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Schonlau, Leibold, Reis: Bei „Nicht-Aufstieg“ droht dem HSV der große Ausverkauf

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Von: Denny Konzack

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Zum vierten Mal in Folge probiert es der ehemalige Bundesliga-Dino mit dem Wiederaufstieg. Verpasst der HSV sein Ziel erneut, drohen ihm bitterböse Konsequenzen.

Hamburg – In der Saison 2017/18 war Schluss beim Hamburger SV. Schluss mit dem ständigen Kampf gegen den Abstieg. Schluss mit der Verpflichtung als großer Traditionsklub und Bundesliga-Dino, immer im oberen Drittel der Tabelle mitspielen zu müssen. Den Abstieg hatte man in Hamburg jedoch über Jahre zuvor bereits kommen sehen. Der Hamburger SV wurde zum Gespött ganz Fußballdeutschlands und spielt bereits seit geschlagenen drei Saisons in der 2. Bundesliga.

Verein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887
Liga:Zweite Bundesliga
Aktuelle Platzierung:3. Platz

Der Hamburger Sportverein hat allerdings begriffen, dass ein Umdenken stattfinden muss und hat gehandelt. Mit HSV-Coach Tim Walter probiert man es im Volkspark jetzt zum vierten Mal in Folge, den Wiederaufstieg perfekt zu machen. Derzeit führt zwar Stadtrivale FC St. Pauli die Zweitliga-Tabelle als Herbstmeister an, Tim Walter lässt das allerdings völlig kalt. Die Messe ist erst gelesen, wenn die Saison vorüber ist. Sollte der HSV den Aufstieg dieses Jahr jedoch wieder nicht schaffen, droht den Hanseaten ein Szenario, an das man jetzt rund um den Volkspark lieber noch gar nicht denken möchte.

Statt großer Namen und hohen Transfersummen backt der HSV jetzt kleinere Brötchen

Ehrenrunde der HSV Spieler , und eine skeptische Miene bei Sebastian Schonlau , Moritz Heyer und hinten David
Bei „Nicht-Aufstieg“ müsste der HSV über mögliche Abgänge nachdenken. Kapitän Sebastian Schonlau (2.v.r) soll bereits das Interesse vom 1. FC Köln geweckt haben. © Claus Bergmann/imago

In Hamburg setzt man in diesen Zeiten, gerade auch aufgrund der neuen Corona-Bestimmungen in Deutschlands Stadien, die dem HSV einen Minus-Rekord an Zuschauerzahlen einbrachten, auf kleine Namen und niedrige Transfersummen. Die Zeiten, in denen Topstars wie Rafael Van der Vaart oder Ruud Van Nistelrooy an der Elbe spielten, sind Geschichte. Anders lassen es die momentanen Umstände auch gar nicht zu. Darum geben die HSV-Verantwortlichen, auch dank HSV-Legende Horst Hrubesch, jetzt vermehrt jungen, frischen und hungrigen Talenten die Chance, sich zu zeigen.

Mit HSV-Top-Talent Faride Alidou haben die Hanseaten ein gutes Beispiel dafür, wie gut es klappen kann, eigenen Talenten eine Chance zu geben. Doch der Deutsch-Togoer wird die Hamburger spätestens im Sommer 2022 in Richtung Eintracht Frankfurt verlassen. Der HSV kämpft noch um eine Ablöse für das 20-jährige Mittelfeld-Juwel. Mit Felix Paschke (18), Bent Andresen (18) und Elijah Krahn (18), mit dem der HSV den Vertrag gerne verlängern würde, stehen allerdings schon die nächsten Supertalente für die Rothosen in den Startlöchern. Gut so, denn sollte der Wiederaufstieg nicht gelingen, müsste der HSV zahlreiche „Prominente“ abgeben.

Sebastian Schonlau, Tim Leibold, Ludovit Reis und weitere Akteure könnten den HSV wohl verlassen

Laut dem Sportmagazin „Sport-Bild“ müssten sich die Hanseaten nach misslungener Mission wohl wieder einmal von ihren Leistungsträgern trennen. So wird der Rothosen-Kapitän Sebastian Schonlau schon mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht, wo er mit Coach Steffen Baumgart einen alten Weggefährten und Förderer wiedersehen würde. Josha Vagnoman, der bald sein Verletzungs-Comeback geben wird, wurde in den vergangenen Monaten mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Auch er könnte den HSV verlassen.

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Tim Leibold, der derzeit noch an seinem Comeback arbeitet, zählt in Hamburg zu den absoluten Leistungsträgern. Eine weitere Saison Zweite Bundesliga dürfte für einen Spitzenverteidiger wie ihn, allerdings nicht infrage kommen. Den Rothosen droht ein Verlust, der nur schwer aufzuwiegen sein dürfte. Die einzig richtige Lösung könnte demzufolge sein, in der Rückrunde dort weiterzumachen, wo die Hanseaten in der Hinrunde aufgehört hatten.

Realisiert man die noch als Gerüchte geltenden Transfers mit Young-Wook Cho (22, FC Seoul) und Nemanja Motika (18, Bayern München II) hätte der HSV immerhin zwei weitere junge Kicker in der Truppe, denen die Ligazugehörigkeit erstmal egal sein dürfte, da der Drang zur Spielpraxis deutlich überwiegt und die zusätzlich noch bezahlbar wären. Es werden ganz spannende Monate in Hamburg bleiben. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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