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„Sicherungen durchgeknallt“: Ex-HSV-Spieler Leistner spricht über Fan-Attacke

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Von: Jan Knötzsch

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Es war der schwärzeste Moment seiner HSV-Zeit: Der Ausraster von Toni Leistner beim Pokalspiel in Dresden. Jetzt hat der Ex-HSV-Kicker über diesen Moment geredet.

Hamburg – Die Hansestadt Hamburg – das ist für Toni Leistner längst Vergangenheit. In der Sommer-Transferphase des Jahres 2021 war der Abwehrspieler noch mittendrin statt nur dabei. Bis dahin trug Toni Leistner noch das Trikot des HSV. Doch dann wurde aus dem HSV-Profi Leistner der Ex-HSV-Profi Leistner. Weil er beim HSV suspendiert wurde, nachdem in den Sozialen Netzwerken eine Nachricht Leistner auftauchte, die – freundlich gesagt – nicht allzu viel Nettes über die „Macher“ des HSV um HSV-Trainer Tim Walter enthielt. Es folgten einige HSV-Transfergerüchte um Toni Leistner.

So zum Beispiel um einen Wechsel zu Hansa Rostock oder aber zurück zum 1. FC Köln. Letztlich kam alles ganz anders und Toni Leistner landete in Belgien bei VV St. Truiden und Ex-HSV-Trainer Bernd Hollerbach. So ganz aber hat Toni Leistner die Zeit beim HSV aber nicht hinter sich gelassen. Er spricht jetzt erstmals über seinen wohl schwärzesten HSV-Moment.

Fußballspieler:Toni Leistner
Geboren:19. August 1990 (Alter 31 Jahre) in Dresden
AKtueller Verein:VV St. Truiden (Belgien, seit 2. September 2021)
Zeit beim HSV:20. August 2020 bis 31. August 2021

Ex-HSV-Spieler Toni Leistner und der verhängnisvolle Abend in Dresden – das sind die Fakten

Und der hängt nicht etwa mit dem nicht ganz geräuschlos verlaufenen Abschied beim HSV, der aktuell scharf auf einen Stürmer aus Belgien ist und eventuell Jan Gyamerah in die Bundesliga verliert, zusammen. Nein, vielmehr geht‘s beim HSV-Tiefpunkt von Toni Leistner, dessen legitimer Erbe Jonas David gerade erst das Duell um einen Platz in der Abwehr gegen Mario Vuskovic verloren hat, um einen Tag im September 2020. Und der hängt mit dem Gegner zusammen, mit dem der HSV am Freitag, 14. Januar 2022, im ersten Zweitliga-Spiel des neuen Kalenderjahres die Klingen kreuzt.

Ex-HSV-Spieler Toni Leistner wird im September 2020 beim Pokalspiel in Dresden von Ordnern von der Fan-Tribüne begleitet.
Das HSV-Pokalspiel in Dresden bescherte dem inzwischen in Belgien spielenden Toni Leistner (Mitte) viel Ärger – jetzt hat der Ex-HSV-Spieler über seinen damaligen Ausraster gesprochen. © Steffen Kuttner/imago

Korrekt: Es geht um Dynamo Dresden. Und das Pokalspiel des HSV bei den Sachsen im September 2020, das der HSV damals nicht nur mit 1:4 verlor, sondern das auch noch ein Nachspiel nach dem eigentlichen Spielschluss hatte. Erinnern wir uns zurück: Toni Leistner, dessen Kumpel Torsten Mattuschka den HSV aktuell wieder einmal abgewatscht hat, war gerade vor laufenden TV-Kameras damit beschäftigt, das Spiel zu analysieren, als er von einem Dresden-Fan von der Tribüne aus übel beleidigt wurde. Ausgerechnet der gebürtige Dresdener Toni Leistner.

Ex-HSV-Spieler Toni Leistner und sein Ausraster aus dem Pokalspiel: So denkt er heute darüber

Das Ende der Geschichte ist bekannt: Leistner ließ sich davon provozieren, kletterte auf die Tribüne und griff sich den Dresden-Fan, der zuvor nicht nur ihn, sondern auch die Familie von Toni Leistner beleidigt hatte. Etwas mehr als ein Jahr später hat Toni Leistner in einem Podcast des Hamburger Abendblatts nun auf diesen Moment beim HSV, bei dem derzeit Stürmer Robert Glatzel einen Rekord knacken will und HSV-Legende Rafael van der Vaart vom HSV-Nichtaufstieg redet, zurückgeblickt. Und zwar ziemlich offen und ehrlich. So, wie man das von Toni Leistner gewohnt ist, der sich auch schonmal auf Twitter mit Fans anlegt.

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„Es gab auch bei mir den Punkt, wo ich dachte, was machst du da? Aber ich wollte ihn ja nur zur Rede stellen“, sagt Ex-HSV-Spieler Toni Leistner im Abendblatt-Podcast. „Viel reden war da leider nicht“, erinnert sich Toni Leistner an seinen negativen HSV-Höhepunkt und gesteht, ihm seien damals in Dresden „die Sicherungen durchgeknallt“, weil der Fan eben nicht nur ihn sondern auch Leistners komplette Familie beleidigte, die im Nebenblock saß.

Vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) kassierte Leistner seinerzeit eine fette Geldstrafe „Wenn man Mist gebaut hat, muss man dafür gerade stehen und die Rechnung zahlen“, gibt sich der ehemalige-HSV-Abwehrmann in diesem Punkt mit Abstand reumütig. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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