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Lob von Weltmeister Rudi Völler: Darum ist Boldt für den HSV so wertvoll

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Von: Denny Konzack

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Rund drei Jahren leitet Sportvorstand Jonas Boldt die Geschicke beim HSV. Seit Dietmar Beiersdorfer hat das in Hamburg keiner mehr geschafft – für Boldt gibt‘s Lob.

Hamburg – Es klingt unglaublich. Ist aber so: Er ist länger im Amt als viele HSV-Trainer. Im Jahr 2019 übernahm der zuvor bei Bayer Leverkusen beschäftigte Jonas Boldt den Sportvorstands-Posten beim Hamburger SV. Den Rothosen, die in der Saison 2017/18 in die Zweitklassigkeit abrutschten, dürfte zu diesem Zeitpunkt in keinster Weise bewusst gewesen sein, welche Richtung die sportliche Entwicklung unter der Führung des heute 40-Jährigen nehmen würde. Der HSV verpasste zwar in insgesamt drei Anläufen die Rückkehr in die Erste Bundesliga, wirkt in der laufenden Saison deutlich gefestigter. HSV-Leader Sonny Kittel feierte zuletzt sein Comeback, Doppelpack und neuen Zweitliga-Rekord.

Und Jonas Boldt? Der darf sich, trotz seines HSV-Transfer-Desasters am Deadline Day, freuen. Über ein Lob aus berufenem Munde.

HSV-Sportvorstand:Jonas Boldt (40)
Abgebender Verein:Bayer 04 Leverkusen
Start beim Hamburger SV:24. Mai 2019
Teuerster Spieler im Kader laut transfermarkt.de:Mario Vuskovic (4,50 Millionen Euro)

Doch der Reihe nach: In den vergangenen Spielzeiten verschenkte der HSV wichtige Punkte im Aufstiegsrennen, dieses Szenario zeichnet sich zum jetzigen Zeitpunkt zumindest nicht ab. Einem ist diese positive Entwicklung vom HSV-Sportvorstand und seiner Arbeit bei den Rothosen nicht entgangen. Für Jonas Boldt gibt es von seinem ehemaligen Vorgesetzten und Ex-Weltmeister Rudi Völler (61) nur nette Worte. Im Interview mit der BILD-Zeitung hat sich der Geschäftsführer Sport von Bayer 04 Leverkusen über seinen damaligen Kollegen geäußert.

Ex-Weltmeister Rudi Völler über Jonas Boldt: „Er leistet in Hamburg Top-Arbeit.“

Viele Jahre arbeiteten Völler und Boldt gemeinsam für den Erfolg von Bayer 04 Leverkusen. An die Merkmale von Jonas Boldt, die ihn für den HSV zu einem „Glücksfall“ machen, erinnert sich der 61-jährige Völler noch heute: „Jonas hat schon immer mit viel Fachkompetenz, Verhandlungsgeschick, gutem Auge für Fußballer gewirkt. Seine Arbeit hat Substanz. Er leistet in Hamburg Top-Arbeit. Er ist ein Glücksfall für den HSV“, sagt Rudi Völler der BILD-Zeitung. Jonas Boldts Transfer-Desaster sorgte bei vielen Fans zwar für Unmut, doch dieser hatte sich nach weiteren, grandiosen Leistungen der Mannschaft schnell wieder gelegt.

Ex-Weltmeister Rudi Völler grinst, neben ihm ein Foto von HSV-Sportvorstand Jonas Boldt
Ex-Weltmeister Rudi Völler denkt gerne an die gemeinsame Zeit mit dem derzeitigen HSV-Sportvorstand Jonas Boldt zurück. (24hamburg.de-Montage) © PhilippSzyza/Chaiv.d.Laage/Imago

„Ich denke, seine Art kommt in Hamburg gut an. Er wirkt auf mich schon wie ein typischer Norddeutscher. Ich denke, auch wenn er aus Heidelberg stammt, ist Jonas mittlerweile ein leidenschaftlicher Hamburger geworden“, fährt der ehemalige Weltmeister via BILD von 1990 mit seiner Lobeshynme fort. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt erwirtschaftete zudem mit Sportdirektor Michael Mutzel einen Transferüberschuss von rund 4,75 Millionen Euro, so das Portal transfermarkt.de.

Vom Leverkusen-Praktikant zum Heilsbringer des Hamburger SV: Gelingt in diesem Jahr der Aufstieg?

Doch Völler blickt nicht nur au Boldt, sondern auch auf das Gesamtpaket: Laut Rudi Völler gehören der HSV sowie sein Ex-Verein Werder Bremen in die Erste Bundesliga: „Ich würde mich freuen, wenn ich im Sommer hier in meiner Funktion bei Bayer aufhöre und dann mehr Zeit habe, nach Hamburg zu fahren, um das Team von Jonas in der 1. Liga spielen zu sehen. Es würde der Bundesliga guttun, wenn der HSV endlich wieder zurück wäre. Wenn mein Ex-Klub Werder mit Hamburg gemeinsam aufsteigen würde, wäre das echt klasse“, sagt der ehemalige Stürmer in der BILD-Zeitung. 

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Und das könnte tatsächlich passieren. Die Rothosen sind auf einem guten Weg, in dieser Saison das Ziel „Wiederaufstieg“ zu realisieren. Gelingt ein Sieg gegen den SV Sandhausen am kommenden Wochenende sowie gegen Völlers Ex-Klub Werder Bremen eine Woche darauf, könnte HSV-Coach Tim Walter sogar den nächsten Meilenstein mit seinem Team erreichen. Rudi Völler hat zudem bereits eine Idee, wie man den Wiederaufstieg feiern könnte: „Im Falle eines Aufstiegs muss mir Jonas in Hamburg die schönsten Ecken der Stadt zeigen und mich zum Essen einladen.“ *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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