grinsend: „Wir werden nach vorne spielen“.

St. Pauli gegen HSV: Daniel Thioune teilt aus – „der HSV ist Hamburg“

Die Pressekonferenz vom HSV begann erst mit 15-minütiger Verspätung. Gut möglich, dass sich Daniel Thioune nach der Kampfansage seines Trainerkollegen Schultz noch die richtigen Antworten zurechtlegen musste. Denn als es dann losging, polterte Thioune richtig los. „Es geht morgen um mehr als nur drei Punkte, es geht auch darum wieder die Nummer eins in der Stadt zu werden“, sagte er gleich zu Beginn. Sein Team wolle morgen besonders hart arbeiten, die Gier auf den Platz bringen und den FC St. Pauli damit vor Herausforderungen stellen.

Natürlich wisse er um die Brisanz und die Bedeutung dieses besonderen Spiels für die Anhänger beider Hamburger Vereine aber eins stellte er klar: „St. Pauli ist St. Pauli und der HSV ist Hamburg“. Wumms! Natürlich könne er die Leistung der Kiezkicker auch sachlich einsortieren und erklären, dass dort gut gearbeitet wird. Immerhin hat das Team von Trainer Schultz die letzten vier Spiele gewinnen können. Aber Thioune sagte auch: „Es ist Derbyzeit. Weg von der Sachlichkeit. Wir wollen morgen alles tun um zu Siegen“. Und es gibt auch mehr als nur einen Grund, warum der HSV in der Lage wäre das Derby zu gewinnen.

Damit, dass auch Timo Schultz den Druck des Gewinnens und die Favoritenrolle in Richtung HSV abschob, kann Thioune leben. „Wir waren bis zu diesem Spieltag Tabellenführer. Daher schieben uns alle Vereine die Favoritenrolle Woche für Woche zu. Aber in diesem Spiel ist das auch alles egal. Das Derby hat seine eigenen Gesetze“, sagte der HSV-Trainer und brachte damit noch einmal die besondere Bedeutung der Partie gegen den Stadtrivalen zum Ausdruck. Wenn die Spieler beider Vereine morgen genauso viel Feuer auf den Platz bringen, dürfte es ein spannendes Stadtderby werden. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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