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Sergej Barbarez vor dem „Super-Derby“: „Taktieren macht gar keinen Sinn“

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Von: Antonio José Riether

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Vor dem Derby zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli am Freitag sprach Ex-HSV-Stürmer Sergej Barbarez vom „besten Stadtduell seit Jahren“.

Hamburg - Der HSV und der FC St. Pauli sorgten am Dienstag im DFB-Pokal für Furore. Gerade einmal drei Tage nach den erfolgreichen Achtelfinal-Auftritten der Hamburger Zweitligisten steht bereits das mit Spannung und Vorfreude erwartete Stadtderby auf dem Programm. Vor der Partie zwischen der Raute und dem Kiezklub sprach der langjährige HSV-Stürmer Sergej Barbarez seinem Ex-Klub Mut zu und erklärte, worauf es im bevorstehenden Prestigeduell ankommt.

Sergej Barbarez
Geboren am (Alter):17. September 1971 (50 Jahre)
Nationalität:bosnisch-herzegowinisch
Spiele/Tore für den HSV:216 Spiele/76 Tore (48 Assists)
Erfolge mit dem HSV:Ligapokalsieg 2004, Torschützenkönig 2000/01

Zu Beginn des Jahrtausends kam Barbarez für 1,8 Millionen Euro aus Dortmund nach Hamburg, wo er sich mit seinem oft harten Spielstil und allem voran seinem Torriecher einen Namen machte. Der mittlerweile 50-Jährige lief zwischen 2000 und 2006 für den HSV auf, in 216 Pflichtspielen erzielte er stolze 76 Treffer und bereitete weitere 48 vor. In der Bundesliga-Saison 2000/01 krönte er sich zum Torschützenkönig, 22 Treffer reichten damals noch für die Kanonen-Trophäe aus.

Hamburger SV – FC St. Pauli: Sergej Barbarez warnt vor Kiezkickern - „Das wird sehr schwierig für den HSV“

Der Bosnier erwartet, „dass Freitag das beste Stadtduell der letzten Jahre steigen wird“, wie er im Gespräch mit Bild erläuterte. „Es wird ein Super-Derby. Ich erwarte, dass beide Teams mit offenem Visier antreten werden“, meint Barbarez vor dem Lokalduell zwischen dem aktuellen Tabellenfünften und dem Spitzenreiter.

Sergej Barbarez war sechs Jahre lang beim HSV fürs Toreschießen zuständig.
Sergej Barbarez war sechs Jahre lang beim HSV fürs Toreschießen zuständig. (24hamburg.de-Montage) © Philipp Szyza/imago

Bei aller Sympathie für seinen HSV erkennt das ehemalige Aufsichtsratsmitglied aber auch die Stärken des Gegners an: „St. Pauli spielt wohl den besten Fußball seit vielen Jahren. Das wird sehr schwierig für den HSV.“ Davon einschüchtern lassen sollten sich die Rothosen jedoch nicht. „Beim Derby sollte nicht der erste Gedanke sein, nicht zu verlieren. Taktieren macht gar keinen Sinn. St. Pauli muss man mit Mut und Begeisterung begegnen, offensiv spielen, Tore erzwingen wollen“, so der 330-fache Bundesligaspieler.

Hamburger SV – FC St. Pauli: Sergej Barbarez traf beim letzten Derby-Heimsieg noch selbst

Besonders der aktuelle Chefcoach macht Barbarez Hoffnung auf einen Erfolg nach fünf sieglosen Derbys in Serie. „Die neue Spielweise des HSV unter Tim Walter gefällt mir sehr. Das sieht nach vielen Jahren wieder nach Fußball aus. Vieles hat Hand und Fuß“, so die Beobachtung des ehemaligen Torjägers. Seiner Meinung nach sollte der HSV im Kampf um die Aufstiegsplätze nur ein Ziel im Blick haben. „Nach den vielen Remis muss der HSV gegen Pauli mal einen Dreier erzielen, das ist klar. Die Fans wollen unbedingt mal wieder einen Sieg“.

Der HSV kann am Freitagabend auch den Derby-Fluch besiegen. Der ehemalige Bundesliga-Dino konnte nur eines der vergangenen neun Aufeinandertreffen gegen den Kiezklub für sich entscheiden, der 4:0-Sieg in der ersten Zweitligasaison blieb zugleich der letzte.

Wenn Barbarez Tipps gibt, spricht er aus Erfahrung, auch wenn er nur ein Stadtderby als Pflichtspiel auf dem Rasen miterlebte. Anfang Dezember 2001 gewann das damalige Spitzenteam mit 4:3 im Volksparkstadion gegen den FC St. Pauli, nach 52 Minuten sorgte er für die zwischenzeitliche 4:1-Führung. Seitdem wartet der sechsfache Deutsche Meister allerdings auf einen weiteren Derby-Heimsieg. Nichtsdestotrotz legt sich die Stürmer-Legende fest: „Ich drücke die Daumen, tippe einen 3:2-Erfolg“ – selbstverständlich für seinen HSV. (ajr)

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