1. 24hamburg
  2. HSV

Schwierige Finanzlage: Für den HSV geht es um Millionen

Erstellt:

Von: Robin Dittrich

Kommentare

Der Kampf ins DFB-Pokal-Viertelfinale könnte ein richtungsweisendes Ereignis sein – im positiven wie im negativen Sinn. Es geht um eine Menge Geld.

Hamburg – Corona-Pandemie, Lockdown, Maskenpflicht, leere Stadien. Der Hamburger SV hat wie alle deutschen Fußballvereine mit der aktuellen Lage zu kämpfen. Zum Glück dürfen nach einigen Beschlüssen zumindest ein paar Zuschauer ins Stadion, sodass die Hamburger nicht gänzlich ohne Einnahmen dastehen. Trotzdem ist die finanzielle Lage in Hamburg prekär. Im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Köln steht deshalb einiges auf dem Spiel.

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Plätze:57.000

Dem HSV winkt über eine Million Euro für den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale

1,004 Millionen Euro – eine satte Prämie für nur drei Siege im DFB-Pokal. Der HSV hat mit dem 1. FC Köln wohl noch einen der leichteren Gegner abbekommen. Trotzdem wird die Aufgabe schwer. Auch wenn es gegen einen Bundesligisten geht und ein Sieg nicht unbedingt wahrscheinlich ist, stehen die Spieler unter Druck. Wie lange kann der Hamburger SV die finanzielle Misslage noch kompensieren? Selbst mit einem Sieg kommt der HSV nicht sonderlich weit voran. Hier kann das Spiel heute ab 18:30 Uhr verfolgt werden.

Faride Alidou vom HSV liegt am Boden. In einem großen Kreis ist ein zerbrechendes Euro-Zeichen zu sehen.
Für den HSV geht es um Millionen-Einnahmen (24hamburg.de-Montage) © Norbert Gettschat/Imago

Das Hauptproblem an den aktuellen Verordnungen ist das Fernbleiben der Zuschauer. Rund 57.000 Menschen passen ins Volksparkstadion. Nicht einmal vier Prozent dieser Plätze dürfen die Hamburger füllen. Nur 2000 Fans dürfen die nächsten Zweitliga-Spiele live sehen. Laut Bild-Informationen fehlen dem HSV dadurch rund zwei Millionen Euro pro Spiel. Das lässt sich wohl auch nicht durch Finanzhilfen kompensieren, die die Hamburger beantragt haben. An Transfers ist deshalb momentan schwer zu denken – auch wenn sie notwendig wären.

Leiht der HSV Spieler aus, um der Zahlung einer Ablöse zu entkommen?

Der HSV-Motor kam im neuen Jahr schon gewaltig ins Stocken. Vorne lief bisher wenig zusammen – Trainer Tim Walter deutete deshalb Transfers an. Um keine Ablöse zahlen zu müssen, wären Leihen im Winter eine Option. Es stehen einige Spieler im Raum, insbesondere im Sturm. Am häufigsten genannt wird Julien Ngoy aus Belgien. Auch ein Nebenmann für Stürmer Robert Glatzel sollte gesucht werden. Freiburg-Legende Nils Petersen wäre dabei eine Option. Wen auch immer der HSV holt, es muss bares Geld gespart werden.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Drei Heimspiele stehen bis Ende Februar noch an. Bis dahin hat sich der Hamburger SV auf nur 2000 Zuschauer im Volksparkstadion eingestellt. Zwei dieser Partien sind das Stadtderby am Wochenende gegen den FC St. Pauli und das Nordderby am 27. Februar gegen Werder Bremen. Spiele, die im Normalfall immer ausverkauft wären. Die Hamburger versuchen, spätestens ab März wieder rund 30.000 Zuschauer in den Volkspark zu bekommen. Ob die Politik da mitzieht, ist mehr als fraglich. Trotz all der Probleme feilt der HSV weiter am Aufstieg. Und vielleicht sogar am Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale. Davor muss erst einmal Köln besiegt werden. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare