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Sachsen füllt Fußballstadien – zieht Hamburg dank sinkender Corona-Zahlen nach?

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Von: Robin Dittrich

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RB Leipzig soll schon ab dem 6. Februar wieder vor bis zu 12.000 Zuschauern spielen dürfen. Der HSV und der FC St. Pauli lechzen derweil nach mehr Fans im Stadion.

Hamburg – Nur 2000 Fans dürfen die Spiele des Hamburger SV und FC St. Pauli aktuell im Stadion verfolgen. Ein Stich ins Herz für jeden eingefleischten Fan. Wann das Volksparkstadion und das Millerntor das nächste Mal voll besetzt sein werden, steht in den Sternen. Das Bundesland Sachsen plant jetzt den ersten Schritt in diese Richtung. Wie die BILD berichtet, sollen die Stadien dort bald wieder bis zu 25 Prozent ausgelastet werden. Wann zieht Hamburg nach? FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz vermisst die Fans im Stadion.

Hamburger Fußballvereine:Hamburger SV und FC St. Pauli
Fußballstadien:Volksparkstadion und Millerntor
Plätze:57.000 und 29.546
Aktuell in Hamburg mögliche Zuschauer:2.000

Sachsen öffnet die Tore – bei RB bald rund 10.000 Zuschauer mehr als beim HSV

Volle Stadien sind aktuell oft nur im Fernsehen zu beobachten. In Spanien oder den USA wird Woche für Woche in voll ausgelasteten Arenen gespielt. Dahin wollen auch die Bundesligisten zurück. In Sachsen kündigte Sozialministerin Petra Köpping entsprechende Lockerungen an: „Wir werden mindestens mit den Lockerungen in anderen Bundesländern gleichziehen, weil wir in Sachsen nach wie vor die zweitniedrigste Inzidenz in ganz Deutschland haben. Das bedeutet, dass wir auch in den Stadien eine gewisse Freigabe machen.“

Auf der linken Seite ist eine vollbesetzte RB Arena in Leipzig mit Fans zu sehen, auf der rechten Seite ein Fußballspiel des HSV mit einem leeren Volskparkstadion.
Bei RB Leipzig dürfen bald 12.000 Fans ins Stadion – ins Volksparkstadion nur 2000 (24hamburg.de-Montage) © Oliver Ruhnke/Imago/Hendrik Schmidt/dpa

Heißt konkret, dass RB Leipzig und Dynamo Dresden eventuell schon ab dem 6. Februar wieder mehr Fans in ihre Stadien lassen können. Bei RB Leipzig könnten bald also fast 12.000 Zuschauer für Stimmung sorgen. Bei Zweitligist Dynamo Dreden wären es zumindest 8.000 Fans. Es sind Zahlen, von denen Hamburger Anhänger nur träumen können. Möglich macht das die geringe 7-Tage-Inzidenz in Sachsen. Im Bundesländer-Vergleich weisen sie mit rund 650 die zweitniedrigste in ganz Deutschland auf. Hamburg liegt da mit 1600 auf Platz zwei. Muss beim HSV und dem FC St. Pauli deshalb weiter mit 2000 Fans geplant werden?

Die Inzidenz in Hamburg lässt eine höhere Auslastung nicht zu – die Vereine sehen das anders

Beim HSV kann man die aktuellen Regelungen nicht mehr nachvollziehen. Trainer Tim Walter weist die Politik an, endlich die Augen aufzumachen. Auch in der Chefetage brodelt es. HSV-Vorstand Thomas Wüstefeld möchte sogar vor rund 30.000 Fans im Volksparkstadion spielen und verweist auf volle Stadien im Ausland. Dass eine hohe Inzidenz nicht gegen ein volleres Stadion spricht, zeigt der Fall von Werder Bremen. Bremen liegt als Bundesland bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 1400. Trotzdem dürfen schon im nächsten Heimspiel wieder 10.000 Fans ins Weserstadion.

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Der Aufschrei in Hamburg ist groß. Werder kann sein Stadion wie auch Leipzig zu 25 Prozent auslasten. Doch wieso weigert sich Hamburg weiterhin, zumindest ein wenig zu lockern? Der Hamburger SV weist immerhin 15.000 Plätze mehr auf als die Konkurrenz aus Bremen. Trotzdem wurde auf der heutigen Landespressekonferenz abermals bestätigt, dass in Hamburg weiterhin nur 2000 Fans ins Stadion dürfen. Senatssprecher Marcel Schweitzer fragte sich eher, wieso andere Bundesländer von den bisherigen Regelungen abweichen.

Die Hamburger Vereine dürften also nicht darauf hoffen, in den nächsten Heimspielen vor einer größeren Kulisse auftreten zu können. Den Fans bleibt weiter unklar, wieso für riesige Fußballstadien die gleiche Kapazität gilt wie für die Elbphilharmonie.
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