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Relegation HSV – Hertha: „Druck ist ein Privileg“ – Walter kontert Magath cool

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Von: Jan Knötzsch

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Am Montagabend, 23. Mai 2022, gilt es. Ab 20:30 Uhr empfängt der HSV zum Relegations-Rückspiel Hertha BSC. Dem Team von Tim Walter winkt die Bundesliga.

Hamburg – Einmal noch 90 Minuten Vollgas. Vielleicht 120 Minuten. Und unter Umständen noch ein Elfmeterschießen – so wie unter anderem im DFB-Pokal gegen Karlsruhe, als HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes zum Held wurde und später sein HSV-Erfolgsgeheimnis des Abends verraten konnte. Wenn letztlich eine, zwei, vielleicht eben aber auch alle dieser drei Optionen durch sind, dann steht fest, in welcher Liga der Hamburger SV in der kommenden Saison spielen wird. Dann ist die Relegation gegen Hertha BSC Berlin erledigt. Dann weiß HSV-Trainer Tim Walter, auf welche Spielklasse er den Klub aus der Hansestadt Hamburg im Sommer vorbereiten wird.

Die Ausgangslage vorm zweiten Spiel der Relegation zwischen dem HSV und Hertha, das wieder live im TV gezeigt wird, ist klar: Der HSV, bei dem es ein neues Transfergerücht gibt, hat durch seinen Sieg im Hinspiel der Relegation den Vorteil auf seiner Seite. Aber auch den größeren Druck des Scheiterns. Doch das nimmt HSV-Trainer Tim Walter ganz locker – und kontert Ex-HSV-Trainer Felix Magath, der nicht über seine HSV-Vergangenheit reden will, vor dem Spiel cool.

Relegation (Rückspiel)Hamburger SV – Hertha BSC Berlin
Anstoß:Montag, 23, Mai 2022, um 20:30 Uhr
Austragungsort:Volksparkstadion
TV-Übertragung:Sat 1 (ab 19:30 Uhr), Sky (ab 20 Uhr)

Relegation HSV gegen Hertha BSC: Felix Magath schiebt dem HSV Favoritenrolle und Druck zu – HSV-Coach Tim Walter nimmt‘s gelassen

Denn Felix Magath, der den HSV in der Saison mehrfach attackiert hat, geizt vor dem zweiten Spiel der Relegation nicht mit Psycho-Spielchen. Hatte Magath noch vorm ersten Relegations-Spiel getönt, der HSV solle sich seine Erfolge aus den letzten Zweitliga-Spielen nicht schönreden, so erklärt er jetzt vorm zweiten Duell der Relegation zwischen dem HSV und Hertha die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter zum Favoriten. „Die Situation ist jetzt umgekehrt im Vergleich zum Donnerstag. Jetzt ist der HSV derjenige, der etwas zu verlieren hat. Jetzt ist der Druck beim HSV“, hat Magath auf der offiziellen Pressekonferenz vorm Spiel HSV gegen Hertha verkündet.

Im Hintergrund HSV-Fans beim Relegationsspiel in Berlin. Im Vordergrund Hertha BSC-Trainer Felix Magath und HSV-Trainer Tim Walter.
Zunge raus: „Ihr seid der Favorit“, signalisiert Hertha BSC-Coach Felix Magath (links) HSV-Trainer Tim Walter, der mit dieser Rolle aber kein Problem zu haben scheint. (24hamburg.de-Montage) © Jan Huebner/Matthias Koch/imago

„Man muss die Situation klar so nehmen, wie sie ist. Im Moment sind wir raus. Wir können nur noch gewinnen“, verkündet Felix Magath vorm erneuten Relegations-Duell seiner Mannschaft mit der Truppe von HSV-Trainer Tim Walter, der zuletzt neue HSV-Gespräche mit Stürmer Mikkel Kaufmann angekündigt hat und zur Kenntnis nehmen muss, dass es um Kapitän Sebastian Schonlau ein HSV-Transfergerücht gibt. Felix Magath übrigens sieht „die Situation jetzt als die bessere für uns an“ und glaubt, „dass wir gute Chancen haben werden, das im Rückspiel noch zu drehen.“ Sein Mutmacher vorm Spiel der Relegation zwischen dem HSV und Hertha BSC: „Diese Situation wie nach dem letzten Spiel hatten wir schon die letzten vier Spiele.“

Relegation HSV – Hertha BSC: Polizei bereitet sich auf Krawall-Fans vor – und HSV-Trainer Tim Walter bleibt auf dem Teppich

Hertha BSC sei schon vor der Relegation gegen den HSV – beim Rückspiel im Volksparkstadion bereitet sich die Polizei auf Krawall-Fans vor – immer kurz davor gewesen, „den Klassenerhalt zu sichern, und relativ spät haben wir dann einen Rückschlag bekommen. Das war jetzt im Grunde nicht anders. Wir haben es bisher immer geschafft, zurückzukommen und wieder anzugreifen, nachdem wir diese Enttäuschung verarbeitet hatten.“ Auch den Rückschlag aus dem ersten Match in der Relegation gegen den HSV werde seine Mannschaft wegstecken“, ist sich Magath sicher, dass er in Hamburg am Ende der Relegation gegen den HSV den Klassenerhalt feiern wird.

Dass die Spieler und Verantwortlichen aufseiten des HSV, dem sogar Werder Bremen in der Relegation gegen Hertha BSC die Daumen drückt, das anders sehen, ist logisch. „Es ist Halbzeit. In der Halbzeit feiert man nicht. Erst mal wollen wir dieses Spiel gewinnen“, lässt sich HSV-Trainer Tim Walter nicht aus der Reserve locken und geht auch mit dem Druck, den Felix Magath vorm Rückspiel der Relegation aufbaut, entspannt um, „Druck ist ein Privileg. Wir spielen um etwas und haben uns selbst in diese Lage gebracht. Endspiele haben wir gefühlt seit Saisonbeginn“, hat der HSV-Trainer, der vielleicht ein französisches Talent als Spieler bekommt, auf der Pressekonferenz vorm Spiel konstatiert.

Relegations-Rückspiel HSV gegen Hertha BSC Berlin: So redet HSV-Trainer Tim Walter sein Team stark

Und eben weil der HSV diesen Fakt und den Druck kennt, gibt sich Tim Walter vorm Relegations-Rückspiel HSV – Hertha BSC Berlin siegessicher. „Teams können zusammen Dinge erreichen. Und wir haben gezeigt, dass wir ein großes Team sind“, lobt Tim Walter, der die HSV-Saison schon vor der Relegation geil fand, seine Kicker und kontert nicht nur Felix Magath, sondern auch die Kritiker, die ihn beim HSV schon als gescheitert sahen: „Es ist schön, dass wir jetzt etwas zum Leben erweckt haben. Jetzt wollen wir die Stadt und die Fans glücklich machen.“

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Und genau dieses Glück soll am Montagabend nun mit dem Aufstieg gekrönt werden. Ganz egal, ob jetzt nach 90 Minuten, nach 120 Zeigerumdrehungen oder aber dem Elfmeterschießen. Hauptsache, Hamburg hat nach dem 23. Mai 2022 wieder einen Fußball-Bundesligisten.

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